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Technik: Automobil

Hinter der Matrix: ADAC und ADAC Motorwelt


16 Millionen Mitglieder, das ist schon eine beeindruckende Zahl, wenn man sie liest ohne sie zu hinterfragen. Das ist die Zahl, die mir stets im Gedächtnis ist, wenn ich erneut voller Staunen die ADAC Motorwelt aufschlage, widerwilliger und stets mit Bauchschmerzen verbunden, wie seitdem sie mir geliefert wird. Wieder und wieder schwöre ich es nicht mehr zu tun und dennoch kann ich es nicht lassen, denn ich freue mich stets auf das Märchenbuch in Großauflage, das die Deutschen anbeten.

Die modernen Gebrüder Grimm verkaufen sich auch durchaus geschickt und ich frage mich, ob ich eigentlich alleine dastehe, wenn mir Zweifel kommen an diesem Club der Autofahrer. Ich überlege schon länger, für wen eigentlich diese Zeitung schreibt und für wen oder besser welche Lobby sich da selbst Loblieder textet.

Aber langsam: ich habe einmal gerechnet. Einst befanden sich wohl in diesem Club jene, die sich ein KFZ leisten konnten, als es für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung unbezahlbar war, jedenfalls deutet darauf in der Januar 09 Ausgabe sehr viel hin, wenn man einmal den Artikel in 80 Jahren um die Welt liest. Wer wohl konnte sich bereits1924 eine Autofahrt bis nach Sizilien oder 1958 eine Clubreise in den Kongo leisten?

Überlegen wir einmal, wer wohin in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts reisen konnte, so stellen wir fest, höchstens besserverdienende Beamte oder Angestellte. Also ein ADAC Mitglied, als der Wagen der Ehefrau hinzu kam waren es somit zwei Mitglieder, geht man von zwei Kindern aus, die geworben wurden, bleiben heute nicht 16 Millionen sondern 4 Millionen gutbetuchte Familien, wenn man gemein ist wie ich, ja und dann sieht die Zahl schon ganz anders aus;)

Nun betrachten wir einmal, was die Motorwelt so empfiehlt. Da sind große BMW, Audi, Mercedes nicht also gerade das, was Ottonormalverbraucher so am Straßenrand parkt.

Die Clubreisen des ADAC sind auch nicht, was Hinz und Kunz im Reisebüro um die Ecke buchen würden, denn weder kann sich Hinz noch Kunz 11 Tage Madagaskar für 3920 Euro im Doppelzimmer leisten, und Lieschen Müller fährt nicht 18 Tage mit dem Zarenzug für 5820 Euro nach China.

Ich glaube auch nicht, der Hymer (ein Wohnmobil) den die Motorwelt empfiehlt steht bei jedem Händler als Schnäppchen vor der Tür, denn die nach aussenklappbare Küche, die im Boden versenkbare Dusche und der Massagesessel allein dürften bereits den Preis eines Kleinwagen kosten.

Voll daneben war auch die ADAC Motorwelt Empfehlung der letzten Ausgabe, unbedingt das Angebot der Bundesregierung zu nutzen und KFZ´s zu kaufen um die Automobilwirtschaft anzukurbeln, jedenfalls zeigen das die wenigen erbosten Leserbriefe, denn wie gesagt, für wen ist so etwas wohl gedacht? Für Menschen, die um Arbeitsplätze bangen müssen? Für Hartz 4 Empfänger? Für 1 Euro Jobber? Für 400 Euro Jobber?

Wen, so fragt man sich vertritt der ADAC eigentlich, über wen schreibt er und belobhudelt ihn? Wer sponsert denn da und an wen richtet sich dieses sinnentleerte ADAC Magazin?... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Auto | Reise | ADAC
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Kommentare

horst24
am 07.01.2009 11:19:35 (89.199.55.xxx) Link Kommentar melden
Vielen Dank für Ihren Artikel.
Und ganau aus diesem Grund endet meine Mitgliedschaft am 31.03.2009. Vielen Dank ADAC für die tolllen Berichte und die Beweihräucherung der Autoindustrie, für die kostenlosen Platttforn für (Wahlkampf-) Statements unserer Politiker,.....

Danke ADAC, aber nicht mehr mit meinem Geld!
thunderhand
am 21.07.2009 16:13:57 (88.72.254.xxx) Link Kommentar melden
stimmt, auch ich bin immer beeindruckt, wenn wieder davon berichtet wird, ein baum habe dem pkw nicht schnell genug ausweichen können...
Amschel
am 01.01.2011 06:20:06 (110.49.1.xxx) Link Kommentar melden
@ thunderhand

bin froh, daß auch andere den Punkt, Snobs im ADAC kritisieren.

und für wen oder besser welche Lobby sich da selbst Loblieder textet.


Dann schau Dir die Bilder von den High-So Veranstaltungen an, wer da zusammensitzt in Smoking und Abendkleid. Die High Society aus ADAC, Politik, Automobilindustrie und Motorsport !

Erstere bezahlst Du, mit Deinen Mitgliedsbeiträgen, und das sicher fürstlich.

Voll daneben war auch die ADAC Motorwelt Empfehlung der letzten Ausgabe, unbedingt das Angebot der Bundesregierung zu nutzen und KFZ´s zu kaufen um die Automobilwirtschaft anzukurbeln,


Lobbyismus pur !

jedenfalls zeigen das die wenigen erbosten Leserbriefe, denn wie gesagt, für wen ist so etwas wohl gedacht? Für Menschen, die um Arbeitsplätze bangen müssen? Für Hartz 4 Empfänger? Für 1 Euro Jobber? Für 400 Euro Jobber?

Ja, Leute ihr müsst euch mehr anstrengen: In der Schule, im Beruf, 2. Job annehmen, und die 400 Euro in die Finanzierung der neuen Karre stecken... faules Pack immer am jammern... wer sich keinen Neuwagen leisten kann ist Assi... , oder etwa nicht ???

Wen, so fragt man sich vertritt der ADAC eigentlich, über wen schreibt er und belobhudelt ihn? Wer sponsert denn da und an wen richtet sich dieses sinnentleerte ADAC Magazin?...

Zu vergessen ist nicht das oberspiesige deutsche Bürgertum, vorneweg Beamte, aber aus allen Berufen und Schichten, sammelt sich zu mindest in den (wohl stark selektierten) Motorwelt-Kommentarspalten, ein konservativ-spiesiges Konglomerat, daß einem weltoffenen Freigeist, schlecht wird.

Aber eben für dieses Klientel wird die Motorwelt fabriziert.

Fairer Weise, muß man aber sagen, daß der ADAC die aller schlimmsten Auswüchse BRD-politischen Regelungs- und Überwachungswahnes, manchmal etwas einbremsen kann. Oft aber nicht auf Dauer.
Desweiteren, half er schon lange, unter den über 100 KFZ-Versicherern, die guten und günstigen herauszufinden und die Versicherungsangebote, die der ADAC selbst, über seine Tochtergesellschaften macht, sind immer fair und das Preis - Leistungsverhältnis ist in Ordnung.
Sehr gut, für viel Reisende, ist z.B. eine ganzjährige Reiserücktrittskostenversicherung, zum Preis einer sonst nur einmal gültigen.
Auch Reisekrankenversichung ist fair und preiswert.
286
am 01.01.2011 09:50:26 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Einst befanden sich wohl in diesem Club jene, die sich ein KFZ leisten konnten, als es für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung unbezahlbar war, jedenfalls deutet darauf in der Januar 09 Ausgabe sehr viel hin, wenn man einmal den Artikel in 80 Jahren um die Welt liest. Wer wohl konnte sich bereits1924 eine Autofahrt bis nach Sizilien oder 1958 eine Clubreise in den Kongo leisten?

Irgendwie ist es logisch, dass in einem Automobil-Club die sind, die ein Auto haben.

Das ist auch beim Golf-Club, beim Ruder- oder beim Reit-Verein so. Grin
Gata Linda
am 01.01.2011 14:43:51 (90.168.235.xxx) Link Kommentar melden
Den Rest sehe ich knallhart darwinistisch. Wer die Phsyik nicht versteht und umsetzt, der ist falsch auf diesem Planeten...

Erzähl das mal den hinterbliebenen Kindern eines PKW-Fahrers, der unverschuldet sein Leben im Straßenverkehr verlor, sei es wegen Blitzeis, wegen eines entgegenkommenden Geisterfahrers oder eines umgestürzten Baumes.
Dass man Unfälle eben nicht immer vermeiden kann, ist ja die Begriffsdefinition per se des Unfalls: es passiert ein unvorhersehbares, nicht zu verhinderndes Ereignis.
Der ADAC ist, ebenso wie Malteser Hilfsdienst und Flugrettung, ein wichtiges Instrument, um Unfallopfer in geeignete medizinische Versorgung zu transportieren (eine Wirbelsäulenoperation ist in Urlaubsländern meist nicht zu bewerkstelligen).
Unter Rückholdienst versteht man den Heimtransport von Verunfallten oder Erkrankten aus dem In- und Ausland in die Heimat. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um den Krankentransport von Urlaubern in ihr Heimatkrankenhaus oder nach Hause

Diese Transporte, oft durch ein Notarztteam begleitet, in einem für Krankentransporte speziell ausgestattetem Learjet, sind sehr kostenaufwendig.
Gerade habe ich ein Projekt in Afrika abgewickelt, wo der ADAC den Transport eines schwerst Wirbelsäulenverletzten Afrikaners aus humanitären Gründen nach Deutschland durchführt.
Hier also alles auf den Neidfaktor zu beschränken, was der ADAC international leistet, wäre zu kurz gedacht. Erst wenn man selbst einmal in einer Notfallsituation die professionelle, 24/7 Leistungsfähigkeit einer Institution wie des ADAC erlebt hat, weiss die Hilfe und Unterstützung und die deutsche Professionalität und Zuverlässigkeit zu schätzen, die der ADAC seinen Mitgliedern bietet.

Für die Bundesrepublik Deutschland gilt, dass die Kosten einer Repatriierung generell nicht von den Krankenkassen gedeckt werden. Dies geht auf ein Gerichtsurteil zurück, nach welchem davon ausgegangen werden muss, dass derjenige, der ins Ausland verreist, auch finanzstark genug ist, einen entsprechenden Schutzbrief oder eine entsprechende Versicherung abzuschließen (vgl. § 60 Abs. 4 Satz 1 Sozialgesetzbuch V).

Fast alle Rettungsorganisationen der Repatriierung sowie private Versicherungsunternehmen bieten entsprechende Versicherungen an. Bei der JUH oder dem DRK beispielsweise sind Fördermitglieder und nahe Angehörige automatisch versichert. Ansonsten muss der Patient im Regelfall die zumeist erheblichen Kosten selbst tragen.

http://de.wikiped...kholdienst

P.S:
es muss nicht alles auf den Bedarf von Arbeitslosen zugeschnitten sein:
Voll daneben war auch die ADAC Motorwelt Empfehlung der letzten Ausgabe, unbedingt das Angebot der Bundesregierung zu nutzen und KFZ´s zu kaufen um die Automobilwirtschaft anzukurbeln, jedenfalls zeigen das die wenigen erbosten Leserbriefe, denn wie gesagt, für wen ist so etwas wohl gedacht? Für Menschen, die um Arbeitsplätze bangen müssen? Für Hartz 4 Empfänger? Für 1 Euro Jobber? Für 400 Euro Jobber?

Arbeitslose können dadurch vielleicht einen Ansporn finden, sich Arbeit zu suchen oder sich selbständig zu machen.
Sie werden aber sicher nicht reicher, nicht schneller zu Arbeit kommen, wenn sie den Tag damit verbringen, über die vermeintlich Reichen zu sinnieren und Neid auf den Hymer zu entwickeln.
Auch die Zeitung "Yacht" und "Aero-Kurier" sind nicht auf die Zielgruppe Hartz-4 ausgerichtet. Und jetzt? Sollen denn alle nur noch Bild lesen?
Amschel
am 01.01.2011 16:42:40 (110.49.38.xxx) Link Kommentar melden
Arbeitslose können dadurch vielleicht einen Ansporn finden, sich Arbeit zu suchen oder sich selbständig zu machen.
Sie werden aber sicher nicht reicher, nicht schneller zu Arbeit kommen, wenn sie den Tag damit verbringen, über die vermeintlich Reichen zu sinnieren und Neid auf den Hymer zu entwickeln.


Vielleicht genügt es aber wenn genügend Leute "Die Linke" wählen. Diese führen dann das bedingungslose Grundeinkommen ein, in entsprechender Höhe, und alle sind glücklich.
Wie die Vertreter dieser Theorie fabulieren, werden dennoch der überwiegende Teil der Menschen freiwillig arbeiten, um etwas mehr zu haben, um sich, bei der Arbeit, selbst zu verwirklichen, o.ä.
Gata Linda
am 01.01.2011 16:50:33 (90.168.235.xxx) Link Kommentar melden
Vielleicht genügt es aber wenn genügend Leute "Die Linke" wählen. Diese führen dann das bedingungslose Grundeinkommen ein,

das kommt dann einer "Rente gleich ab Geburt" gleich.
Schöner Traum, wird er aber auch immer bleiben.
Was machen wir dann eigentlich mit der Inflation, die ja, wenn ein gewisses Grundeinkommen vom Staat bezahlt wird, sich wiederum an der vorhandenen Geldmenge orientiert?
Warum fragt man eigentlich in der Politik nicht zur Abwechslung mal nach, bevor man solche Thesen in die Welt setzt, bei denen, die Ahnung haben von Wirtschaft?
286
am 01.01.2011 20:57:12 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
16 Millionen Mitglieder, das ist schon eine beeindruckende Zahl, wenn man sie liest ohne sie zu hinterfragen. Das ist die Zahl, die mir stets im Gedächtnis ist, wenn ich erneut voller Staunen die ADAC Motorwelt aufschlage, widerwilliger und stets mit Bauchschmerzen verbunden, wie seitdem sie mir geliefert wird.

Du bist also Mitglied bei diesem von Dir kritisierten Verein? Warum trittst Du nicht einfach aus? Dann wird Dir dieses Blatt nicht mehr geliefert...! Smile
Amschel
am 02.01.2011 04:45:59 (49.228.213.xxx) Link Kommentar melden
Schöner Traum, wird er aber auch immer bleiben.
Was machen wir dann eigentlich mit der Inflation, die ja, wenn ein gewisses Grundeinkommen vom Staat bezahlt wird, sich wiederum an der vorhandenen Geldmenge orientiert?


Die richtig fetten Überschüsse in der Produktion existieren erst seit der industriellen Revolution. Um deren Verteilung streitet man seither.

Zuerst blieb der Löwenanteil bei den Unternehmern und beim Staat, die Unterschicht (nicht mehr gebrauchte Landarbeiter/Bauernabkömmlinge), mussten für´s Überlebensnotwendige sich buchstäblich totschuften.

Aus der einst vernünftigen und gerechtfertigten Forderung zur Lösung der sozialen Frage, wurde nach dem Fehlversuch Kommunismus, nun die Utopie geboren.
Nein, utopisch ist das gar nicht, es funtioniert sogar eine Zeitlang. Genau wie Kapitalismus und Kommunismus.

Der Wunschtraum der faulen, unfähigen und/oder dummen geht so:

- Mehrheit erlangen

-Industrie fertigt weitgehend vollautomatisiert alle Güter

-relativ gut bezahlte und wenig arbeitende Staatsbedienstete überwachen und organisieren Verteilung von Waren via Geld

-eine vormalig hochangesehene, teils verschuldete, teils Sparvermögen besitzende, teils wohlhabende Schicht, wird per brainwashing (Medien), falscher Versprechungen (Politik), und durch Druck (Schuldenrückzahlung, neue Steuern, Vermögenstotalausspähung, Steuerfahndung), veranlasst weiter zu arbeiten, obwohl sie kaum mehr Einkommen haben, als die nicht arbeitenden, bzw. sukzessive ihre Ersparnisse/ihr Vermögen verlieren, (durch Steuern, Inflation, Bankenchrash, Sozialabgaben).


Warum fragt man eigentlich in der Politik nicht zur Abwechslung mal nach, bevor man solche Thesen in die Welt setzt, bei denen, die Ahnung haben von Wirtschaft?


Weil das kontraproduktiv wäre, es könnte die Wahrheit an´s Licht kommen !
Angelika
am 31.10.2012 22:57:47 (92.204.70.xxx) Link Kommentar melden
Neuerdings auch Werbung vom Kopp Verlag (Heft 11 Nov 2012 Seite 82 und 83). Wie weit doch der ADAC schon gesunken ist.... peinlich!

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