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Medien: Sonstiges

Geschichte und Gegenwart begreifbar: Zeitungszeugen, ein Zeitzünder brennt

zeitungszeugen.de
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Mitten in der Wirtschaftskrise erscheint ein Medium, das Einblick gibt in die Geschichte von 1933 bis 1945. Ein sehr mutiges Medium, für jeden, der meint aus der Geschichte lernen zu wollen oder bereits gelernt zu haben. Die Kritiker die auf der Rückseite dieses Mediums zu Worte kommen halten dieses Experiment durchweg für positiv und wichtig und es ist erfreulich zu sehen, dass sich gleichzeitig auch ermahnen.

Zeitungszeugen wird regelmäßig erscheinen und druckt jeweils wichtige Zeitungen im Original ab ohne sie zu zensieren, versehen mit entsprechenden Kommentaren als Vorblatt.

Wer kann daraus lernen, für wen ist dieses Medium gemacht? Eigentlich jeder, aber dann sollte er auch ab und an ein modernes Geschichtsbuch hinzu nehmen, denn so leicht kann man sich Geschichte speziell derzeit nicht aneignen, schon gar nicht zu einer Zeit in der Israel gerade im Gazastreifen seinen so genannten Antiterrorkrieg führt, denn das Wissen, dass in Schulden heute vermittelt wird reicht nicht aus, um mit so einem Medium Heranwachsende alleine zu lassen, im Gegenteil, es besteht die große Gefahr, dass in der derzeitigen Lage durch Zeitungszeugen Schüler unter Umständen daraus falsche Schlüsse ziehen, und auch bei vielen Erwachsenen ist die Schulbildung im Bereich Geschichte nur noch ein Grauer Schleier.

In der derzeitigen Lage und gerade jetzt, wo die Gemüter politisch sehr erhitzt sind ist dieses als Geschichtswerk ansonsten gute Medium gefährlich, denn jeder hat sich inzwischen eine Meinung über das Geschehen im Nahen Osten gemacht. Wer ist der Angegriffene, wer der Angreifer, wieso, warum, weshalb, woher kommt dieser Kriegsausbruch, der so gefährlich ist für die gesamte Region, der die Meinungen der hiesigen Gesellschaften spaltet wie kaum ein anderer Krieg seit 1967.

Eigentlich müsste man dem Verlag empfehlen, dieses Medium umgehend Schulden zur Verfügung zu stellen, denn diese sollten es in der entsprechenden Klassenstufe in den Geschichtsunterricht einbeziehen und auch an diesem material die Zeit von 1933-1945 erfahrbar machen. Hier und in diesem Augenblick ist Flexibilität der Schulen gefragt, damit nicht Schüler dieses Medium alleine studieren, vielleicht als einziges, weil es eben so spannend daher kommt.

Dieses Medium ist nämlich Zündstoff auch und leider gerade jetzt an Schulen, die einen hohen Anteil von Migranten unterrichten. Speziell Berlin hat hier die Aufgabe dafür zu sorgen, dass junge Menschen damit nicht alleine gelassen werden, denn ansonsten ist es hervorragendes Lehrmaterial, für alle Schulen, speziell für solche mit hohem Migrationsanteil, denn es kann ein Lehrer daran gleich die heutigen Probleme im Zusammenleben aufarbeiten und das ist Aufgabe der Schulen! Besseres material wird sich kaum je wieder finden lassen, es eröffnet sich hier eine Chance, die wahrgenommen werden sollte.

Schüler erfahren hautnah, was es bedeutet, wenn die Pressefreiheit eingeschränkt wird, für die Gesellschaft und für ganze Gesellschaftsgruppen, die mehr und mehr darunter leiden, bis sich schließlich ganz aus dem gesellschaftlichen Leben verschwinden, weggeschrieben, abtransportiert, unsichtbar.

Es wäre wichtig, dieses Material mit einer Altersbeschränkung zu versehen, 16 Jahre das wäre die Freigabe, und ansonsten gehört dieses Medium nicht in die Hände Jugendlicher, es sei denn eine Schule stellte eine entsprechende Bescheinigung aus. Noch ist es dafür nicht zu spät, denn es ist erst die erste Ausgabe erschienen, sie kann zu einem Zeitzünder werden und die Jugendschutzbehörden und Schulen, wie auch der Herausgeber selbst, sie sind aufgefordert jetzt und umgehend zu handeln.

Aber auch in anderer Hinsicht ist dieses Lehrstück wichtig, nämlich wenn es darum geht, dass die Bildung immer größerer Presse- und Medienimperien befürwortet und zu gelassen wird.

Gerade jetzt wieder soll es dazu kommen bestimmte Zeitungstitel von einem Großkonzern aufkaufen zu lassen, der schon heute über 300 Titel verfügt. Zeitungstitel geben Macht, je mehr, umso mehr in einer Hand sind, politische Macht, Einfluss.

Eigentlich sollte aus der Geschichte gelernt worden sein, und es wäre sicher inzwischen der geeignete Zeitpunkt, zuzüglich zu Banken und der Automobilindustrie Medien und Verlagen finanziell unter die Arme zu greifen, schon im Sinne der Meinungsvielfalt nicht zuletzt wegen der Pressefreiheit und am wichtigsten wegen des Erhalts der Demokratie in Deutschland. Jetzt in der Krise muss auch hier entsprechend gehandelt werden, denn zuerst stirbt die Medienvielfalt und dann sterben Demokratie und Freiheit.

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Geschichte | Israel | Jüdische Kultur und Leben | Deutschland | Zeitungszeugen | Schule | Bildung
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Kommentare

am 14.01.2009 16:36:13 (217.83.126.xxx) Link Kommentar melden
Wäre gut es gäbe bald Zeitungsgzeugen II für die Zeit von 45 bis 89, in Ausgabe B für BRD (Mit Staatsschuldenbarometer) und D für DDR mit Lebensläufen von "Rotkohlfarmern" wie IM Erika oder war Gysi der "IM Advokat", wie es Frau Birthler behauptet.
Informativer Beitrag, Danke, hätte ich sonst nicht mitbekommen, hloe ich mir mal.

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