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Sport: Basketball

Die San Antonio Spurs gewinnen die NBA-Meisterschaft

Erstveröffentlichung: www.readers-editon.de Autor: Florian Lindemann

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gewannen die Spurs aus San Antonio zum dritten Mal nach 1999, 2003 und 2005 die Meisterschaft in der amerikanischen Basketballprofiliga NBA. Im Finale der diesjährigen Playoffs, in denen die besten 16 Mannschaften der regulären Saison gegen einander antreten, besiegten die Favoriten aus Texas die Cleveland Cavaliers.

Wie zuvor erwartet, setzten sich die Texaner ohne Probleme gegen die noch recht junge Mannschaft aus Cleveland durch, dessen Team eigentlich nur aus einem Superstar besteht: LeBron James. Auf den Schultern des erst 23-jährigen Basketballwunderkinds lagen die gesamten Hoffnungen derer, die mit den “Cavs” sympathisierten, als auch derer, die sich ein spannendes Finale erhofften.

Die Befürchtungen waren groß, dass die routinierten und seit Jahren erfolgreichen Spurs die junge Mannschaft der Cavaliers überrollen würde…

So hoffte man, dass der junge Heilsbringer, der 2003 an Nummer Eins gedraftet wurde, die Hoffnungen erfüllen würde und ähnliche Leistungen wie im Conference-Finale, in dem die Cavs den Titel um das beste Team im Osten mit den Detroit Pistons ausspielten, abrufen könne. Diese Serie, die wie alle Playoffrunden im Modus BestofSeven gespielt wurde, gewannen die Cavaliers recht überraschend. Vor allem dank einer unglaublichen Vorstellung von LeBron James, der in Spiel 5 48 Punkte erzielte und seine Mannschaft zum Conference-Titel im Osten führte. Durch seine überragenden Leistungen im Conference-Finale erhoffte sich die Basketballwelt ein spannendes Finale und manch euphorischer Fan hoffte vielleicht sogar auf die Riesenüberraschung.

Allerdings gab es keine Überraschung

Die Cavs aus Ohio gingen sang- und klanglos unter gegen eine Mannschaft aus San Antonio, die nicht immer ihren besten Basketball spielte, aber doch stets überliegen schien. Vor allem die konstanten Leistungen des späteren Finals-MVP, wertvollster Spieler des Finales, Tony Parker überforderte die Verteidigung der “Underdogs” aus Cleveland. Der unglaublich schnelle und wendige Franzose konnte die Defensive oft scheinbar spielerisch leicht überwinden und erzielte vorwiegend durch korbnahe Würfe und Korbleger leichte Punkte. In Bezug auf die Verteidigung von Tony Parker zeigte sich eine klare Schwäche der Mannschaft von Chefcoach Mike Brown. Dem Team fehlt ein echter Point Guard, der die Bälle verteilt und das Team steuert und lenkt. Zu dem könnte dieser vielleicht Spieler wie Tony Parker durch eine gute Verteidigung einschränken. Eine Mögliche Option für die Cavs im Sommer wäre die Verpflichtung von Chauncey Billups von den Detroit Pistions, allerdings dürfte ihnen hier für die nötige Geldmenge fehlen.

Insgesamt zeigt sicher aber einfach, dass San Antonio das bessere Team hat und die Cavs einfach noch nicht bereit sind für ihr erstes Finale

Die Mannschaft ist noch im Aufbau und ein James alleine kann keine Meisterschaften gewinnen. Der Finaleinzug ist eher auf den schwachen Osten der NBA zurückzuführen, so dass die Cavaliers mit etwas Glück auch mit dieser Mannschaft ins Finale einzogen.

Die Spurs sind ein funktionierendes Team, dass neben neben den “Großen Drei” (Tim Duncan, Manu Ginobili und Tony Parker) einen guten Rahmen von Spielern besitzt. So zum Beispiel der Verteidigungsspezialist Bruce Bowen, der LeBron James mit seiner Verteidigung teilweise komplett aus dem Spiel nahm oder Spieler wie Robert Horry, die jederzeit einen wichtigen Dreipunktewurf versenken können und Erfahrung aus vielen Spielzeiten besitzen.

Nicht zu vergessen ist die Leistung einer der besten Power Forwards aller Zeiten, Tim Duncan. Der dreimalige MVP zeigte bis auf Spiel 4 stets konstante Leistungen und spielte seine Routine und Erfahrung aus. Den Cavs gelang es nie den Forward unter Kontrolle zu bringen.

Und obwohl die Spurs nie ihren besten Basketball spielten, konnten die Cavaliers die schwachen Phasen ihrer Gegner nicht nutzen und verloren so trotz guter Möglichkeiten auch ihre Heimspiele Spiel 3 und 4.

Die Leistungen des jungen James zeigen, dass er der absolute Anführer dieser Mannschaft ist und auch deren Zukunft; allerdings zeigte der bisher so makellose Superstar im Finale recht ungewohnte Schwächen wie Nervosität und fehlende Spielintelligenz. So gab er in Spiel 3 in einer entscheidenden Phase den Ball ab, anstatt wie ein Führungsspieler selbst den Abschluss zu suchen. Auch die vielen Ballverluste und Fehlwürfe sind eher untypisch für ihn. Allerdings sind die mäßigen Leistungen von James auch oft die unglaublich starke Defensive der Texaner zurückzuführen.

Doch durch dieses Finale wird James reifen und noch stärker zurückkehren…

Denn auch Spieler wie Michael Jordan waren zuvor Jahre in der Liga bevor sie ihren ersten Titel gewinnen konnten. Die Leidtragenden dieses Lernprozesses waren die Fans, denn leider erfüllte das Finale 2007 nicht deren Erwartungen und war in vielen Teilen einem spannenden Finale wie in den Vorjahren nicht ebenbürtig.

Erstveröffentlichung bei "Readers Edition" Autor Florian Lindemann Grundlage für Zweitveröffentlichung Creative Commons-Lizenz

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Schlüsselwörter: NBA | Basketball
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