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Politik: Welt

Präsidentenrede Teil 1-Innenpolitik

barack obama somewhere
barack obama somewhere
Die Amtsantrittsrede des neu vereidigten Präsidenten, sie hielt all das, was man sich von ihr versprochen hatte. Im ersten Teil seiner Rede schwört Barack Obama erneut die Menschen Amerikas auf die schweren zeiten ein, die ihnen bevorstehen. Er redet von einem Wir. Er nennt keine Namen und keine Schuldigen aber die Hinweise, sie wurden verstanden, und wer die Reaktionen Bushs gesehen hat, der bemerkte, wie unwohl sich der Ex-Präsident bei dieser Rede fühlte.

Der Präsident verwies auf die Geschichte und die Leistungen all derer die Amerika mühsam zu dem gemacht haben, was es ist. Er ehrte sie und stellte ihre Leistung in den Vordergrund als Beispiel für das was möglich war und möglich ist in diesem Land der unbegrenzten möglichkeiten. Er stellte den Menschen nochmals seinen Weg vor, der wohl auch ein grünerer sein wird. Er rief die Menschen auf so tatkräftig anzupacken, wie sie ihn ins Weiße Haus getragen haben, mit der Energie, die auch ihren Vorfahren innewohnte.

Er sprach von gemeinsamer Arbeit, von dem Zusammenhalt,von dem Gemeinsinn, den Amerikaner sich zu Eigen machen, wenn sie in eine Krise rutschen. Er verurteilte aber auch jene, die bedingungslos Krisen nutzen und nur an sich denken. Barack Obama sprach auch von Gier und Machtmißbrauch.

Die Menschen, sie scheinen verstanden zu haben, und vorerst werden sie ihm enthusiastisch folgen auf dem Pfad des Wandels.

Vorangegangen war die Vereidigung. Inzwischen wissen wir auch, es war der Richter, der Barack obama aus dem Konzept brachte, als er die 45 Worte des Eides zweimal kurz nacheinander durcheinander brachte, etwas was nur auffiel, wenn man sie auswendig konnte. Man sah auch im Nachhinein betrachtet das verschmitzte Lächeln Michelles und verstand die Verwirrung Obamas. Auch er lächelte, und es gehört schon eine Portion Selbstbeherrschung dazu, wenn soetwas zweimal in Folge passiert nicht zu lachen, und das neue Präsidentenpaar, es war vermutlich kurz davor.

Bemerkenswert auch die Bilder als der Präsident seinen Vorgänger zum Hubschrauber brachte. Nachträglich konnte man beobachten, dass der Altpräsident winkte während Obama bereits ohne sich umzudrehen wieder in das Gebäude zurückkehrte. Auch bemerkenswert, wie lange CNN den Hubschrauber beobachtete und schließlich über die Ankunft der Bushs in Texas berichtete, fast so als wolle man sicher gehen, er käme nicht doch noch einmal zurück, froh ihn endlich in Texas zu wissen.

Im Anschluß an die Vereidigung begab sich das Paar auf die 1,7 Meilen kurze Fahrt zur Parade und die Sicherheitskräfte sie waren vermutlich nicht gerade erfreut, dass sowohl das Präsidentenpaar als auch das Vizepräsidentenpaar längere Wege der Strecke und noch dazu gleichzeitig abschritten. Aber das zeugt eben auch wieder von der öffentlichen Lebensgestaltung dieser ungewöhnlichen Menschen.

Teil 1 der Amtsantrittsrede- Innenpolitik

Liebe MitbürgerInnen Ich stehe hier heute vor Ihnen, demütig angesichts der Aufgaben die vor uns liegen, dankbar für das Vertrauen dass Sie mir entgegenbringen, mir der Verantwortung bewusst die durch die Opfer unserer Vorfahren uns hinterlassen wurde. Ich danke Präsident Bush für die Dienste an unserer Nation und für seine Großzügigkeit und Zusammenarbeit während der Übergangszeit.

44 Amerikanische Bürger haben den Amtseid abgelegt. Diese Worte wurden in Hochzeiten des Wohlstandes und in Friedenszeiten gesprochen. Immer wieder wurden sie auch gesprochen, wenn sich dunkle Wolken am Himmel zusammenbrauten und Unwetter aufzogen. In all diesen Zeiten hat Amerika weiterbestanden, nicht, weil es selbst oder seine Führer im hohen Haus eine besondere Fähigkeit oder Visionen hatten, sondern weil wir, die einfachen Menschen Vertrauen in die Ideale unserer Vorfahren und in unsere Gründungsurkunde hatten. So war es. So muss es auch für unsere Generation sein.

Wir wissen genau, dass wir uns mitten in einer Krise befinden. Unsere Nation befindet sich in einem Krieg, gegen ein gewaltiges Netzwerk aus Gewalt und Hass. Unsere Wirtschaft ist in Folge von Habgier und der Unverantwortlichkeit weniger sehr schwach, aber es ist auch unser kollektives Fehlverhalten, das zu harten Einschnitten führt um die Nation auf ein neues Zeitalter vorzubereiten. Eigentum wurde vernichtet; Arbeitsplätze gingen verloren; Unternehmen brachen zusammen. Unser Gesundheitssystem ist zu teuer; An unseren Schulen versagen zu viele; jeder Tag ist ein neuer Beweis dafür, dass der Weg wie wir mit Energie umgehen unsere Gegner stärkt und den Planeten schädigt.

Die Beweise der Krise sind Daten und Statistiken. Weniger zu messen aber genauso belegt ist der Vertrauensverlust der sich über das ganze Land hinweg zeigt, eine nagende Angst, dass Amerikas Abstieg unumkehrbar sein könnte und dass die nächste Generation ihre Ziele zurückschrauben muss.

Ich sage Ihnen heute, dass es wirkliche Herausforderungen gibt, denen wir gegenüberstehen. Sie sind groß und gewaltig. Sie werden nicht leicht und in kurzer Zeit zu bewältigen sein. Aber wisse, Amerika, wir werden sie anpacken.

Heute haben wir uns zusammengefunden, weil wir die Hoffnung über unsere Ängste stellen, weil unser Ziel Zusammenhalt anstatt Konflikt und Zwietracht ist.

Heute sind wir zusammengekommen um das Ende von kleinkariertem Gejammer und falschen Versprechungen zu verkünden, die gegenseitigen Beschuldigungen und veralteten Lehrmeinungen zu beenden, die viel zu lange unsere Politik beherrscht haben.

Wir bleiben eine junge Nation, aber um es mit den Worten der Bibel zu sagen, es wird Zeit Erwachsen zu werden. Es ist an der Zeit, uns auf unsere Ideale zu besinnen - und den Lauf der Geschichte zu bestimmen, um das wunderbare Geschenk, diese großartige Idee weiterzutragen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde: das durch Gott gegebene Versprechen, dass alle Menschen gleich sind, frei sind - und ein Recht auf Glück haben.

Indem wir uns die Größe unserer Nation wieder vor Augen führen, verstehen wir, dass diese Größe keine Selbstverständlichkeit ist. Man muss sie sich verdienen. Unsere Reise ist nie eine leichte gewesen auf der wir uns mit dem Geringsten zufrieden gaben. Es war niemals ein Weg zögernder Menschen - oder einer für solche, die Müßiggang harter Arbeit vorzogen oder derer die nach Ruhm und Reichtum strebten. Im Gegenteil, wir sind immer Risiken eingegangen, waren Macher und Erfinder. Manche wurden gefeiert, aber viele andere haben wieder und wieder ihre Arbeit hinterfragt und uns dadurch auf dem steinigen Pfad vorangebracht, der Wohlstand und Freiheit bedeutet.

Für uns haben sie ihre wenigen weltlichen Habseligkeiten gepackt und sind auf der Suche nach einer neuen Heimat über den Ozean gefahren, auf der Suche nach einer besseren Zukunft.

Für uns haben sie in Tretmühlen geschuftet und den Westen erobert; sie ertrugen die Schmerzen der Peitsche und bewirtschafteten karge Böden.

Für uns haben sie gekämpft, für uns sind sie gestorben - an Orten wie Concord oder Gettysburg; in der Normandie oder Khe Sahn.

Immer wieder haben diese Männer und Frauen Opfer gebracht und geschuftet, bis ihre Hände blutig waren - damit wir einmal ein besseres Leben würden führen konnten. Für sie war Amerika immer größer als die Summe einzelner Schicksale; größer als alle Unterschiede die Geburt, Abstammung oder Gruppe.

Das ist die Reise, die wir heute fortsetzen. Wir bleiben die reichste, mächtigste Nation der Welt. Unsere Arbeiter sind nicht weniger produktiv als an dem Tag, an dem diese Krise begann. Wir sind nicht weniger erfinderisch, unsere Güter und Dienstleistungen werden nicht weniger nachgefragt als noch vor einer Woche oder einem Monat oder im vergangenen Jahr. Unser Leistungsvermögen ist ungebrochen. Aber die Zeit, da wir gewisse Interessen geschützt und schwierige Entscheidungen aufgeschoben haben - diese Zeit ist endgültig vorbei. Von heute an reißen wir uns zusammen, klopfen uns den Staub von den Kleidern und machen uns daran, Amerika aufs Neue zu erbauen.

Überall wo wir hinschauen, ist Arbeit zu erledigen. Der Zustand unserer Wirtschaft fordert sofortiges, mutiges Handeln - und wir werden handeln, nicht allein um neue Jobs zu schaffen, sondern um einen Grundstein für neues Wachstum zu legen. Wir werden Straßen und Brücken bauen, Stromleitungen und Kabel verlegen, denn davon lebt unsere Wirtschaft und das ist es, was uns verbindet. Wir werden der Wissenschaft wieder die Position verschaffen, die ihr zusteht, und durch die Kraft des technologischen Fortschritts werden wir die Qualität unseres Gesundheitssystems verbessern um seine Kosten zu senken. Wir werden die Sonne, den Wind und die Erde benutzen, um unsere Autos fahren zu lassen und unsere Fabriken zu betreiben. Und wir werden unsere Schulen und Universitäten so reformieren, dass sie den Anforderungen der neuen Zeit genügen. Dies alles können wir tun. Und all dies werden wir tun.

Jetzt zweifeln manche wegen der großen Ausmaße unseres Vorhabens - und sie behaupten, dass wir nicht bereit sind, so viele Pläne zur gleichen Zeit zu bewältigen. Sie haben ein kurzes Gedächtnis. Sie vergessen, was diese Nation bereits geleistet hat; wozu freie Männer und Frauen in der Lage sind, wenn Träume mit einem gemeinsamen Ziel verbunden sind - und was Wille und Mut, in ihnen hervorrufen können.

©übersetzung für onlinezeitung24- denise-a.langner-urso

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Schlüsselwörter: Amtseinführung | Amtseid | Vereidigung | Barack Obama | Rede
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