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Politik: Welt

Guinea- Tod eines Diktators

Lansana Conte, der Diktator, der Guinea 24 Jahre lang regierte ist im Dezember 2008 verstorben. Der Diktator wurde vermutlich 74 Jahre alt, aber sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Nur wenige Stunden nach seinem Tod übernahm das Militär die Macht. Radio- und Fernsehstationen wurden besetzt. Das Militär meldete, es wolle der Korruption im Land ein Ende bereiten und man habe vor innerhalb von zwei Jahren demokratische Wahlen abzuhalten. General Mamadouba Toto Camara, der Anführer sagte, man hoffe auf die Hilfe der Weltbank um all das verwirklichen zu können. Unklar hingegen ist, welche Macht dieses Übergangssystem wirklich hat. Premierminister,Ahmed Tidiane Souaré, lies gleichzeitig verlauten, der Putschversuch sei Idiotie und die Zivilregierung bliebe im Amt.

Allerdings wurden die Gerichte, die Regierung und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Gewerkschaftsaktivitäten wurden verboten. Eigentlich hätten 60 Tage später Neuwahlen stattfinden müssen. Die EU und die Vereinigten Staaten ließen verkünden, den Putsch zu verurteilen. Der verstorbene Präsident war ein treuer Verbündeter der USA und Frankreichs.

http://www.voanews.com
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Am 30 Dezember schließlich wurde Cabina Camara zum neuen Premier erklärt. Er ist Direktor von Afrikas Import-Export Bank in Kairo gewesen und auch Guineas Central Bank geleitet. 2007 hatten ihn die Arbeiterführer nach Protesten zum Anführer ihrer geplanten Gegenregierung ernannt. Camara hat um internationale Unterstützung gebeten und wird selbst von allen Staatsführern westafrikanischer Staaten unterstützt. Er hat Gespräche aufgenommen und der französische Botschafter in Guinea, Jean-Michel Berrit, hat die Forderung der EU wiederholt, so schnell wie möglich eine friedliche Lösung und Reform herbeizuführen. Auch sprach er die Forderung der EU nach schnellen Neuwahlen spätestens Anfang 2010 aus, wobei die Wahlen beobachtet werden und transparent verlaufen sollten.

Zwar wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts im Land ein Mehrparteiensystem eingeführt, aber die Wahlen waren niemals transparent und frei schon gar nicht.

Guinea selbst hat reiche Bodenschätze wie Gold, Diamanten, Aluminium und Bauxit, und dennoch, die Menschen sind bitterarm. Das durchschnittliche pro Kopf Jahreseinkommen beträgt 400 Dollar, wodurch Guinea zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Die Lebenserwartung der Menschen ist eine der niedrigsten in der Welt und liegt gerade bei 42 Jahren. In den 24 Jahren regierte der Diktator, der sich selbst 1984 an die Macht geputscht hatte, mit harter Hand und ließ jeden Putschversuch gewaltsam niederschlagen.

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Guinea | Putsch | Staatsstreich | freie Wahlen
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