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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Chinesische Geschäfte in Namibia

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China hat ein Problem. China braucht dringend Ressourcen, denn es wächst nach wie vor und sein Hunger nach weiterem Wachstum scheint unstillbar.

Viele dieser geschäftlichen Geschäfte starten von Windhoek aus und der Präsident Namibias, Hifikepunye Pohamba, sieht das gelassen, denn er verspricht sich davon für beide Länder einen Aufschwung. Aber es gibt auch Kritik, denn mancher befürchtet, es könne zu einseitig profitiert und unter Umständen auch von chinesischer Seite aus ausgebeutet werden, was verständlich ist, wenn man sich nur etwas mit den Gepflogenheiten in chinesischen Fabriken beschäftigt hat.

Die Angst scheint berechtigt, wenn man einmal das Ungleichgewicht der Waren, die inzwischen beidseitig ausgetauscht werden berücksichtigt. Während China überwiegend billig hergestellte Kleidung liefert, so liefert im Gegenzug Namibia an China Gold, Mineralien und Fisch. Es ist offensichtlich, wer dabei bessere Deals macht und davon mehr profitiert, nämlich eben China. Es ist also wirklich zu bezweifeln, ob Namibia daraus ebenso ein Wachstum erzielen kann, wie der einer Schlange ähnlichen Partner.

Chinesisches Engagement in Afrika ist hingegen länger bekannt, nämlich seit 1970 und 1980. Zu dieser Zeit nämlich kämpfte die SWAPO- die Südwestafrikanische Volksorganisation als Befreiungsbewegung für Freiheit von Süd-Afrika. Heute ist die SWAPO eine Partei, die im Parlament über eine 75%ige absolute Mehrheit verfügt. Zur Zeit der Freiheitskämpfe unterstützte China die Organisation mit Waffen und Geldmitteln.

Auch anderes wird vermutet, nämlich das China nun auf die Rückzahlung alter Verbindlichkeiten pocht. Wie anders soll man es sich sonst erklären, das Namibia, das selbst gerade etwas über 2 Millionen Einwohner hat inzwischen mehr als 20.000 Arbeitsgenehmigungen an chinesische Gastarbeiter hat ausstellen lassen; eine Zahl die so von Namibias Innenministerium beziffert wird. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Namibia selbst eine Arbeitslosenquote von über 40% hat.

Namibia zahlt derweil einen sehr hohen Preis für seine intensiven Geschäftsbeziehungen zu China, denn China unterbietet jeden anderen Anbieter bei öffentlichen Ausschreibungen stets um mehr als 30% der in Namibia üblichen Marktpreise. Die Vorgehensweise Chinas führt somit dazu, dass mehr und mehr einheimische Betriebe keine Aufträge mehr erhalten und die Arbeitslosigkeit der Namibianer unverhältnismäßig schnell weiter ansteigt. Andererseits kann man das Vorgehen mit Zustimmung des Präsidenten auch als Vetternwirtschaft und Korruption bezeichnen.

Namibia verkauft sein Land an eine Heuschrecke, und es ist besorgniserregend, wenn man bedenkt, welche Zahl an Wirtschaftsflüchtlingen hier künstlich erzwungen werden in einem ohnehin bitterarmen Land.

©denise-a. langner-urso

Quellen: Wikipedia, Atlantic Community,

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Schlüsselwörter: China | Namibia | Windhoek | Reise
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