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Medien: Fernsehen

GEZ - oder: Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt

Schon gezahlt? Foto www.pixelio.de
Schon gezahlt? Foto www.pixelio.de
"Schon gezahlt?" fragt die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) gelegentlich in die Hörer- und Zuschauerrunde. Doch viele müssen gar nicht zahlen. Beispielsweise Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II. Was aber tun? wenn die Kölner Anträge auf Befreiung irgendwo verbuddeln. Fest steht: Dann klingelt irgendwann der Gerichtsvollzieher an der Hartz-IV-Wohnungstür.

Wie gestern bei Hans Müller (Name ist dem Verfasser bekannt) aus Wilhelmshaven. Gedroht wurde ihm mit einer Vollstreckung ins bewegliche Vermögen alternativ Pfändung einer Geldforderung alternativ Durchsuchung der Wohnräume einschließlich zwangsweiser Öffnung alternativ Abnahme der Eidesstattlichen Versicherung alternativ Vollstreckung in das unbewegliche Vermögen.

170,72 Euro für 15 Monate plus 20,33 Euro Mahngebühren plus 10,20 Euro Vollstreckungskosten soll Hans Müller berappen, der sich schon seit zehn Monaten mit der GEZ herumschlägt. Die Herumplagerei hat am 15. August 2006 begonnen. Seinerzeit wurde der 48-Jährige von der GEZ zu einem weiteren Befreiungsantrag aufgefordert, gehe der nicht rechtzeitig ein, entfalle auch die Befreiungsvormerkung für den Zeitraum 04.2006 bis 09.2006.

Noch am gleichen Tag kopierte Hans Müller seinen Alu-II-Bescheid und schickte ihn nach Köln. Monate gingen ins Gebühren-Land, bis sich die Kölner rührten und einen Gebührenbescheid schickten. Dagegen protestierte Hans Müller mit Hinweis auf seinen neuerlichen Befreiungsantrag. Dieses Schreiben heftete die GEZ wohl irgendwo ab und kartete am 1. Juni 2007 mit einer Mahnung nach.

Dann klingelte der Gerichtsvollzieher und knöpfte Hans Müller erst einmal kein Geld ab. Zahlen soll er morgen...

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Schlüsselwörter: GEZ | Wilhelmshaven | Rundfunkgebühren
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Kommentare

OZ24
am 27.06.2007 13:04:22 (88.72.139.xxx) Link Kommentar melden
Naja die GEZ ist so ein "Verein" deren Existenzberechtigung in meinen Augen ein Für und ein Wider hat. Das positive an dem "Verein" ist das durch Ihn das öffentlich rechtliche Fernsehen finanziert wird. Das Negative daran ist,
1. dass man eventuell für etwas zahlen muss, was man garnicht in Anspruch nimmt,
2. dass ein großer Teil der Gebühren für die Verwaltung (und damit nicht für Rundfunk und Fernsehen) oder sinnfreie Projekte ausgegeben wird
3. dass Vorgehen zum Gebührenbeitreiben manchmal etwas fragwürdig ist.

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