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Politik: Welt

Ein Telefonat nach Gazastadt-7.30 am 6.01.09

Ich war in der Lage ein Telefonat nach Gazastadt zu führen und mich dort mit Sameh Habeeb einem Blogger direkt zu untehalten. den Link zu seiner Seite füge ich bei, seinen Realnamen darf ich benutzen. Das Kurzprofil füge ich ebenfalls bei.

http://gazatoday....

Gaza City, Gaza Strip, Palestine

I am Sameh A. Habeeb. I'm a Palestinian born and raised in Gaza. I'm 23 years old. I have a bachelor degree in English Language and Literature. I have worked in several different fields’ pre and post of my university studies for almost 5 years. I have worked as volunteer in civil societies where I practiced tasks to help people and educate children. I worked as News Producer and a Journalist at the Ramattan News Agency which is Regional Media facility based in Gaza and the Middle East.

Meine Fragen bezogen sich auf die Versorgungslage, die er als sehr bedenklich schildert, Vorräte die vorhanden sind an Brot und Reis sollen noch gerade für 2 Tage reichen. Die israelische Armee soll bis auf ca.500m an Gazastadt herangerückt sein, in der Ferne sind nach seinen Angaben bereits Bombeneinschläge und das Dröhnen der Panzer zu hören. Die Hamas so sagt er verbarrikadiere sich nicht direkt in Wohnhäusern, die derzeit bewohnt seien sondern überwiegend in bereits verlassenen Gebäuden, tausende Menschen seien auf der Flucht.

Gazastadt selbst zu verlassen sei nicht möglich, die Straßen seien abgeriegelt, ohnehin würde man in den eigenen Tod laufen. Flüchtlinge seien derzeit unterwegs in Gebieten hinter Gazastadt.

Die Hamas spiele sehr geschickt ein Katz- und Mausspiel mit der vorrückenden israelischen Armee, die jene Häuser niederbombt, in denen sie Mitglieder der Hamas vermutet, wenn aus der Umgebung geschossen wird, ohne sich jedoch genau zu vergewissern, woher geschossen wurde, eher kopflos und ohne Plan, die Soldaten scheinen eher unerfahren zu sein in dem, was sie derzeit tun. Man gehe sehr ungenau vor.

Die Krankenhäuser von Gazastadt seien überfüllt, Lagerräume und jeder anderweitig verfügbare Platz werde inzwischen für die Behandlung der unzähligen Verletzten benutzt, von denen die meisten Frauen und Kinder seien. Er habe auch eine sehr hohe Zahl an toten Frauen und Kindern gesehen, die offiziell angegebene Zahl der Opfer sei derzeit 530, wobei davon auszugehen sei, dass diese eher zu niedrig wäre, im Verhältnis zu dem was er selbst im Krankenhaus ausmachen konnte.

Die Medizinische Versorgung selbst sei kaum noch möglich, da es an Medikamenten, Betäubungsmitteln, Verbandsmaterialien ect fehle.

Aus dem Norden sei es derzeit nicht mehr möglich Nachrichten zu erhalten, auch von Bekannten und Verwandten in Raffah City habe er keine Nachrichten mehr, ob seine Angehörigen auf der Flucht seien oder ob sie noch lebten, könne er nicht sagen.

Zur Hamas selbst wollte er sich nicht äussern, das könne er nicht, selbstredend habe ich ihn auch nicht weiter damit bedrängt.

Ich danke Herrn Sameh A. Habeeb ausdrücklich auch auf diesem Weg für die Bereitschaft meine Fragen zu beantworten- thank you very much and many blessings and prayers.

©denise-a. langner-urso für onlinezeitung24

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Schlüsselwörter: Gaza | Krieg | Politik | Israel
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Kommentare

Steinbrücks Furunkel
am 21.08.2009 18:47:02 (62.203.154.xxx) Link Kommentar melden
ShockMehr als 60 Jahre kann man eben ein Volk nicht terrorisieren, deren Mitglieder töten, dessen Land okkupieren und wirtschaftlich unterdrücken, ohne dass sich eine Intelligenz der Abwehr, der Befreiungsbewegung entwickelt.

Die dargestellten Waffen sind alle nichts im Vergleich , die Israel bei seinen Agressionen gegen Libanon, Gaza, Syrien benutzt.

Und das Ergebnis der israelischen Agression kann man hier sehen:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=7942

Alles selbstverständlich Hamaskämpfer, auch wenn sie erst wenige Jahre alt sind.

Warum solche Vereinbarungen , wie in Camp Davis geschlossen, nicht eingehalten werden, sollten sich
B E I D E Parteien fragen.
Die Antwort findet sich in der zionistischen Politik, abgesehen davon, wer überhaupt in Camp David am Tisch sass.

So Chaim, jetzt können Sie wieder zetern.
Steinbrücks Furunkel
am 21.08.2009 20:34:09 (62.203.154.xxx) Link Kommentar melden
Ja, ja, 3000 Jahre sind eine lange Zeit, und wer weiss, was da so alles gelaufen ist.
Aber 2012 wird alles anders, das ist ja nicht mehr so fern.

Und ob die einen nun ein Volk und die anderen nur ein Stamm sind - oder umgekehrt, ist doch wieder nur so ne rabulistische Finte.

Aber alles Zetern Ihrerseits wird wohl nichts helfen, egal wie abfällig Sie sich über Ihre Widersacher äussern.
am 22.08.2009 18:30:59 (84.59.37.xxx) Link Kommentar melden
...if the Arabs put down their weapons, there will be peace;
if the Israelis put down their weapons, there will be no more Israel...


Gegen diesen Satz kann man nichts sagen, leider.

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