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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

WWF Proteste in Berlin

Landwirtschaft mitschuldig am Klimawandel

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Die Landwirtschaft ist mit Schuld am Klimawandel, denn sie erzeugt nicht unbedeutende Mengen an schädlichen Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas.

Alleine in der Bundesrepublik ist die Landwirtschaft für 6% aller Treibhausgase verantwortlich und in Europa liegt der Wert mit 9% noch um einiges höher.

Methan und Lachgas sind Klimakiller Nummer eins und um ein Vielfaches umweltschädlicher als zum Beispiel CO2. Eine Tonne Methan entspricht in ihrer klimaschädlichen Wirkung 21 Tonnen Kohlendioxid und bei Lachgas ist der Schädlichkeitswert sogar 310mal so hoch.

Rinder und Schafe sind die Produzenten, die für den Methanausstoß verantwortlich sind und Lachgas entsteht dann, wenn die Landwirte in ihre Böden stickstoffhaltige Düngemittel einbringen.

Aber auch Pestizide, die teilweise in der Obstproduktion eingesetzt werden gehören zu den verwendeten Klimakillern.

Der WWF Agrarexperte Matthias Meißner fordert deshalb, auch die Landwirte müssten durch eine neue Gesetzgebung nötigenfalls zum Umweltschutz gezwungen werden, oder finanzielle Anreize erhalten um umweltfreundlicher und klimaschonender zu arbeiten als bisher. Alleine die Lagerung von Gülle und Mist in geschlossenen Behältnissen könnten schon zu einer Verbesserung beitragen. Beide Abfallprodukte sollten zudem in Biogasanlagen verarbeitet werden. Wie bei Kraftfahrzeugen bereits üblich schlägt der WWF vor, auch der Landwirtschaft eine Schadstoffsteuer in Form einer Stickstoff-Steuer abzuverlangen.

Dabei lässt sich mit Gülle und Mist nicht nur Energie gewinnen, die bei der Umwandlung entstehenden Gärsubstrate sind erstklassiger Dünger mit hohem Ammoniumgehalt. Ammonium ist im Boden stabiler als Nitrat und steht Pflanzen länger zur Verfügung. Nitratauswaschungen in die Gewässer und Lachgasemissionen könnten durch die vermehrte Verarbeitung in Biogasanlagen deutlich gesenkt werden.

Um auf die Probleme hinzuweisen hat deshalb der WWF zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin mit einer überdimensionalen Kuh protestiert und ein Umdenken in der Landwirtschaft gefordert. WWF-Aktivisten, die als Gemüse verkleidet waren verteilten vor dem Eingang Luftballons mit der Aufschrift „Landwirtschaft klimafreundlich machen!“

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: WWF | Grüne Woche | Tierschutz | Artenschutz | Umweltschutz
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