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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Die Mutter aller Heuschrecken,

oder ein deutscher Musterfall für die Finanzkrise.

In den bisherigen 4 Artikeln zur „sozialen und ökonomischen Grundlage der Finanz – oder Bankenkrise“ habe ich einige markante Ecksteine deutscher Immobilien-, Finanz- und Politikgrundlagen aufgezeichnet, die jeweils eine verheerende Folge für die Gesellschaft hatten und haben.

Doch schaut man sich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahrzehnten genauer an, so waren Immobilienkrisen, Schmiergeldaffären und Bankenkrise so alltäglich wie die heiligen drei Könige. Eine der ältesten Immobilienkrise ist die des Steglitzer-Kreisels in Berlin, Hauptpeson in diesem Drama über Jahre hinweg war die legendäre Architektin Sigrid Kressmann-Zschach(1). Dieses Drama hat alles in sich, was die neuen Finanzkrise und Immobilienspekulanten zu bieten hatten, haben und unter dem Begriff die Heuschrecken in die Geschichte eingehen werden. Sex and Krim und im Volksmund bekannt unter dem Kosenamen Bettkantengeschäfte oder Kressmann-Schach-Pimmel ist der Kreisel ein historisches Symbol.

Heute steht nach 40 Jahren das Objekt leer, es soll Asbest versucht sein und sucht einen Käufer. Traurig ragt der schwarze Koloss in den Winterhimmel 2008 und 2009 und wundert sich, weshalb sich alle Welt so über die Banken- und Finanzkrise echauffiert, denn schon seit seiner Geburt 1968 ist der Kreisel ein Musterbeispiel für die Unfähigkeit von Politik, Wirtschaft und Justiz.

Die Eckdaten des Heuschreckendenkmals im Telegrammstiel. Für 180 Millionen DM, also etwa 92 Millionen Euro sollte am Ende der Westangente ein modernes Büro- und Einkaufszentrum entstehen. Dafür haben dann der Senat von Berlin und eine dubiose Bauträgergesellschaft der Frau Kressmann- Schach namens AVALON die Bürgschaft übernommen. Durch angebliche Preissteigerungen explodierten die Baukosten fast täglich und wuchsen und wuchsen, 1974 dann die Insolvenz der AVALON und der Senat von Berlin saß mit dem Objekt und der Bürgschaft alleine da.

Ermittelt über die Hintergründe haben viele, wie immer, und das Ende war auch so wie später dann bei allen anderen Fällen der Bauskandale, dazu bitte einfach den Artikel, die Klumpentheorie der CDU-Wirtschaftelite lesen. (2) „Die Staatsanwaltschaft ermittelte in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts des Betruges gegen die Architektin. musste die Ermittlungen aber im Jahr 1975 ergebnislos einstellen. Ebenfalls ohne Ergebnis musste der parlamentarische Untersuchungsausschuss seine Arbeit einstellen. der gegen den damaligen Finanzsenator Heinz Striek und den Bausenator Rolf Schwedler ermittelte.“ (1) Man sieht also, Justiz und Politik haben eine lange und berühmte Erfahrung wenn es um Heuschreckenprodukte, Finanzierungen und parlamentarische Arbeit geht, nicht zu vergessen die Justiz und unsere beliebten Staatsanwälte. Und das Ergebnis ist fast auch identisch, Ermittlungen eingestellt.

Solche Bürgschaften und Einstellungen sind Wesensmerkmale einer Finanzkrise und wurden durch die Bettkantenpolitik der wohl sehr attraktiven Architektin so gemeistert, dass niemand Schuld war und der Bürger einen schwarzen „Klumpen“ plus einigen Millionen Schulden aus der Senatbürgerschaft Inne hatte. Die Kumpels aus der damals noch in den Anfängen einer langen Männerfreundschaft stehenden Burschenschaft des Herrn Landowskys scheinen damals viel gelernt zu haben, was das Ende angeht und wie man Ermittlungen und Nachforschungen im Sande verlaufen lässt. Nur das Nest der Heuschrecken damals war ein sozialdemokratisches Produkt.

1) http://de.wikiped...er_Kreisel

2) http://www.online...rticle/758

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Schlüsselwörter: Kreisel | Kressmann-Schach | Bürgschaft | Senat von Berlin
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