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The Hill of Shame- Ultrarechte Israelis als Kriegstouristen


Was sind das für Menschen, die sich freuen, wenn andere sterben? Was sind das für Menschen, die wie Touristen sich auf eine Anhöhe begeben um einen Krieg quasi aus der ersten Reihe beobachten zu können, die Bombeneinschläge bejubeln als sei es ein eigens für sie gezündetes Feuerwerk.

Was sind das für Menschen, die sich so verhalten. Sind das überhaupt menschliche Wesen, die da dem Sterben in Gaza zu klatschen und es bejubeln, während ein paar Kilometer weiter Kinder sterben? Und was mag dazu wohl ihr Gott sagen, würde er ein solches verhalten billigen, solche Häme?

Täglich beobachten dies die Journalisten, die von dieser Erhebung aus über den Krieg in Gaza berichten. Diese Journalisten, sie haben einen schweren Stand, denn oft werden sie beschimpft, ja ein ultraorthodoxer Fan hat so getan als spucke er vor ihnen aus. Den Israelis gefällt nämlich nicht die Berichterstattung der Presse, sie würden sie beeinflussen, wenn sie das könnten, vielleicht sogar ganz unterbinden.

Sie machen sich lächerlich über das Sterben in Gaza und tun dies teilweise sogar verkleidet als seien sie auf einer Sitzung eines Karnevalverbandes. Sie johlen und freuen sich über jeden Bombentreffer.

Es wäre eigentlich Aufgabe der Israelischen Polizei, diesen Berg nun abzusperren, denn das Bild, das diese ultraorthodoxen Israelis abliefern ist verheerend für ganz Israel und stachelt natürlich auch Menschen arabischer Herkunft auf, Es ist ein Bild absoluten Hasses, eines Hasses, der auch Schuld trägt an dem, wie die Menschen der Region miteinander umgehen, ein Hass, der nicht zum Frieden beiträgt sondern Kriege auslösen kann, und der zeigt, wie schwer es sein wird in dieser Region der Welt zu einem Miteinander zu finden, zu zwei existierenden Staaten, die friedlich nebeneinander existieren.

In Israel leben heute sehr viele Menschen arabischer Herkunft, denen es nicht gefallen dürfte, wenn Journalisten über Rufe wie „Muslime raus aus Israel“ berichten. Auch müssen sich Journalisten wohl nicht verbal beleidigen lassen, wenn sie von dort berichten möchten, wie dies einem türkischen Berichterstatter geschah, als die menge jeweils wenn er mit seinem Bericht starten wollte skandiert haben soll:“ Türke geh nach Hause!“

Es ist die Aufgabe, ja es gehört sich seitens Israel für die Sicherheit der Berichterstatter zu sorgen, ebenso wie Israel eigentlich Berichterstatter direkt im Gazastreifen zulassen sollte, denn Israel verletzt ein Grundrecht, das Grundrecht der Pressefreiheit.

Israel verletzt ohnehin inzwischen jedwede Grenze des Anstandes, wenn es bekannte Gebäude von Hilfsorganisationen angreift und so die Vereinten Nationen zwingt ihre Arbeit einzustellen. Israel verletzt damit auch die Würde jener Menschen, die für Hilfslieferungen spenden, wenn diese bei Angriffen zerstört werden. Die Menschen von Gaza sind darauf angewiesen, und Israel muss sich eigentlich schämen und sollte sich wünschen, niemals in eine Situation zu kommen, in der seine Bevölkerung Hilfe braucht, die nicht verfügbar gemacht werden kann, weil sie mutwillig zerstört wird.

Israel tut das, was Menschen oft tun, wenn es um Unfälle geht. Es kommt durch Behinderungen von Schaulustigen, die wertvolle Hilfe rechtzeitig verhindern kann. Israel verliert Ansehen und Würde, etwas was sich dieses Land nun wirklich nicht erlauben sollte, das die Welt bisher unterstützt und dessen Sicherheit die Welt immer garantiert hat. Israel schlägt all jenen ins Gesicht, die ihnen zu einem Staat verholfen haben, es tritt auch jene mit Füßen, die ihre Großeltern einst in vielen Ländern versteckten und dabei selbst ihr Leben riskierten.

Israel beschädigt das Vermächtnis von Anne Frank und auch das was Menschen wie Schindler für seine Vorfahren getan haben. Israel muss zurückfinden auf einen Weg, über den es seine Glaubwürdigkeit wiederherstellt in den Augen der Welt. Israel muss alles dafür tun, damit das was ihm an Gutem getan wurde wenigstens sich für jene die es taten als richtig und gut in Erinnerung bleibt. Es wird Zeit, dass Israel nun endlich begreift, dass nicht jeder ein Feind ist, nur weil er wie ein Journalist auf sein Recht pocht, Israel muss erkennen, wie sehr es sich selbst derzeit schadet, wenn es nicht wenigstens ein Mindestmaß an Recht, Gesetz und Würde respektiert.

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Israel | Naher Osten | Ägypten | Touristen | Reporter
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