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Politik: Welt

Peru: schwere Menschenrechtsverletzungen mit Todesfolge- Polizei foltert auch Journalisten

internetblog folteropfer
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Menschen, die in Peru sich für Menschenrechte einsetzen oder gegen etwas protestieren setzen sich immer wieder der Gefahr aus in die Hände einer brutalen Staatsmacht zu geraten, die dann jedes Mittel nutzt um sie brutalst-möglich zum Schweigen zu bringen.

Peru ist der Staat der in Südamerika das größte Wirtschaftswachstum überhaupt vorweisen kann und dessen Präsident sich vollständig einer neoliberalen Wirtschaftspolitik verschrieben hat.

Was allerdings jetzt die Tageszeitung La República in Lima zum Jahresbeginn abdruckte erschütterte zuerst das gesamte Land und selbst den Staatspräsidenten. Perus Premier Yehude Simon wies die Polizei jetzt erst nach Veröffentlichung der Fotos an, die Vorgänge genauestens zu untersuchen, die bis dato verschleppt wurden. Zwar hatte die Gruppe Anzeige erstattet, jedoch hatte der Staatsanwalt seinerzeit nur gegen die Gruppe selbst nach Anzeige durch die Minenbesitzer ermittelt und zwar wegen Hausfriedensbruch. Der Staatsanwalt wurde kurz danach entlassen, denn über einen langen Zeitraum hatte er Schmiergelder eben auch von den Minenbesitzern erhalten. Der Fall wurde danach nicht weiter verfolgt, bis jetzt die Koordinationsstelle für Menschenrechte in Lima die Fotobeweise auftrieb und sie der Zeitung «La República» übergab.

Es geht um Vorgänge an einer Kupfermine im Norden Perus, wo Gegner und Journalisten über 3 Tage lang von Sicherheitskräften und der örtlichen Polizei gefoltert wurden. Die Zeitung druckt dazu Fotos ab, die ihr zugespielt wurden. Es sind Bilder, die bei der Mine Rio Blanco in Piura, nahe der peruanisch-ecuadorianischen Landesgrenze entstanden und sie erinnern an die Fotos aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis im Irak. Die Mine wurde 2007 von ihren Britischen Besitzern, der Monterrico Metalls an die chinesische Zijin Mining Group verkauft.

Die Vorgänge um die es jetzt geht allerdings fanden bereits 2005 statt, als die Mine noch britische Eigentümer hatte und Majaz Mining hieß.

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Eine Gruppe von Protestanten und Journalisten hatte sich im Juni 2005 aufgemacht um friedlich gegen das Bauprojekt der neuen Mine zu protestieren und wurde nicht freundlich und wie versprochen von den Besitzern zu einem friedlichen Dialog sondern von hunderten Sicherheitskräften empfangen und verschleppt. 29 Menschen unter ihnen zwei Frauen und der Journalist Julio Vázquez Calle wurden dort sofort verhaftet und in ein gesondertes Lager verbracht.

Alle Mitglieder wurden später von Ärzten auf die Folterspuren hin untersucht, und alle wurden bestens dokumentiert. Der Journalist kam während des 3 tägigen Folterprozesses ums Leben. Er wurde getrennt von den anderen auf einer Polizeistation untergebracht, seine Leiche fand man später in einem Plastiksack, er war nach brutaler Folter an einer Schussverletzung gestorben.

Meist protestieren ansässige Bauern gegen solche Minen, weil die Minen sehr viel Wasser benötigen, dass dann für die Bewässerung des Ackerlandes fehlt, Zuchttiere können nicht mehr getränkt werden, und die Gifte die mit den Abwässern wieder entsorgt werden verseuchen Boden und Trinkwasser zugleich.

Die Vetternwirtschaft zwischen dem Staat und den Bergbauunternehmen ist eine Tatsache: Dekrete des Staatspräsidenten ermächtigen die Sicherheitsdienste der Minen, mit Rechtsimmunität Schusswaffen gegen Protestierende einzusetzen.

Die Indios wehren sich bisher friedlich, fordern jedoch Abstimmungen über solche Projekte. Die Industrie hingegen verklagt Mitglieder von Bürgeraktionen immer öfter wegen «Bildung terroristischer Vereinigungen» oder wegen angeblicher Delikte an, die in Peru exemplarische Strafen nach sich ziehen. Es gibt 2000 dokumentierter Fälle von Rechtsverdrehung, bisher ohne Urteile. Aber die Minen erreichen, dass kritische Aktivisten außer Gefecht werden und für lange Zeit in Untersuchungshaft wandern.

Amnesty International wirft immer wieder Peru schwerste Menschenrechtsverletzungen vor und nennt auf seinen Seiten dafür haarsträubende Beispiele.

©denise-a. langner-urso

Quellen:

http://www.larepu...n-justicia

http://www.larepu...s-de-majaz

http://www.amnest...ext%2fhtml

http://www.amnest...eport-2008

http://www.communitymining.org /pdf/THE%20TRUE%20FACTS%20ABOUT%20MINERA%20MAJAZ%20S.A.pdf

http://www.busine...ricoMetals

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Schlüsselwörter: Peru | Folter | Amnesty International | Menschenrechte | Indios | La Republika Peru
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