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Ecuador, 20.Januar: Proteste gegen neues Bergbaugesetz

National Confederation of Indigenous Nations
National Confederation of Indigenous Nations
Während die Welt die Amtseinführung Barack Obamas feiert ziehen am selben Tag die Menschen durch Ecuador und protestieren, unbemerkt von den anderweitig interessierten Medien und unbemerkt von der Weltöffentlichkeit. Ein Ereignis, das ebenfalls unsere Aufmerksamkeit verdient.

Die Ureinwohner Ecuadors haben zu einem Nationalen Protestmarsch nach Verabschiedung des gerade beschlossenen neuen Bergbaugesetzes aufgerufen. Die Protestmärsche werden von der größten Organisation der Ureinwohner des Landes angeführt, die bisher die Regierung Comerra immer unterstützt haben, der National Confederation of Indigenous Nations (CONAIE). Die Organisation befürchtet große Umweltschäden und auch eine Einschränkung der Souveränität der Ureinwohner und damit auch ihrer Rechte, denn über das Gesetzt sei nicht ausreichend und ausführlich beraten worden. Comerra muss allerdings dem Gesetz noch zustimmen. Bereits im Vorfeld der Beratungen des Parlamentes war es im Süden des Land zu Demonstrationen und Straßensperren gekommen.

Zuletzt hatte es solche Massenproteste im Jahr 2005 gegen den damaligen Präsidenten Lucio Gutiérrez gegeben, der danach zurücktreten mußte. Comerra hatte zuletzt die National Confederation of Indigenous Nations (CONAIE) als “ein intelligentes und gerissenes politisches Tier” bezeichnet und nicht mehr ernst genommen. Bisher hatte er hingegen stets behauptet die Organisation anführen zu wollen um ihre Souveränität nach vorn zu bringen.

Die Meinungen der Bürger sind in Blogs und Foren nachzulesen und gehen eindeutig in eine Richtung, nämlich es den Kommunalverwaltungen überlassen, ob Bergbau in der jeweiligen geografischen Region genehmigt wird oder nicht und die jeweilige Abstimmung darüber den Gemeinden selbst zu überlassen, in jedem Falle jedoch dürfe sie ihnen nicht aufgezwungen werden. Die größte Befürchtung ist, das Grundwasser könne verseucht werden, womit die Trinkwasserversorgung in den entsprechenden Gebieten gefährdet werden könnte.

Eine regierungsfreundliche Zeitung El Botulista Independiente hingegen kommentiert das Problem eher zynisch indem sie schreibt: Gold- und Kupfervorkommen werden dem Staat mehr als eine Milliarde Dollar einbringen. Dadurch käme das Land zu solch großen Einnahmen, dass es ja bereits die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem französischen Unternehmen Evian plane um in Flaschen abgefülltes Wasser zu importieren und somit sei die sichere Versorgung mit Wasser für die Menschen und die Landwirtschaft gesichert.- Welch ein Hohn!

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Ecuador | Umweltschutz | Raubbau | Naturschutz
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