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Lotto: Jackpot nicht geknackt/Hellseher tippt eigene Zahlen nicht

Der Kaffee dampft in der Tasse des Hellsichtigen, Labradormischling „Nero“ macht zu seinen Füßen ein zusammengerolltes Nickerchen. Es geht: um den Jackpot, der wieder nicht geknackt worden ist. 35 Millionen Euro sind am Samstag drin. Es geht außerdem um: die Lottozahlen, die der 37-Jährige am Dienstag vorausgesagt und die 2sechs3acht4 auf ihren internetten Seiten versteckt hat: 1 - 3 - 15- 22 - 24 - 47. Das sind: Fünf Richtige mit Zusatzzahl. Bleibt die Voraussage des hellsichtigen Unternehmensberaters: „Der Jackpot wird erst Anfang Februar geknackt.“

Die Wahrscheinlichkeit für sechs Richtige liegt bei 1 : 14 Millionen, für sechs Richtige plus richtige Superzahl bei 1 : 140 Millionen, für fünf Richtige mit Zusatzzahl bei 1 : 2,3 Millionen. Und: Hat der 37-Jährige seine eigenen Zahl getippt? Ist er jetzt um rund 30 000 Euro reicher? Werner Schneider schmunzelt: „Ich bin kein Lottospieler. Mit einer Ausnahme. Nach einem Traum, die Lottozahlen seien 3 - 18 - 32 - 34 - 47 - 49, habe ich einen Schein ausgefüllt. Damit lag ich so was von daneben.“ Die Wahrscheinlich dafür liegt übrigens bei 98,1 Prozent.

Dennoch wird das Lottofieber weiter steigen, die „Süddeutsche Zeitung“ hat deswegen heute gesellschaftskritische Töne anschlagen lassen, die von Jens Beckert, Soziologe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, stammen. Seine Formel lautet: Je dümmer jemand ist, desto eher spielt er Lotto.

Der Auffassung scheinen auch Gewinnspielunternehmen zu sein. Eines davon heißt Spielfox. Zurzeit glühen in Callcentern die Telefondrähte. Die Anrufe laufen so ab: Ein Spielfox-Mitarbeiter behauptet, man nehme noch bis Ende Mai an einem Gewinnspiel teil. Dann wird man gefragt, ob man die Teilnahme verlängern wolle. Lehnt man das ab, wird Post angekündigt, denn bis Ende Mai bekomme man noch eine Geld-zurück-Garantie. Nun müssten nur noch die Bankdaten verglichen werden. Die erste Frage lautet: „Haben Sie Ihre Bankleitzahl im Kopf?“ Verrät man die nicht, behauptet der Spielfox-Mitarbeiter, das mache die Sache mit der Geld-zurück-Garantie schwierig. Es handelt sich hier ganz augenscheinlich um den Versuch, an Bankdaten heranzukommen.

Ähnlich arbeitet Super 12. Gegen dieses Unternehmen hat nach Auskunft einer Polizeisprecherin aus Wilhelmshaven im Dezember 2008 eine Geschädigte Strafantrag gestellt, weil ihr Geld vom Konto gerupft worden ist. Superfox ist noch ein unbeschriebenes Blatt.

Der hellsichtige Unternehmensberater mit den zwar vorhergesagten, aber nicht getippten fünf Richtigen mit Zusatzzahl hat inzwischen seinen Kaffee ausgetrunken und fragt den Redakteur: „Haben Sie die Zahlen denn getippt?“ Hat er nicht. Er glaubt nicht daran, dass es Hellseher gibt…

Die ganze Geschichte auf www.2sechs3acht4.de

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Schlüsselwörter: Lotto | Jackpot | Wilhelmshaven | Hellseher | Super 12 | Spielfox | Strafantrag | versuchter Betrug
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