Sonstiges: Kultur & Religion

Paps,Vatikan und die Pille

Jetzt soll auch noch die Anti Baby Pille schuld an der Zeugungsunfähigkeit der Männer sein
06.01.2009 07:48:27 eingesandt von MarBrun für OnlineZeitung 24.de

Hat die Anti-Baby-Pille Nebenwirkungen für Männer? Nicht direkt, aber indirekt soll das Verhütungsmittel über die Nahrungskette Einfluss auf die männliche Zeugungskraft nehmen. Das behauptet Doktor Castellvi.

Können Sie es sich vorstellen, das ausgeschiedene Medikamente schuld daran sein könnten das die Männer dieser Welt keine oder immer weniger Kinder zeugen können? So hieß es in einem am Samstag im Organ des Vatikans veröffentlichten Artikel. Verfasser ist der Präsident des Internationalen Verbands der katholischen Medizinervereinigungen, Pedro José Mario Simon Castellvi. Es gebe ausreichend Daten, die belegten, dass eine Ursache für die schwindende Fruchtbarkeit der Männer in Industriestaaten die Umweltverschmutzung durch die Pille sei, schrieb Castellvi. Die schwindende Fruchtbarkeit wird demnach durch die sinkende Anzahl von Spermien bei Männern deutlich. Castellvi forderte die Hersteller von Anti-Baby-Pillen auf, zu den Auswirkungen auf die Umwelt Stellung zu nehmen. Der Artikel ist der von Papst Paul VI. inmitten der sogenannten sexuellen Revolution 1968 veröffentlichten Enzyklika „Humana Vitae“ gewidmet.

Diese erneut – fehlerhafte – Stellungsnahme zeigt erneut, wie sehr sich das Feindbild „Anti Baby Pille“ in den Köpfen der hoch studierten Personen aus dem kleinen Land inmitten von Rom eingedrungen ist. Es zeigt ferner auf, das nach der „Schwulen – Hetze“ jetzt auch wieder Frauen angegriffen werden, die den Sex einfach nur als Spaß ansehen. Männer wie Frauen. Katholische wie Reformierte haben tagtäglich Sex, ohne Kinder zu zeugen. Offiziell verboten ist das nicht. Dafür macht es zu sehr Spaß. Aber dennoch trägt auch die Pille dazu bei, die Menschheit zumindest in den so genannten Westlichen Länder zu reduzieren. Dies gilt nicht nur bei den katholiken als sehr bedenklich, dennoch wäre gerade in Afrika oder in Indien eine Pille eine Alternative zur Überbevölkerung.

Zu klären wäre jetzt aber einmal, wie es mit den Medikamenten aussieht, die die Herren Priester und anderen Ordensträgern der katholischen Kirche ausschaut. Denen wird vom so genannten „Stellvertreter Jesu Christi“ geradezu empfohlen, ein Medikament einzunehmen, welches den männlichen Sexualtrieb erheblich einschränkt. So ist laut einigen katholischen Personen gewährleistet, das man sich alleine auf Gott und nicht auf schöne Nonnen konzentriert.

Auch diese Medikamente können Schäden anrichten. Nicht nur in der Natur, sonder auch vor allem bei denen, die diese selbst einnehmen.

Auch ist vielen katholischen Kritikern die Pille oder ein Kondom weit lieber als wenn man sich ungeschützt an wehrlose kleine Menschen vergreift.

Wenn es um den Schutz des Menschen geht, sollte der Schutz vor Missbrauch an Kindern an erster Stelle stehen.