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Politik: Politische Meinung

Gaza-was Brüder und Schwestern wert sind

Koran
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Seit nunmehr drei Wochen tobt der Krieg in Gaza und in der arabischen Welt kommt es zu wütenden Protesten. Nicht etwa gegen die Hamas sondern gegen Israel. Nicht etwa gegen den Krieg im Allgemeinen oder gegen beide Kriegsparteien, nein die Proteste befürworten eher die Hamas und ihr vorgehen, ja sie stacheln an und unterstützen. Begründet werden all diese Proteste mit dem gemeinsamen Kampf weil angeblich es um Brüder und Schwestern geht. Einfluss könnten sie nehmen diese Protestler, auf die Hamas, auf die Reaktionen ihrer eigenen Regierungen, ja sie könnten entscheidend durch ihre Proteste zu einem schnellen Waffenstillstand beitragen und sie tun es dennoch nicht.

Regierungen kommen dadurch unter druck, denn sie müssen befürchten, dass sprächen sie gegen die Hamas sich der Zorn ebenfalls gegen sie richten würde, und so schweigen sie entweder ganz oder geben das wieder, was die Protestanten ihnen aufzwingen.

Warum ist das aber so, wenn doch täglich Brüder und Schwestern leiden, verletzt werden und sterben? Nun, was in den Freitagsgebeten in den Moscheen gepredigt wird, das wissen wir nicht, und ob dort nicht die Hamas als im Recht befindlich unterstützt wird auch nicht.

Und dennoch wäre es Pflicht in Freitagsgebeten Menschen dazu zu bewegen, gegen den Krieg überhaupt und einmal neutral zu protestieren, auch vielleicht einmal die Hamas zum Einlenken aufzurufen, denn diese setzt ihren Kampf ja schon deshalb fort, weil sie sich der Unterstützung so vieler gewiss ist.

Hinzu kommt ein zweites Problem, nämlich dass, das eben ein Frauenleben weniger wert ist als das eines Mannes, der den Kampf gegen Ungläubige führt, womit vermutlich auch in den Moscheen subtil gearbeitet wird. Auch, wenn eigentlich Ungläubige ja durch Überzeugung und nicht Gewalt bekehrt werden sollen.

Es geht also eher um Brüder als um Schwestern, denn weinende Frauen sieht man vermutlich nicht, sie sind quasi durchsichtig, weil oft genug noch eher als Ware als als Mensch gesehen, allenfalls gut als stumme Dienerinnen und Kindergärtnerinnen. Mädchen die sie gebären sind ebenfalls kaum von Wert, allenfalls wird von den Müttern erwartet, die Handelsware reif zu machen für den Heiratsmarkt, damit ein guter Preis dafür erzielt werden kann. Weinende Jungen sind eher selten zu sehen, aber auch sie zählen oft erst als wichtig, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben.

Männer, die nicht kämpfen für die Hamas, was sind sie eigentlich wert? Nun vermutlich kreidet man ihnen sogar Feigheit und Verrat an, wenn sie nicht den Kampf gegen die Ungläubigen unterstützen und führen.

Es ist ein kulturelles Drama, das so die Kriegshandlungen verlängert, eben weil Menschenleben unterschiedlich bewertet werden, auch, wenn es um Brüder und Schwestern geht. Wem dies klar wird, der muss alles dafür tun, in Moscheen zu predigen, das Menschenleben eben Menschenleben ist und das deshalb dem Sterben ein baldiges Ende bereitet werden muss, dass nun die Muslime selbst gefragt sind, dass auch endlich einmal gegen die Kriegsführenden Brüder protestiert werden muss. Das hebt das Ansehen der Muslime in Israel, das dies als wichtiges Signal deuten könnte, und in der Welt, die daran auch erkennen würde, der Islam an sich ist eine Religion, die friedlich leben möchte, eine Religion die auch verbinden kann, eine Religion die wandlungs- und zukunftsfähig ist, eine Religion die sich weiterentwickeln und Frieden stiften kann, wenn die Menschen es nur zu lassen.

Denn das Wichtigste Wort des Koran lautet: 8:1 Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: Die Beute gehört Gott und dem Gesandten. So fürchtet Gott und stiftet Aussöhnung untereinander, und gehorchet Gott und seinem Gesandten, so ihr gläubig seid.

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Islam | Christentum | Religion | Zukunft | Leben | Frieden | Koran
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