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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Der Winter 2008/2009 und die Medien

Das Wetter macht was es will und nicht das, was die Politiker wollen...

Rainer Hoffmann
Rainer Hoffmann
Die Präsenz der Medien ist in der heutigen Welt allgegenwärtig. Das Wetter ist immer ein Thema, denn „alle reden vom Wetter“. Besonders bei herausragenden Wetterereignissen wie Stürmen, Hitze, Gewitter oder eben auch Kälte, wie derzeit in Mitteleuropa. Dabei wird oft nicht über den Tellerrand geblickt, sowohl geographisch als auch zeitlich. Beim Wetter handelt es sich um ein Ausgleichssystem. Das bedeutet, dass Extreme sich oft geographisch gesehen ausgleichen. Ist es in einem Gebiet zu warm, ist es an einem andern oft zu kalt. Ist es zu trocken, ist es woanders zu nass. Dies wird dann in den Medien nicht gesehen, und das eine herausragende Ereignis wird dadurch überbewertet. Der zweite, zeitliche Blick über den Tellerrand geht in die Vergangenheit. Auch dann wird ein Ereignis häufig schnell relativiert, wenn man erkennt, dass eben „alles schon einmal dagewesen“ ist. So wird aus einem in den Medien als extrem herausgestelltem Ereignis oft etwas „Normales“. Denn nur das Unnormale ist normal. „Normal“ ist nur ein statistischer Wert.

Der Winter 2008/2009 zeigt sich in Mitteleuropa, bisher jedenfalls, von der kälteren Seite. Seit Mitte Dezember herrscht – mit einer kurzen Unterbrechung – kalte Witterung vor. Schnee ist bis ins Flachland gefallen, an einigen Orten wurden Minus- Rekorde gebrochen, Schifffahrtsstraßen sind wegen Eisgangs nicht mehr befahrbar. Die Medien berichten sehr intensiv darüber, vor allem wird die Besonderheit dieser Situation hervorgehoben.

Die Winter in Mitteleuropa sind eher vom atlantischen, milden Einfluss geprägt, was bedeutet, dass die Mehrheit der Winter mild und feucht sind. Aber es gibt auch gelegentlich eine völlig andere Situation, in der ein stabiles Hoch die milden Atlantikeinflüsse von Mitteleuropa fernhält. Eine solche Situation kann dann zu einem eher sibirisch geprägten Winter führen. Im Schnitt gibt es eine solche Lage alle 10 Jahre (was nicht bedeutet, dass sie genau alle 10 Jahre eintritt!). So passt der derzeitige Winter recht genau in die Reihe und ist eher nichts Besonderes.

Zuletzt gab es solche Kälteperioden in den Wintern 1995/1996 und 1996/1997. Damals gab es im „SPIEGEL“ einen Artikel mit dem Titel: „Die Rückkehr der Eiswinter“ – ein typisches Beispiel, wie ein Ereignis sofort wieder als ein Trend interpretiert wurde, was dann ja wie so oft nicht eintrat. An der Station Köln/Bonn gab es 25 und 23 Tage mit geschlossener Schneedecke. Im Jahrzehnt davor gab es gleich drei kalte Winter in Folge, 1984/85, 1985/86 und 1986/87. Auch dort gab es viele Minus- Rekorde, und in Köln/Bonn 53, 33 und 35 Tage mit geschlossener Schneedecke. Diese drei aufeinanderfolgenden kalten Winter wurden vom Wetteramt als besonders herausragendes Ereignis beschrieben. Genau vor 30 Jahren gab es bekanntlich die Schneekatastrophe in Norddeutschland mit Schneestürmen, gewaltigen Schneemengen. Auch in Köln/Bonn gab es 45 Tage mit geschlossener Schneedecke. Gleichzeitig waren die 70er Jahre aber geprägt von sehr milden Wintern, mit dem immer noch wärmsten des Jahrhunderts 1974/75. Die 80er Jahre waren im Wintermittel deutlich kälter als die 70er. Kalt, mit vor allem sehr viel Schnee verbunden war der Winter 1969/1970 mit immerhin 41 Tagen Schneedecke in Köln/Bonn. An Karneval wäre der Rosenmontagszug fast ausgefallen wegen bis zu 40 cm Neuschnee. Einer der Jahrhundertwinter war der von 1962/1963, an dem es auch Eisschollen auf dem Rhein gab. Auch 1946/1947 war besonders lange kalt, der Nachkriegs-„Hungerwinter“. Besonders bemerkenswert wäre noch der Februar 1956, der nach einem milden Dezember 1955 und einem durchschnittlichen Januar der kälteste Einzel- Wintermonat des Jahrhunderts wurde. Innerhalb von nur 10 Tage froren alle Gewässer zu, der Rhein war von Bingen bis Koblenz fast vollständig zugefroren. Der eigentliche Jahrhundertwinter war wohl der von 1928/29. Der Rhein war auch in Köln zugefroren.

Wenn dann, wie in der WDR Lokalzeit Köln geschehen, ein junger Meteorologe befragt wird, wann es denn zuletzt in Köln Schnee gegeben hat, und der nur so ganz vage Antworten gibt, von seiner eigenen Erinnerung spricht und offensichtlich keine Ahnung hat, dann zeigt das einmal mehr, wie schwer es mit der genauen Betrachtung der Wettergeschichte ist.

Denn eines vergisst der Mensch besonders schnell: Das Wetter von gestern, vom letzten Jahr oder gar vom letzten Jahrzehnt. Da gibt es dann nur Erinnerungen an Einzelereignisse wie Hochzeit, Geburtstage usw. Die Folge ist dann dieses „noch nie dagewesen“ oder „seit Menschengedenken“.

Tatsache ist: Im 10 Jahresmittel gibt es einen oder zwei sibirische Winter in Mitteleuropa, dies hat sich offensichtlich bis heute nicht geändert, auch wenn gesagt wird, in Zukunft würden solche Ereignisse seltener vorkommen wegen des Klimawandels. Dies lässt sich so nicht belegen, denn auch im letzten Jahrhundert gab es weite Phasen mit sehr milden Wintern, die dann plötzlich von einem kalten unterbrochen wurden.

Es gehört zur Aufgabe der Medien, von besonderen Ereignissen zu berichten, aber beim Wetter jeden Abend eine Sondersendung zu bringen, ist schon etwas übertrieben. Nach dem Motto: „Hilfe wir haben Winter und es ist Winterwetter!“

Der Winter ist noch nicht vorbei, und die weitere Entwicklung ist noch völlig offen.

Das chaotische System Atmosphäre tut uns nicht den Gefallen, vorhersagbar zu sein.

Natürlich gibt es Erklärungen, zum Beispiel der Zusammenhang mit der Nordatlantischen Oszillation, also dem Zusammenspiel von Islandtief und Azorenhoch, El Nino oder La Nina usw. Aber all dies ist noch längst nicht so weit erforscht, wie es manche Medien darstellen.

Also bleiben wir doch demütig und freuen uns darüber, dass das Wetter macht, was es will, und nicht DAS, was wir (oder die Politiker) wollen.

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Schlüsselwörter: Winter | Klima | Winterwetter | Medien | Klimaerwärmung | Klimakatastrophe | Globale Erwärmung | Global Warming | Solarkritik | Medien | WDR
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Kommentare

Hartmut Holz
am 14.01.2009 17:49:11 (217.80.205.xxx) Link Kommentar melden
Es ist doch sonnenklar, dass immer mal ein besonders strenger Winter
kommt.

Und dieser Winter scheint einer von der härteren Sorte zu werden.
Aber dieses ist, meiner Meinung nach, ganz normal.

Mir scheint es aber so zu sein, dass viele Menschen der Natur ent-
wöhnt sind.

Haben wir einen besonders heißen Sommer, dann ist dieses für viele
Zeitgenossen die Klimakastastrophe die jetzt zuschlägt.

Und dann gibt, im Fernsehen, jede Menge Sondersendungen und jeder Pseudowetter- und Klimaexperte wird dann befragt und je
negativer dann die Aussage ist, dass dies dann die beginnende Klima
Änderung ist, dann doch umsobesser.

Umgekehrt ist es doch genauso. Haben wir einen besonders strengen
Winter, dann ist das für viele Menschen die Rückkehr der Eiszeit.

Nein, liebe Zeitgenossen die ihr der Natur entwöhnt seid: Wetter-
und Klimakapriolen sind etwas ganz normales.

Und wir Älteren Menschen haben schon etliches davon über-
standen und wir haben besonders kalte Winter und auch super-
heisse Sommer überlebt und damals gab dazu, in den Medien, keine
reißerischen Sondersendungen.
Darian van Dark
am 18.05.2009 17:36:23 (95.88.102.xxx) Link Kommentar melden
Hallo OZ-Team,
wieso wurde der jüngste Beitrag des Herrn H. (Psychiatrisierung) komplett gelöscht? Man hätte doch auch die Kommentare schließen oder einige löschen können. Seine HP ist auch off.
OZ24
am 18.05.2009 22:26:09 (77.184.76.xxx) Link Kommentar melden
Die Artikel wurden zur Überprüfung vom Netz genommen.
solarkritik
am 19.05.2009 05:13:45 (84.62.204.xxx) Link Kommentar melden
Alle meine Behauptungen wurden in den Presseartikeln mit Datei-Links auf meine Webseite dokumentiert, belegt und bewiesen

Gegenwärtig funktioniert aber meine Webseite nicht, insofern kann gegewärtig auch die Beweisführung nicht überprüft werden. Das Problem mit meiner Webseite scheint erkannt und wird kurzfiristig gelöst.
WaidMann
am 19.05.2009 14:03:42 (91.1.252.xxx) Link Kommentar melden
Technische Probleme scheinen nicht die Ursache für das Problem zu sein, denn alle anderen Webseiten sind auf Servern funktionieren einwandfrei.
Wollen wir mal nicht anfangen zu spekulieren, ob es juristische Probleme sind, oder ob der Grund darin liegt, die Überprüfung der von Herrn Hoffmann hier aufgestellten Kommentare zu verhindern.
Auffällig ist es schon, daß entsprechender Artikel hier vom Netz genommen wurde und gleichzeitig Herrn Hoffmanns Webseite (auf einem ausländischen Server) offline ist.

"Ein Schelm ist der Böses dabei denkt!" :-)
Solarkritikgegner
am 19.05.2009 21:58:40 (77.23.46.xxx) Link Kommentar melden
Nun ja, wildes Spekulieren bringt uns nicht weiter, mittlerweile hat The Hoff ja ein Forum eingerichtet: http://solarkritik.foren-city.de/
Und es gibt sehr eigene Regeln, die hier näher erläutert werden...Viel Spaß! Smile)
solarkritik
am 20.05.2009 08:38:38 (195.50.186.xxx) Link Kommentar melden
Übrigens der Artikel 274 ist wieder online:
http://www.online...rticle/274

Und wenn man dort in diesem Artikel auf die zahlreiche verlinkten Beweise klickt, die auf SOLARRESEARCH.ORG verweisen, wird man feststellen, dass auf die Dateien von Solarresearch.org nachwievor Zugriff möglich ist.

Also locker bleiben...in den nächsten Tagen läuft meine Webseite wieder...
ulcamedi
am 23.05.2009 21:21:08 (80.142.115.xxx) Link Kommentar melden
@solarkritik

>Alle meine Behauptungen wurden in den Presseartikeln mit Datei-Links auf meine Webseite dokumentiert, belegt und bewiesen<

Wo denn?

@WaidMan

>Wollen wir mal nicht anfangen zu spekulieren, ob es juristische Probleme sind<

Tun was doch.

@solarkritik

>dass auf die Dateien von Solarresearch.org nachwievor Zugriff möglich ist<

Geht nicht!
WaidMann
am 25.05.2009 07:20:41 (91.1.222.xxx) Link Kommentar melden
Es ist wie immer:
Herr Hoffmann kündigt wieder irgendwelche Dinge an und anschließend verpuffen diese Ankündigungen wie heiße Luft!
Wo sind denn Ihre Weseiten, Herr Hoffmann? Doch nicht so einfach, diese wieder ans Netz zu bekommen, oder!? Also technisch gesehen wäre es ein Leichtes, dieses wieder zu bewerkstelligen. Scheinbar hat es doch andere, viel tiefgreifendere Gründe!
So wie mit seinen "brisanten Enthüllungen":
Diese wurden schon unzählige Male prophezeit (anders nennt man es in Sektenkreisen nicht) und nach einiger Zeit und teilweise auch nur nach mehrmaligen Nachfragen entpuppten sich diese als "Lachen im Walde". Aber Herr Hoffmann hat sich ja nun mit seinen "Weissagungen" in einem eigenen Forum von der Außenwelt abgekapselt, was für die Allgemeinheit nur gut sein kann, so bleiben wir von seinen "Wahnvorstellungen" verschont.
Ich habe mir aber trotzdem mal die erste Seite seines "Enthüllungs-Stammtisches" angesehen und war nicht über die Resonanz überrascht:
6 registrierte User, 7 Beiträge und der Spitzen-Traffic-Wert war am 18.Mai 2009 mit 2 Zugriffen am Tag! Herzlichen Glückwunsch, Herr Hoffmann, die Zahl Ihrer "Unterstützer" und "Glaubensbrüder" ist ja "gigantisch"! :-)
solarkritik
am 25.05.2009 11:02:45 (195.50.186.xxx) Link Kommentar melden
Webseite www.solarresearch.org geht wieder....

Die Diffamierungen können weiter gehen...
Seite 1 von 2: 1 2

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