Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Gesundheit

China: H5N1 mutiert? 2.Ansteckungsfall von Mensch zu Mensch entdeckt?

internetfoto
internetfoto
Bereits das vierte Todesopfer durch die Vogelgrippe gibt es in China zu vermelden, und doch, China spielt das Problem herunter. Eine 31-jährige Frau aus der Region Xinjiang erlag am Freitag der Viruserkrankung, wie die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden berichtete. Ein zweijähriges Mädchen, das sich ebenfalls mit dem Virus infiziert hat, war den Behörden zufolge weiterhin in einem ernsten Zustand, aber nicht mehr in Lebensgefahr. In China starben somit seit Jahresanfang bereits ein 16-jähriger Junge, eine 19-Jährige sowie eine 27-jährige Frau an der Vogelgrippe vom Typ H5N1. Dieser Virustyp kann beim Kontakt mit infiziertem Geflügel übertragen werden.

China leugnet die Gefahr. Radio China International brachte zum Beispiel folgende Meldung unter dem Titel:

China schließt Ausbruch einer Vogelgrippen-Epidemie aus

„Der Leiter des chinesischen Kontrollzentrums für Grippekrankheiten, Shu Yuelong, erklärte am 19. Januar in Beijing, aufgrund der aktuellen Lage sei kein Ausbruch einer Vogelgrippen-Epidemie unter den Menschen zu erwarten. Einzelne Erkrankungsfälle hingegen könnten nicht ausgeschlossen werden. In der gegenwärtigen Jahreszeit würde die Vogelgrippe relativ häufig auftreten. Dies sei die Hauptursache für den neuesten Erkrankungsfall, so Shu Yuelong. Seit 2003 wurde die Vogelgrippe bei 33 Menschen in China diagnostiziert. 22 davon starben an der Krankheit.“

Vier tote Infizierte jedoch seit Jahresbeginn, das ist bedenklich, die Warnung ist zu milde und grenzt schon fast an Verleugnung einer Gefahr, die sehr ernst genommen werden sollte, zumal man sich eben nicht nur mehr an infiziertem Geflügel anstecken kann, denn in der Provinzhauptstadt Nanjing ist nach Aussage der Behörden nun bei einem Mann das Vogelgrippe-Virus H5N1 diagnostiziert worden, dessen Sohn wenige Tage zuvor an H5N1 verstorben ist. Es scheint als habe eine Übertragung von Mensch zu Mensch stattgefunden.

Möglicherweise ist nun also das Virus mutiert. Die WHO hatte bereits davor gewarnt, dass dies passieren könne, und dann sei auch unter Umständen mit einer weltweiten Epidemie zu rechnen.

China widerspricht sich in einem Satz, wenn der Sprecher des Gesundheitsministeriums "Mao Qun’an" dass es wahrscheinlich sein, dass sich der nun erkrankte Mann durch seinen eigenen Sohn angesteckt habe. "Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine Infektion durch engen Kontakt" sagte "Mao Qun’an" auf einer Pressekonferenz in Peking. Dennoch äußerte er sich weiter "Es (das Virus) hat keine biologische Fähigkeiten für die Mensch-zu-Mensch Übertragung."

Der Mann hat sich erholt hat aber zu kranken oder toten Vögeln keinen Kontakt gehabt, einzig der Umgang mit dem erkrankten Sohn sei Schuld am Ausbruch der Krankheit bei ihm gewesen.

Experten untersuchen inzwischen auch den Fall einer Frau und ihrer zweijährigen Tochter, die sich in Chang-sha (Zentralchina) in kurzem Abstand mit dem Erreger infiziert hatten. Sollte es wirklich nun zu einer Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch kommen, würde die Gefahr einer Epidemie sprunghaft ansteigen.

Die Vorbeugungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Vogelgrippe in China seien weiter verstärkt worden. Dies sagten Beamte der chinesischen Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit am vergangenen Dienstag in Beijing.

©denise-a. langner-urso

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: H5N1 | Vogelgrippe | WHO | China | Seuche
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
38,451,722 eindeutige Besuche