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Politik: Welt

Weltsicherheitsrat: Resolution 1860 analysiert


Der Weltsicherheitsrat fordert in der am Donnerstagabend in New York verabschiedeten Resolution 1860 eine sofortige Waffenruhe im Gaza-Streifen, wobei 14 von 15 Mitgliedern dafür stimmten und nur ein Mitglied sich enthielt, die USA, allerdings stünde man ebenfalls hinter dieser Resolution, ließ Condoleezza Rice verlauten. Israels Militär soll sich zurückziehen.

Die Welt ist zusammengerückt und diese Resolution ist ein Zeichen für eine Wende auch in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten, die ihr Image unter dem scheidenden Präsidenten G.W. Bush und seinem Irakkrieg schwer beschädigt sahen, und selbst nicht in der Lage sind den begonnenen Krieg so zu beenden wie sie es sich vorgestellt hatten, nämlich mit einem Friedensschluss mit einem neuen demokratischen Irak. Die Front jener, die gemeinsam und einig ihren Feldzug starteten ist kläglich zerbröselt und gescheitert.

Vielleicht hat das Präsidentendinner im Weißen Haus ja dazu beigetragen, die Lage im Gazastreifen zu analysieren und zu erkennen, was dort für eine Art des Krieges geführt wird, vielleicht hat man begriffen, dass Israel gerade in die selbe Falle getappt ist wie man selbst im Irak. Jimmy Carter, der einzige der Präsidenten, der jemals beruhigend gewirkt hat war anwesend, und es bleibt zu hoffen, dass er seine Sicht der Dinge darstellen konnte und Obama gesprochen haben mag, denn der baldige Präsident hat ja nun zwar seine erste Rede zur Lage der Nation gehalten jedoch ohne auf Israel einzugehen.

Die Bush Regierung hat indirekt ihren Fehler der harten Hand und ihres Alleinganges zugegeben, denn man stellt sich nicht so offensichtlich gegen die Weltgemeinschaft, auch das wurde Israel mit der Resolution besonders deutlich bescheinigt. Man steht hinter Israel aber dann sollte es doch bitte auch auf die Ratschläge von Freunden hören, denn es gibt neue Generationen, seit dem Zweiten Weltkrieg und diese erkennen das Existenzrecht Israels längst an, auch auf der Seite der arabischen Welt. Neue Generationen, die Frieden fordern von beiden Seiten aber es ist auch offensichtlich, dass damit der weit überlegene Part mehr gefordert wird, der eben dadurch eine größere Verantwortung hat für sich und die Region und für den dort erhofften Friedensschluss und zwei friedlich nebeneinander existierende Staaten, Palästina und Israel..

Das sollte Israel zu denken geben. Natürlich hat Israel es verdient geschützt zu werden, aber dieser Schutz hat Grenzen, das haben die Vereinten Nationen überdeutlich gemacht, und Israel wäre gut beraten genau zwischen den Zeilen zu lesen, denn dort lauert sehr versteckt und doch laute Kritik am derzeitigen Vorgehen, wenn dort vom Terror gesprochen wird. Dieser Passus unterlässt es dem einen oder anderen Part Terror vorzuhalten, er sagt nur aus, die Weltgemeinschaft lehne Terror ab. Sehr weise ist dieses Vorgehen, sehr vorsichtig und diplomatisch. Und doch, wer zwischen den Zeilen lesen kann der bemerkt, es sind beide Kriegsteilnehmer damit gemeint. Die Hamas, die Israel unter Dauerbeschuss hält und auch Israel selbst, denn wenn man es so weit kommen lässt, dass Menschen die zerbombten Autos Toter plündern müssen um an Brot zu gelangen, begeht dieser Gegner nicht auch etwas ähnliches wie das, was die Welt als terrorisieren bezeichnen könnte?

Noch verhält sich Amerika neutral, warten wir ab, was der neue Präsident tun wird, der auch angetreten ist, um die Welt friedlicher zu machen. Es ist abzusehen, dass er deutliche Worte gebrauchen wird, in Richtung beider Israels und der Hamas, denn sonst hätte er bereits klare Worte gesprochen. Dieser Präsident wird sehr genau hinschauen, denn er weiß dass an Eskalation von Gewalt stets zwei Partner beteiligt sind und dass zu einem dauerhaften Frieden nicht nur einer benötigt wird, der ihn wirklich will. Er weiß auch, dass Alleingänge nicht hilfreich sind, schon gar nicht, wenn ein Land sich stur zeigt, schon überhaupt nicht, wenn dieses Land dort dauerhaft in Frieden existieren will, wo es Israel versucht und schon gar nicht, wenn dieser Staat auch noch Israel heißt.

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Schlüsselwörter: Vereinte Nationen | Israel | Krieg | Gaza | Politik | Weltsicherheitsrat
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