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Politik: Welt

Tel Aviv/GAZA Bodenoffensive hat um Mitternacht 03/04.01.2009 begonnen

Mit Leidensdruck in den nächsten Krieg

Ariel Sharon fehlt. Seine eingeleitete Politik wird aber wahrscheinlich fortgesetzt. Und die Araber fangen hoffentlich an, endlich ein wenig zu begreifen, welche Chance die HAMAZ permanent zerschlagen will.

TEL AVIV/Oeversee 04.01.2009 Die israelische Bodenoffensive im GAZA hat begonnen

Aus Korrespondentenkreise in Tel Aviv wurde gegen Mitternacht vom 03./04.01.2009 gemeldet, die erwartete israelische Bodenoffensive gegen die HAMAS im GAZA, hat begonnen. Der Schritt von Ariel Sharon, über seinen Schatten zu springen und gegen seine eigenen Ziele zu entscheiden und sich gegen Teile der israelitischen Bevölkerung sich zu stellen, und viele Siedlungen, deren Unterstützer er Jahrelang war, wieder aufzulösen, zeigt von der großen Weitsicht dieses Mannes. Auch die gegen seine Überzeugung und dennoch durch seine Entscheidung gezogene Grenzwälle, die palästinensische Siedlungen von Israelischen trennen sowie die Vorwegnahme der zukünftigen festen Grenzen zu einem palästinensischem Staat bilden sollten, sind sein Verdienst und seiner Weitsicht zu verdanken.

Nun ist leider für die Israelis mit großem Bedauern und Leid die Entscheidung durch die abtrünnige HAMAS, die sich im GAZA verschanzt hat und Palästina nicht nur geografisch, sondern auch politisch geteilt hat, ein erneuter Krieg aufgezwungen worden. Die Begründung dieser HAMAZ-Entscheidung für einen Krieg ist so einfach wie pervers und fehlgeleitet. Die HAMAZ zwingt Israel in einen Krieg, um als Märtyrer und vermeintliche unterdrückte einzige legitime Vertretung der Palästinenser, die ja immerhin die letzte Wahl gewonnen hat, da zu stehen. Das diese Wahl nicht zur allgemeinen Macht geführt hat, liegt einmal an dem nicht umgesetzten Ergebnis dieser Wahl, wodurch auch immer und zum anderen an der Tatsache, daß die Palästinenser nicht in eine Selbstständigkeit unter der Führung einer Terrororganisation, entlassen werden konnte. Die verantwortlichen palästinensischen Führer, wie die Mehrheit der arabischen Regierungen, haben bis heute nicht die Chance erkannt, die mit Ariel Sharon entwickelt wurde. Ariel Sharon hat faktisch den Weg für einen unabhängigen palästinensischen Staat bereitet. Und Arafat hat ihn nicht genutzt. Und nach dem Tode von Arafat konnte sein Nachfolger, eben auch durch die politische wie geografische Spaltung Palästinas, die Idee Ariel Sharons, auch wenn er es gerne täte, eben nicht zum Ziele verhelfen. An die Stelle einer möglichen friedlichen Entwicklung trat dann die alte religiös und ideologische Verblendung palästinensischer Terrorgruppen im Gewand vermeintlicher politischer Vertretung, vom Iran und Syrien gefördert, die den Krieg gegen die israelische Bevölkerung aufrechterhielten.

Israel muß den GAZA-Streifen jetzt befrieden. Gewaltsam. Die HAMAZ muß neutralisiert werden und als Terrororganisation ausgeschaltet werden. Ägypten wird die Grenze erst dann öffnen können, wenn eben das gewährleistet ist bzw. wenn erkennbar wird, daß die HAMAZ im Gaza keine Macht mehr darstellt. Nur dann kann Ägypten mit Israel, auch wenn nach außen viel Gezeter stattfinden wird, vernünftige Regelungen finden.

Und dieser erneute Waffengang wird die Position der gemäßigten Palästinenser nachhaltig schädigen. Denn das Ziel von Ariel Sharon wird weiterverfolgt werden. Diese Generation wird das Werk von Ariel Sharon, da sie es verstanden haben, versuchen zu realisieren. Es müssen feste Bedingungen geschaffen werden, die Israel sicher machen und eine klare Trennung zwischen Palästinensern und Israeliten, erlauben. Erst dann kann es zu einer Annäherung zwischen einem unabhängigen Palästina und Israel kommen. Denn Palästina kann ohne Israel gar nicht existieren. Jordanien und Syrien können Palästina nicht ernähren. Europa wird aus auf Dauer nicht wollen. Ägypten schon gar nicht, da die Ägypter eben keine wirklichen Araber sind. Und Saudi Arabien wird auch nicht auf ewig finanzielle Ressourcen vorhalten können.

D.h., es ist nicht ausgeschlossen, daß der GAZA umgesiedelt werden muß. Und diese Menschen können nur nach Jordanien ausgegliedert werden. Einige werden vielleicht in Ägypten Siedlung finden. Im Wesentlichen wird jedoch Palästina Richtung Jordanien entwickelt. Und nur dann kann es zu einer Wirtschaftzone ähnlich der EU zwischen Libanon, Jordanien, Ägypten, dem Sinai und Israel kommen, was dann endlich eine Befriedung einleiten kann. Das wird jedoch noch ein langer Weg. Vorher haben die HAMAZ Blut und Schweiß beschlossen und die Schädigung Ihres eigenen Volkes.

Es ist zu hoffen, daß die arabischen Staaten das nun endlich begreifen und hier Druck auf die palästinensische Seite ausüben, diese Entwicklungen entsprechend einzuleiten. Denn es wird kaum eine Alternative zu einer derartigen Lösung geben, wobei speziell Jerusalem wohl als Ergebnis eine offene Stadt für die Welt, eventuell unter internationalem Mandat, werden muß. Jerusalem ist eben nicht nur Hauptstadt und religiöser Mittelpunkt für Palästina und /oder Israel, sondern ebenso für den Islam und die Christen. Das muß Berücksichtigung in einer auf Dauer angelegten Friedensregelung finden.

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Schlüsselwörter: GAZA | Krieg Bodenoffensive | Israel
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Kommentare

am 26.07.2009 10:46:31 (91.65.38.xxx) Link Kommentar melden
Was den religiösen Mittelpunkt für drei Religionen angeht, so bin ich wohl falsch informiert. Kann ja mal vorkommen. Die Moschee mitten in Jerusalem ist da wohl eine Fata-Margana.
Was die Ansicht angeht, Palästina ist kein Staat, so stimme ich dem zu.
Was die Formulierung Pallis angeht, ist das unverblühmte Erniedrigung und erinnert an gewissen Dinge in der Aussage, die damit verbunden sind. Diese Formulierung ist unwürdig und stellt sich auf das Niveaue, das wir dachten, überwunden zu haben. Klinkt da ein wenig Anitpalästinismus mit hinein?
Es ist richtig, es war einst ein offenes Land ohne eigentliche Staatlichkeit und auch offen, wohin es denn gehöre. Was sicher ist, ist, daß die Palästinenser wohl eigentlich ihre Hauptstadt in Amman haben, waren Sie ja eigentlich Mitglieder des Landes unter dem Königshaus.
Die Isaraelis haben sich nur ihren Teil zurückgeholt, den Sie mit Anderen bevölkert haben und über Jahrhunderte friedlich zusammen lebten und eben gleiche Ansprüche hatten, wie alle Anderen auch. Mit dem Unterschied, die Israelis haben es besser verstanden, sich neu zu organisieren und sich in einer Staatsform, die dann international anerkannt wurde, zu etablieren. Auch aufgrund der jüngeren europäischen Geschichte.
Da die Palästinenser statt sich zu intergrieren mit anderern arabischen Einflüssen nun anfingen, mit Krieg gegen Israel zu agieren und unterlegen waren, haben Sie sich selbst aus Ihren Ländern und Ihrer Heimat verabschiedet.
Zumindest die Mehrheit. Denn Diejenigen, die geblieben sind, sind nach meinen Informationen wichtige Mitglieder in der Gesellschaft des Staates Israel. Die Chance hatte eigentlich Jeder, der geblieben ist und keinen Zoff veranstaltet hat. Deshalb plädieren wir ja auch nicht für einen Staat Palästina, der in sich schon den nächsten Krieg begründet, sondern für eine Föderation und Jerusalem als Übergang mit dem Sonderstatus. Und hier hat Israel die militärische und Außenpolitische Hoheit. Nach Innen kann sehr wohl gemeinsam verwaltet etc. werden. Das ist der Kern der Empfehlung, den wir favorisieren. Was auch für jeden geschulten Leser zu erkennen ist.
Das nun Europa zu diesen Dingen wesentlich zu beigetragen hat und eine Verwantwortung aufgrund der Geschichte für Israel mit übernommen hat, muß gar nicht weiter untersucht werden.

Es ist wohl in Teilen richtig, die Deutschen sollte sich da mal ganz vornhem zurückhalten. Da ich ja aber Europäer bin, brauche ich das nicht so doll. Denn die Europäer, und hier speziell die Deutshen, sind gewollt oder ungewollt, mit ein Schutz- und Garantiepartner für Israel. Obwohl...., mehr noch vielleicht Großbritannien.

Wobei heute viel mehr wichtig ist, Israel ist ein ideeller Vorposten von Europa in Nahost. Das sollte Brückenfunktion haben und nicht Stachel im Fleisch ... sein. Das hängt jedoch von der Akzeptanz von Fakten ab, die in der Tat von Europa und hier speziell Deutschland, nur schwer zu verstehen und zu beeinflussen sind.

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