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Wissenschaft: Sonstiges

„Lasset uns Menschen machen…“

117.000 Euro für einen kommerziell geklonten Labrador – Wann wird das letzte Tabu gebrochen?

Geboren am 18. November 2009: Lancelot II. Wer ist dieser Lancelot II, dass er so erwähnenswert ist? Lancelot II ist ein Labrador-Welpe. Nichts Außergewöhnliches also? – Doch, denn eigentlich dürfte es ihn gar nicht geben. Lancelot II ist eine Kopie, genauer gesagt ein Klon…

Der Vorgänger von Lancelot dem Zweiten war der Labrador Lancelot, der dem Ehepaar Nina und Edgar Otto aus Boca Raton in Florida/USA gehörte. Dieser war vor einem Jahr (Januar 2008) verstorben. Das Ehepaar Otto hatte damals Genmaterial ihres Hundes auf Eis legen lassen, in der Hoffnung einmal einen Klon ihres Lieblings bekommen zu können. Dieser Traum wurde nun wahr.

Rund 117.000 Euro (155.000 US-Dollar) hat es die Ottos gekostet um ihren Traum wahr werden zu lassen. Sie waren eine von insgesamt fünf Familien, die letztes Jahr, im Juli 2008, im Rahmen einer Versteigerungsaktion der in der Nähe von San Francisco ansässigen Klon-Firma BioArts international ausgewählt wurden. Hier wird der geklonte Hundewelpe unter dem Namen Lancelot Encore geführt, was zu Deutsch etwa soviel heißt wie „Lancelots Zugabe“.

Eine aus dem Genmaterial des verstorbenen Hundes von der südkoreanischen Sooam Biotech Research Foundation geklonte Eizelle wurde im Oktober 2008 einer Hunde-Leihmutter in Südkorea eingesetzt, die dann am 18. November den Welpen Lancelot II zur Welt brachte.

Lou Hawthorne, Betreiber von BioArts international, behauptete, dies sei der erste kommerziell geklonte Hund der Welt. Doch dies ist nicht richtig, denn bereits im letzten Jahr hatte die Amerikanerin Bernann McKinney aus Hollywood bei der ebenfalls in Südkorea ansässigen Biotech-Firma RNL Bio drei genetisch exakte Kopien (Klone) ihres 2006 verstorbenen Pitbull-Terriers Booger anfertigen lassen. Mit 50.000 US-Dollar (damals etwa 32.000 Euro) war sie dabei noch ganz preiswert weggekommen. Wie die Südkoreaner mitteilten, hatten sie zuvor bereits im Auftrag einer japanischen Stammzell-Firma die Retriever-Hündin Marine geklont, die in der Lage ist Krebs zu erschnüffeln. Außerdem, so wurde berichtet, habe Lou Hawthorne selbst bei der Sooam Biotech Research Foundation bereits seinen eigenen, 2002 verstorbenen Familienhund Missy klonen lassen…

Trotz vieler, teilweise auch internationaler, selbst auferlegter Einschränkungen und Verbote ist das Klonverfahren offensichtlich nicht aufzuhalten. Wo sich Geld – viel Geld – verdienen lässt, gibt es keine Tabus, die nicht gebrochen werden. So wird es vermutlich auch nur noch eine Frage der Zeit sein, wann auch das letzte Tabu einer einst göttlichen Schöpfung gebrochen wird und die Menschheit sagt: „Lasset uns Menschen machen“

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Schlüsselwörter: Klon | Klone | Klon-Verfahren | Gen-Technik | Stammzellen | Klon-Hund | Lamcelot II
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Kommentare

am 02.02.2009 03:39:48 (217.83.124.xxx) Link Kommentar melden
Ich denke, das ist schon gebrochen. Die Öffentlichkeit erfährt so was dann erst Jahre später. In der Politik nennt man so was Schaffung von Tatasachen, die man nicht mehr verhindern kann, weil sie ja in der Vergangenheit schon passiert sind.
lan
am 05.03.2009 12:11:59 (193.103.148.xxx) Link Kommentar melden
Inteerssant geschrieben!

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