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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

WWF: bedachter Fischkonsum gegen Überfischung

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Fisch ist gesund und gehört auf jeden Speisezettel, und doch sollte man sehr bedacht wählen, was serviert wird, um die Überfischung der Meere nicht immer weiter zu forcieren. Zu den Fischen, die man mit gutem Gewissen verzehren kann gehören Seelachs, Hering, Forelle oder Zander. Schwertfisch, Hai, Rotbarsch und tropischen Shrimps hingegen sollte man tunlichst vermeiden, wenn man etwas für den Naturschutz, den Artenerhalt und die Meere tun möchte.

Der Verbraucher nämlich ist es, der über den Fischkauf auch die Menge dessen mitbestimmt, was angeboten wird, hier bestimmt noch immer die Nachfrage das Angebot. Auch kann man darüber entscheiden, aus welchem Fanggebiet man seinen Fisch kauft, denn es gibt inzwischen Gebiete die weit über das Normale hinaus befischt werden, und die geschont würden, würden Verbraucher denselben Fisch aus anderen Regionen bevorzugen.

Pazifischer Kabeljau ist eine gute Wahl wie Kabeljau aus der Nordost-Arktis. Hingegen rät der WWF vom Kauf ab, wenn der gleiche Fisch aus den überfischten Beständen in der Nordsee oder Ostsee stammt. Man sollte also auf das Fanggebiet genau achten und wenn die Herkunftsangabe fehlt, sollte man lieber auf Kabeljau verzichten.

Zur Orientierung gibt es das sogenannte MSC-Siegel, dieses steht für nachhaltige Meeresfischerei, bei der nicht mehr Fisch gefangen wird, als nachwächst. Heute sind bereits über 300 MSC-Produkte in deutschen Supermärkten erhältlich, und diese vorzuziehen wird vom WWF empfohlen.

Auch die Welternährungsorganisation FAO warnt wieder und wieder vor dem unbedachten Ausschlachten der Meere und ihrer Fischbestände. Nach ihren Angaben sind schon 77% der weltweiten Bestände überfischt, denn über 90 Millionen Tonnen Fisch sind es, die jährlich gefangen werden. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl an Tonnen illegalen Fischfangs und eine unglaubliche Menge an unerwünschtem Beifang von Meeresfrüchten und Fischen, die verenden, weil sie sterbend oder tot zurück ins Meer geworfen werden. In der Nordsee alleine erreicht die Menge inzwischen schätzungsweise 1 Million Tonnen im Jahr.

Zitat WWF:“Leider bietet auch die weltweit boomende Aquakultur häufig keine umweltfreundliche Alternative, berichtet der WWF. So sollte man zum Beispiel auf chilenischen Lachs verzichten. Für diese Zuchten würden ganze Küstenstriche zerstört. Hingegen könne man Bio-Lachs aus Irland, Schottland oder Norwegen ohne Reue genießen. Verbraucher sollten beim Kauf von Zuchtfisch auf das Naturland- oder das Bioland-Label achten.“ Denn Meerestiere sind kein Müll und der Beifang von heute stiehlt uns die Nahrung von morgen.

Einen naturschützenden Einkaufsratgeber für den nächsten unbeschwerten Fischgenuss gibt es vom WWF unter :

http://www.wwf.de...09_web.pdf

Man kann ihn aber auch gegen Einsendung eines mit 55 Cent frankierten Rückumschlages per Post anfordern.

Anschrift: WWF, Infoservice, Rebstöcker Str. 55, 60326 Frankfurt.

©denise-a. langner-urso

Quellen: presseinfos und mitteilungen wwf

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Schlüsselwörter: Überfischung | WWF | Nordsee | Meeresfrüchte | Umweltschutz
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