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Politik: Politische Meinung

Der Tod meldet sich in der Finanz- und Bankenkrise immer häufiger zu Wort.

Im Angesichts des Todes sind plötzlich alle Menschen gleich.

Als ich die Artikelserie zu „die soziale, ökonomische und politische Grundlage der Finanz – oder Bankenkrise“ begonnen habe, war der Tod noch kein Thema. Abgezeichnet hat sich jedoch diese Entwicklung immer mehr, denn wo Billionen verbannt werden, können Opfer nicht ausbleiben. Macht, Geld und Tod sind die Geister, die in der Finanzkrise gerufen wurden und nun nicht mehr gehen wollen. Hat der Tod sich zu Anfang nur im Bankensterben geübt, so sind jetzt Menschen die Opfer und es werden leider noch viele werden.

Aktuell haben wir den Fall des „Freitods“ des 5. reichsten Mannes von Deutschland zur Kenntnis zu nehmen. Über alle Spekulationen hinweg, die zum möglichen „Kurzschluss“ des angesehenen Familienunternehmers geführt haben, blieben einige Feststellungen, die einen Einblick geben, wie man in Deutschland mit der Krise umgeht, nachdem Prinzip Macht oder Gefressen werden. Auch wenn Frau Dr. Merkel in ihrer Neujahransprache und mit viel Schaum versucht hat uns einzureden, in den Betrieben gebe es ein neues Miteinander. Und Herr Köhler als Bundespräsident will das nach eigenen Worten sogar gespürt haben. Frage ich mich, was soll das für ein Miteinander sein, wenn ein Milliardär zu so einem Mittel greift?

Nein, die Krise frisst ihre Kinder, und die sind gewachsen aus dem Sumpf von Macht und Geld.

Im Falle des Familienimperiums von Adolf Merckle wissen wir nur, er hatte Probleme Kredite zu bekommen, die er von den Banken dann bekam, wenn er als Bürgschaft Aktien hinterlegt hat. Aktien, die aber wegen der Finanzkrise in den Keller gerutscht sind, die Bürgschaft wurde also immer teuerer. Den Banken scheint das egal zu sein. Sie wollen Kohle sehen und fragen nicht nach dem Woher oder dem Preis dafür. Was soll das für ein Miteinander sein, Frau Merkel? Es mag sein, dass der Unternehmer Adolf Merckle dem Insidergerücht in seiner Not verfallen ist, man solle VW-Aktien kaufen. Schon bei der Präsentation des neuen Golfs in Berlin Ende Sommer 2008 haben VW-Mitarbeiter aus den Führungsetagen das Gerücht verbreitet, VW-Aktien lohnen sich mehr als sonst. Was wirklich im Busch war, hat uns dann die Börse klar gemacht, als durch die Übernahme der VW-Aktien durch den Porschemann Wedekind der Kurs innerhalb von Stunden und Tagen wie Phönix aus der Ölwanne (Asche) aufstieg und gen Himmel flog. Mag sein, dass der Unternehmer Merckle bei diesem Flug mit dabei sein wollte.

Doch nun ist das Ende eines Menschenlebens zur Kenntnis zu nehmen, wo man sich fragt, was hat der Mann nun von seinem Reichtum gehabt. Den Tod bestimmt nicht, denn der kostet nichts, 3000 bis 5000 Mobbingopfer, die diesen Geist folgen, sind ein Beweis, der vielleicht nicht vor Gericht zählt, doch in einer Welt wie der unseren schon. Und Adolf Merkel ist nicht der einzige, der in so einem tragischen Augenblick die Kontrolle verloren hat und sich das Leben nahm.

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Schlüsselwörter: Merckle | VW-Aktie | Bürgschaft | Wedekind | Freitod
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