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Politik: Politische Meinung

Schuhwerfen, Volkssport Nummer Eins?

Wo kommen nur all die Schuhe her, fragt sich Herr Köhler.

Der Journalist aus dem Irak, der bei der Abschiedsrede von Bush und seiner Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen Krieges in Bagdad seine Schuhe geworfen hat, hat wohl Geschichte gemacht.

Wir kennen bis heute fast kaum was über seine Gründe, was nicht für eine globale Informationspolitik spricht. Ein Journalist lebt eben auch 2008/2009 gefährlich. Man weiß nur, er ist verhaftet worden. Doch sein symbolischer Akt des Schuhwerfens, geht nach und nach um die Welt. Mit dem Werfen von Schuhen bringt man im Morgenland seine Verachtung gegen jemand zum Ausdruck, und Bush wird ja nun global gesehen wie kein anderer US-Präsident verachtet. Und bei den Demonstrationen weltweit gegen den Einmarsch israelischer Truppen in den Gaza-Streifen, einem der dicht besiedelten Gebiet auf dieser Welt, wurde Schuhwerfen vieler Orts praktiziert, ein Symbol der Verachtung gegenüber einem Staat, der wohl über Leichen geht, wie kein zweiter in dieser Zeit.

Nun ist die Hamas kein Schuhwarenladen, die Menschen im Gaza-Streifen erwarten eh nichts mehr von der Völkergemeinschaft, der Hamas und die Proteste gegen den Einmarsch der Israelis hält sich weltweit in Grenzen. Doch man sieht immer öfters das Symbol des „geworfenen Schuhs“ anstatt das von brennenden israelischen Fahnen oder gar Straßenkämpfen wie am Wochenende in Paris. Die Demokratie geht auch trotz des Blutbads im Gaza sehr Verantwortungsvoll mit dem Recht auf Demonstration um, was gut für die Sache ist. Denn mehr und mehr finden die Israelis weltweit eine Ablehnung ihrer Politik der „starken Hand“ vor, den was sie seit Weihnachten 2009 praktizieren ist allenfalls eine „Politik der blutigen Hand“. Die Hamas hat jetzt schon gewonnen, denn weltweit laufen ihrer mehr und mehr radikale Moslems zu, die Anschläge in den nächsten Monaten werden uns das grausam vor Augen führen. Leider sind nicht alle bereit die Geduld des Schuhwerfens zu lernen und zu praktizieren, um so mehr sollten wir als Demokraten jedoch uns damit auseinandersetzen. Ich denke, bei Demonstrationen wird auch bald bei uns Deutschland das Werfen von Schuhen als Ausdruck des Protests immer beliebter werden, und es soll auch Spaß machen, sagen viele „Schuhwerfer“ aus aller Welt. Und das ist gut so. Denn wer von uns erkennt noch den Sinn an der Teilnahme an einer Demonstration? Immer die gleichen Rituale und zu „Straßenkämpfen“ sind wir doch eh zu klug. Also braucht unser Protest ein neues Symbol, und da halte ich Schuhwerfen für ein ideales Ausdruckmittels des persönlichen Anliegens der Betroffenheit.

In Gedanken sehe ich vor dem Bundeskanzleramt tausende von Schuhe fliegen, wenn es darum geht, wer war „ IM Erika?“ Oder gegen Hartz IV, gegen die Datenschnüffler und Kriegshandlungen in aller Welt, an jedem Ort des Protest beleiben ein Berg Schuhe zurück, ein Symbol der Demokratie, oder wie sehen Sie oder ihr das?

Ich jedenfalls glaube, der irakische Journalist hat den Protest gegen die Mächtigen dieser Welt um ein Symbol erweitert. Wir werden Ende 2009 ja sehen, inwieweit Schuhwerfen zum Volkssport Nummer Eins im globalen Dorf geworden ist. Und wer weiß, vielleicht feiern wir das Jahresende 2009 unter der Fahne des Staates Palästina und als Nachbarflagge weht die von Israel und wir sind einen Schuhbreit dem Frieden weltweit näher gekommen.

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Schlüsselwörter: Schuhe | Frieden | Israel. Gaza-Streifen | Hamas
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Kommentare

MarBrun
am 07.01.2009 07:56:27 (90.186.82.xxx) Link Kommentar melden
Ja, die Journalisten, frei & fest angestellt, leben immer noch gefährlich. Laut Grund Gesetz findet eine Zensur nicht statt. Aber ist es auch in Wirklichkeit so?

Ist es nicht eher so, daß Journalisten und freidenker immer noch massiv an ihrer Arbeit behindert werden?

Als warnendes Beispiel darf hier Frankreich genannt werden, ein land, ein Präsident und seine persönlichen Freunde bei Zeitungen!

In dem Artikel oben wird das Beispiel "IM Erika" aufgeführt. Aus journalistischer Sicht ein sehr interessantes Thema, gerade in dem Jahr, in dem sich der Mauerfall zum 20x jährt. In diesem speziellen Fall wurden vielen Journalisten erheliche Konsequenzen im Falle einer weiteren Veröffentlichung angedroht.

Natürlich hat die Person, um die es sich dreht auch ein Recht auf Persönlichkeitschutz, ja sogar auf Immunität. Es muss aber weiterhin die Devise, das Aufklärung über Fehlverhalten, ja sogar krimanalistischen handeln eindeutig über dem Recht auf Persönlichkeitsschutz steht.

In diesem Sinne würde ich mir wünschen, das es mehr Aufklärung in unserer Republik geben würde.

Zum Wohle des deutschen Volkes !
thunderhand
am 07.01.2009 08:05:52 (88.72.221.xxx) Link Kommentar melden
Schuhe sind teuer oder von Kindern gefertigt-hmalso die von Kinderngefertigten zu werfen würde ihre Arbeit herabwürdigen-aber wenn es einen Schuh rein deutscher Produktion gäbe, warum nicht-oder ne neue Schuhfabrik-made in Germany, das schafft dann gleich Arbeitsplätze- und persönlich halte ich eh mehr von so richtig schönen Stinkesocken mit HaushaltslochWink...
am 07.01.2009 08:18:47 (217.83.83.xxx) Link Kommentar melden
Schuhewerfen ergibt nur dann einen Sinn, so habe ich die Aktion des irakischen Journalisten verstanden, wenn sie alt und möglichts kaputt sind, und schon etwas riechen (manche sagen auch stinken), so die Person, der er treffen wollte. ;-)
am 07.01.2009 08:36:56 (217.83.83.xxx) Link Kommentar melden
Sorry, das ist beim Kopieren was falsch gelaufen, es soll heißen statt "seiner Rechtfertigung völkerrechtswidrigen Krieg" natürlich "Bush und seiner Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen Krieges in Bagdad.."
Trotzdem halte ich Schuhewerfen für ein gutes Symbol, nur alt und alles was dazu gehört, sollten sie schon sein. ;-)
am 07.01.2009 08:40:10 (217.83.83.xxx) Link Kommentar melden
Auch hier hakt wasm, statt "so die Person, der er treffen wollte. ;-)..." soll heißen, "die, die er treffen wollte...";-) Schuhewerfen ist echt anstrengend, gerade in Zeiten wie den unseren., mann mus so viele werfen, Krieg im Gaza-Streifen, Finanzkrise und und...so viele alte Schuhe, wo bekommt man die nur her?
thunderhand
am 07.01.2009 08:44:54 (88.72.221.xxx) Link Kommentar melden
ja und seit heute is schuhwerfen volkskunst-damit kann man ganze wirtschaften rettenWink
http://www.spiege...87,00.html
am 07.01.2009 13:08:11 (217.83.83.xxx) Link Kommentar melden
Ja, ich denke Schuhwerfen wird immer global bekannter. Jeremy D. Spencer and the Nightdrivers arbeiten gerade eine neue Variante des Schuhwerfens aus, das allen eine Teilnahme ermöglicht, die nicht an Demonstationen oder Kundgebungen sowie an künsterlischen Veranstaltungen teilnehmen können.
Die Idee von Jeremy ist einfach und heißt also Aktion pur: Mir stinkt ihre ....... Mal sehen was am Wochenende dazu passiert.
;-) Lernen im gloabalen Dorf.
266
am 10.05.2010 22:58:15 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Du meinst Hamastan, den Staat der arabisch-mohammedanisch-faschistischen Pallis?


Darf man so etwas in Deutschland denn sagen? Frown

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