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Lokales: Lokale Nachrichten

Madagaskar: Von Eric und Fanele verwüstet

Der Tropensturm Eric und der Zyklon Fanele, sie haben über Madagaskar gewütet und obwohl die Zerstörungen gewaltig sind hat es vermutlich keine Toten gegeben. Eric stieg am 19. Januar an Land und zwar an der Ostküste mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 Km/h. Am folgenden Tag bereits wütete Fanele mit Geschwindigkeiten von über 240 Km/h, manche Windhosen erreichten sogar 260Km/h.

Von den 80.000 Einwohnern der Stadt Morondava verloren 64.000 das Dach über dem Kopf, die Dächer wurden weggeblasen, 9472 Häuser wurden total zerstört, sämtliche Kommunikationswege waren unterbrochen. 80% der Infrastruktur in der Stadt Morondava sind total zerstört worden. Es sollen 1000 ha von Reisfeldern völlig unter Wasser stehen. Es ist ein Glück, dass die offiziellen Berichte bisher nur von einem Verletzten sprechen.

Madagaskar ist berühmt für seine Artenvielfalt und wird jedes Jahr erneut von schweren Unwettern verwüstet. Wie üblich traf es auch dieses Mal wieder die Ärmsten der Armen. Eric zum Beispiel ging in Nosy Varika an der Südostküste Madagaskars an Land. Nur per Funk können die Bewohner die dort leben Kontakt nach außen aufnehmen. Es gibt kein Telefon, auch kein Mobilnetz.

madagascar,pixelio-lizenzfrei
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Es gibt nur Schotter-Pisten auf denen sich ein tiefes Schlagloch an das nächste reiht. In der Regenzeit braucht man gar nicht erst daran zu denken, über Land zu fahren. Die Menschen benutzen meist Boote oder Piroggen über den Pangalanes-Kanal. Nach so einem Unwetter bleibt den Menschen meist nichts und sie ernähren sich von Wurzeln um nicht zu verhungern.

Drei Viertel der rund 18 Millionen Madagassen müssen mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen und haben auch sonst nicht genug zu essen. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen liegt in Madagaskar bei rund 250 Dollar. Die Welthungerhilfe unterhält deshalb Stationen auf Madagaskar.

Nach UN-Angaben gehört die Insel zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Illegaler Holzschlag und Brandrodung dienen dem Überleben, denn mit Holz wird gekocht und geheizt. Aber auch Handel mit wertvollen Tropenhölzern wird illegal betrieben.

All das trägt zu den immer schwereren Schäden bei, die Stürme anrichten, denn ohne den Schutz der Bäume bricht sich das Unwetter mit voller Gewalt seinen Weg und kann sich auch kaum abschwächen.

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Zyklon | Hurrican | Tropensturm | Orkan | Tsunami
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