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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Ein Milliardär, Selbstmord, und uns hier unten Jobloosers…

dagobert
dagobert
Ja, es ist wahr, so ein Milliardär hat es schwer. Zuerst muss er unendlich lange arbeiten und kann froh sein, wenn diverse Kindertanten, Putzfrauen, 1 Eurojobber und die Ehefrau sich um den Haushalt kümmern und wenn die Gattin nebenbei noch stiftet und repräsented.

Und dann die Autos und die Sekretärinnen, die nie die klappe halten und sie von einem Kaviardinner zum nächsten hetzen. Dann der Stress mit dem Outfit und nicht zu vergessen die vielen Präsente, die man als Milliardär so machen muss, ohne zu wissen, was die Sekretärinnen da so geordert haben, nein aber auch.

Dann der Urlaubsstress in Davos wo es so schön zu billig ist und nicht mehr teurer wird, von Herzattacke zu Herzattacke hangelt sich da so mancher Onkel Dagobert. Und ab und zu verliert man mal so ein paar Milliärdchen wenn man sie versehentlich mit der Zeitung verwechselt und den Kamin damit heizt. Das Leben ist aber auch ungerecht, pfui Teufel!

Wen wundert es da, wenn so einer vor Verzweiflung nachtwandelt und dabei von der nächsten Brücke fällt oder das nächste Bahngleis mit dem Bettchen der letzten Domina verwechselt?

Und die Zeitungen! Ja was für ein Verlust und welche Sensation, die muss man doch gut verkaufen und entschuldigt ist er ja auch der ärmste, wenn er lebenslang so lange Arbeitstage hat, dass er kaum zum Schlafen kommt-oh Gott aber auch, der arme, arme Milliardär!

Ja und auch andere trifft das Schicksal, ganz normale Arbeitnehmer mir Familien. Komisch, komisch aber die rennen nicht blind durch die Gegend und hinterlassen das Aufräumen ihres Lebensmüll nicht den Ehefrauen, Kindern und Enkel, denn die rechnen sich vorher aus, das so ne Beerdigung die Familie so teuer käme, das man lieber weiterlebt und weiterkämpft.

Ja, die da unten, die kleinen Leute, die wissen noch wahre Werte zu schätzen, weil die die Freude in den Augen ihrer Kinder von selbstgebastelten und selbstgekauften Geschenken kennen. Weil die gelernt haben, wie wichtig Zeit mit der Familie ist und die schätzen auch Balkonienurlaub. Die wissen wie sehr sie vermisst würden.

Aber so ein Milliardärchen weniger, was macht das schon, vermutlich ist seine Olle froh wenn der Alte endlich mal abtritt und sie nicht schon wieder zur nächsten Gala muss. So eine Beerdigung mit Testamentsüberraschung macht doch mehr her, als das, was Dagobert in all den Jahren die Sekretärinnen hat einkaufen lassen, gelle?

Und wahrscheinlich ist auch die Domina froh, die nun das gleiche Ergebnis bei nem knackigen Jüngeren verrichten darf.

Na wenn das mal nichts ist! Also wir hier unten, wir leben weiter, und ob Dagobert die Nase voll hat von seinen Milliärdchen interessiert uns nicht mehr, als wenn in China ein Sack Reis umfällt!

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Finanzkrise | Wirtschaft | Deutschland | Politik | Presse
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Kommentare

am 07.01.2009 17:30:07 (91.65.39.xxx) Link Kommentar melden
Ich weiß nicht, ob dieser Artikel die Sache richtig beschreibt. Er erscheint mir mehr von Neid geprägt und hämischer Schadenfreude. Dabei ist das, was hier passierte, viel teifgreifender und offensichtlicher, als es bei dieser hier dargestellten Betrachtungsweise, zu erkennen ist.
Um es gleich auf den Punkt zu bringen. Ich hätte wohl genauso gehandelt und ich kann den Mann verstehen. Herr Merkle stand nun obwohl seines vermeintlichen Reichtumes, nicht so sehr im öffentlichen Geschehen der Medien wie Andere, was für ihn spricht. Er hat sein Imperium sehr wohl geschickt und verantwortlich entwickelt. Das er letztendlich dem allgemeinen Globalisierungswahn von Aktienspekulation verfallen ist, ist mit Sicherheit seine schlimmste Entscheidung gewesen. Aber, und hier greift das eigentliche Drama, haben sich die Banken eben genau wegen der Globalisierung und die durch diesen Berufsstand ausgelöste Hysterie, jetzt hysterisch gegeben und Knebelverträge aufgelegt, die, obwohl nach Außen es so dargestellt wurde als sei die Gruppe gerettet, es jedoch nur um eine Zwischenlösung zur Aufspaltung und Bedienung durch Banken ging, die eben Herrn Merkle letztendlich entmündigt und beraubt hat. Über Schuld will ich dabei gar nicht weiter sprechen, nur, es zeigt wieder einmal das erbarmungslose System, dem der ganze Staat in Wohl und Wehe, ausgeliefert ist. Und hier sollte endlich hinterfragt werden.
Rudolf Homann
am 14.01.2009 13:15:17 (91.39.93.xxx) Link Kommentar melden
Lange Zeit versuchte die pseudoreligiöse neo-liberale Ideologie uns vorzugaukeln, ein ungezügelter kapitalistischer Markt und der Abschied vom Sozialstaat seien Garanten für Freiheit und allgemeines Wohlergehen. Armut in der dritten und vierten Welt, gar bei uns selber, oder der Raubbau an den natürlichen Ressourcen des Planeten seien als unvermeidliche Kollateralschäden hinzunehmen. Sogar die Annahme, Geld könne arbeiten und aus sich selbst heraus ökonomische Werte schaffen, hatte ungeahnte Konjunktur. Quasi als ein Perpetuum Mobile, erotische Phantasien im Swinger-Club des Finanzkapitals. Plötzlich jedoch gerieten auch vormalige Profiteure ins Friendly Fire des Finanzkapitalismus und mutierten dabei zu Kollateralschäden ihres eigenen Handelns.
am 16.01.2009 19:33:32 (217.83.69.xxx) Link Kommentar melden
am 17.01.2009 18:51:16 (77.20.206.xxx) Link Kommentar melden
Sehr geehrter Herr Elsässer,
ich komme auf Empfehlung via onlinezeitung24.de auf Sie und Ihrer Initiative wider dem Finanzkapitalismus etc.

Nun denn. Dieser Beschreibung entnehme ich, daß Sie sich vielleicht gedanklich in die richtige Richtung begeben. Wenn Sie jedoch etwas bewirken wollen, so sollten Sie den Schritt zu Ende gehen und erst einmal dabei mithelfen, den Staatsstreich von 1990 zu beenden, wozu die Linke und der eigentlich von mir geschätzte Herr Lafontaine und wortvariantenreiche Herr Gisy, beitragen. Selbst die Nachfolgeren von unser Rosa, Frau Wagenknecht, die doch so offenen Auges durch das Leben geht, hat es offensichtlich noch nicht begriffen. Bedauerlicher Weise.

Es gibt jedoch eine Alternative. Im VBR. Gegen alle Unkenrufe ist das keine rechte Veranstatlung, sondern ein relativ liberaler Querschnitt. Ich würde ein wenig, fast beauerlich sagen, "deutschnationaler Haufen" im Sinne von "wehrhaften Demokraten", die erst einmal Deutschland kernsanieren wollen und den Rechtsstaat und das Staatsrecht inkl. einer Demokratie wieder herstellen wollen, um europafähig bleiben
zu können.

Ich selbst bin Europäer der "frühen Jahre" Willy Brandt hat bei mir die "Europadeklaration in seiner Eigenschaft als Außenminister unterschreiben. Wollen Sie mehr über mich wissen, schauen Sie in google unter meinem Namen Rainer Karow und/oder www.komplizissimus.de .
PS. ein fertiges Verfassungskonzept für eine Kernsanierung und eine neue Demokratie, um Deutschland in das 21. Jahrhundert zu führen und die Kontinuität der Verfassungen von 1871 zu heute zu stellen, liegt vor.

Sie müssen jedoch wissen, das GG ist seit 1990 ungültig und die BRD illegal. Das wird beendet. So oder so. Das ist nicht meine Erfindung, sondern bei Staatsrechtlern belegt.
herzlich
Rainer Karow

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