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Politik: Recht & Co.

Früher wollten sie meinen Arsch, heute mein Tod

Schwere ANKLAGE eines Häftlings gegen Österreich, Juan Carlos Bresofsky-Chmelir, der seit dem 20. Juni 1978 durchgehend in Haft ist, also seit über 30 Jahren. „ÖSTERREICH – nimm dich selber bei der Nase!

Gott möge dir verzeihen Österreich – deine eigenen Sünden sind weit schwerwiegender und unendlich.

Einen Menschen Jahrzehnte lang die Hoffnung und eine Perspektive zu nehmen und nie eine Chance zu geben, damit dieser ja in der Zelle krepiert, sehen sie, das ist auch Krank, gepaart mit Amtsanmaßung, primitive Rache, Perversität und Sadismus, also sehr krank.

Österreich hat kein Recht auf meinem Tod in der Zelle. Österreich hat auch kein Recht mit die Finger auf anderen zu zeigen. Österreich war selber nie auf einen Couch eines Psychiaters und Psychotherapeuten, wenngleich es bitter nötig gehabt hätte nach dem Massenmorde an hundertausende unschuldige und wehrlose Menschen in Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges. Die ganzen Nazis und aber tausende Nazimörder sind auf ihr Sessel sitzengeblieben und haben Österreich weiter regiert und die nächste Generation infiziert und infiltriert, so dass sie heute noch in weitem Teile des Staatsapparates tätig sind. Nur einige wenige mussten sich eine Zeitlang verstecken, tauchten aber Jahre später im Staatsapparat wieder auf, nicht zuletzt der Nazi-Arzt, Prim. Dr. Heinrich Groß, der im Feldhof in Wien behinderten Kinder tödliche spritzen verabreichte und deren Körperorgane für Untersuchungen Trophäe mäßig aufhieb. Er tauchte ausgerechnet bei der Justiz auf, als Gerichtssachverständiger. Besonders Aussagekräftig, denn die Justiz wäre eigentlich zuständig gewesen Naziverbrecher zu verfolgen. Aber anstatt Verfolgung, bekamen sie bei der Justiz eine Arbeitsstelle. Die haben in der Tat keine Aufarbeitung und Bewältigung der eigenen Nazivergangenheit und Naziverbrechen gemacht. Und wo sind denn alle Kommandanten und die tausenden KZs Wärters geblieben, insbesondere vom berühmt-berüchtigten KZ Mathausen in Oberösterreich und in Hartberg bei Linz, letzterer spezialisiert auf Massenvernichtung von behinderten Kinder. Nicht die Rede erst der Nebenlager wie beispielsweise in Steyr in Oberösterreich oder in Krems an der Donau in Niederösterreich samt die Einwohner in der näheren Umgebung, die reichlich mitbeteiligt waren?

Nirgends lässt sich in Österreich wirklich erkennen, das es nach dem Zweiten Weltkrieg die Nazivergangenheit aufgearbeitet hätte. Weite Teile des österreichischen Staatsapparates sind heute noch brandgefährlich. Nach außen hin manipulativ freundlich und friedlich, nach innen hin „Heil Hitler“.

Die können niemand Resozialisieren, weil sie selber krank sind. Ich kann das ruhigen gewissen sagen, weil ich es in österreichischen tiefsten Sümpfen als ausgestoßener am eigenen Leib zu spüren bekam, als auch als Augenzeuge in staatlichen Heime, wo hunderte anderen Kinder wie Dreck behandelt wurden.

Als halbwüchsiges und ausländisches Kind in stattlichen Erziehungsanstalten in Österreich psychisch gequält und physisch misshandelt und aus Verzweiflung wiederholt geflüchtet und von bi- und homosexuellen aufgegriffen und weitergereicht, musste ich Mund und Hintern hinhalten, um zu überleben. Anstatt Hilfe erlebte ich Vergewaltigung und Missbrauch. Direktoren, Bankiers, Rechtsanwälte und auch Beamten und Lokalpolitiker und vielen anderen mehr der Oberschicht wollten junges und süßes fleisch zur sexueller Ergötzung. Die einen missbrauchten mich brutal, die anderen waren lieb und sorgsam wie Vätern, gleichzeitig steckten sie ihr Glied in meinen Mund oder in den Arsch.

Schon im Alter von 14 Jahren war ich gezwungen in Österreich am Straßenmilieu zu überleben, oft nur um nicht in die kalten Nächten im Freien übernachten zu müssen, und jetzt wollen sie auch mein Tod in der Zelle.

„Die Furche“ Nr.44/08 vom 31.10.2008 Seite 6 Ressort: Gesellschaft. Da kommt er als 13-Jähriger mit seinen Eltern von Uruguay nach Österreich. Sein Vater war vor den Nazis dorthin geflüchtet, zurück kehrt er mit einer indio-stämmigen Frau und sieben Kinder. Den Wechsel vom freien Leben in der Prärie nach Wien erlebt Chmelir als Schock. Die Familie zerbricht. Die Kinder kommen in ein Heim.

Oh, wie ich euch gehasst habe! Nicht ich! Ihr habt mich kaputt gemacht und mein Leben ruiniert und mich innerlich hundertfach getötet. Weist ihr, was in ein halbwüchsiges und ausländisches Kind vorgeht, der nicht einmal euer Sprache verstand und der aus Verzweiflung und aus angst vor Misshandlungen aus euer staatlichen Heim flüchtet und in den Händen von Vergewaltiger und liebevolle Vätern gerät! Die Hölle kann nicht schlimmer sein, weil man innerlich vernichtet wird, da ist man bei lebendigem Leib mausetot.

„Die Furche“ Nr.44/08 vom 31.10.2008 Seite 6 Ressort: Gesellschaft. Juan Carlos Chmelir begehrt auf, mit Selbstbeschädigungen, mit Ausbrüchen. Einmal werfen ihm seine Verfolger eine Heugabel hinterher, verfehlten ihn nur knapp. Da lernt er, dass ein Leben nicht viel wert ist. 1965 wird er wegen Einbruchs in Schrebergärten verurteilt, kommt ins Jugendgefängnis. Dort wiederholen sich dir Erlebnisse aus den Erziehungsanstalten: Beschimpfungen, Schläge, Essenentzug, Sklavenarbeiten in den Privathäusern und Wohnungen der Aufseher, sadistische Misshandlungen, sexuelle Übergriffe. Wieder frei versucht er aus diesen Erfahrungen Geld zu machen. Ein halbes Jahr später wird er wegen Einbruchs und Erpressung von Homosexuellen zu langjähriger Haft verurteilt. Von 1968 bis 1976 sitzt er in der Justizanstalt Stein. 1978 lernt er Silvia Chmelir kennen. Kurz darauf tötet er bei einem Postüberfall einen Menschen, ein anderer wird schwer verletzt – das „Lebenslang“ des Juan Carlos Chmelir ist offiziell.

So wie ich zerstört und geprägt wurde, so reagierte ich auch. Es gab nur ein überleben am Straßenmilieu. Vor über 30 Jahren kaufte ich mir Pistolen und Maschinenpistolen und beraubte Postämter und Bankinstituten, schoss mir den Weg frei und tötete auch einen Beamten. Und bei jeden Schuss, die ich abgab waren die Erinnerungen und Erniedrigungen gegenwärtig. Trotzdem erkenne ich meine Schuld an und die Verurteilung zu Recht.

„Die Furche“ Nr.44/08 vom 31.10.2008 Seite 6 Ressort: Gesellschaft. Juan Carlos Chmelir wird nächstes Jahr 60 Jahre alt. Über 40 Jahre hat er in Gefängnisse verbracht – er hat viel falsch gemacht, sagt er, aber er hat dafür gebüßt und er bereut und jetzt will er raus.

Heute bin ich ein alter Mann, geschwächt von einer operativ behandelten akuten Bandscheibenvorfalls und von Herzproblemen, letzterer ohne ärztlich Behandlung, und seit den 20. Juni 1978 über 30 Jahren durchgehend in Haft, ausgeschlossen von Re-Sozialisierungsmaßnahmen und wie ein Weglegefall- und Todeskandidaten in der Zelle behandelt, quasi früher wollten sie meinen Arsch, heute mein Tod.

Es kommt aber auch daher, weil ich während der Haft zwischen 1983 und 1992 mit spektakulären Aktionen gegen gravierend negative Haftzustände in Österreich protestierte. Wir Häftlinge wurden seinerzeit vom Gefängnispersonal wie Leibeigenen behandelt und ausgebeutet, ähnlich wie in die KZs im zweiten Weltkrieg, halt ohne Gasduschen und Brennhöfe.

„Die Furche“ Nr.44/08 vom 31.10.2008 Seite 6 Ressort: Gesellschaft. 1983 schafft er es bei seinem ersten Versuch auf das an die Justizanstalt Garsten angrenzende Kirchendach. Nationale und internationale Medien berichten vom Häftling, der mit seinem „Sitzstreik“ gegen die Haftbedienungen in Österreichs Justizanstalten protestiert…auch den Ausbruch 1989 erklärt Chmelir zum Protest, der über „Sklaverei und Tyrannei“ in den Gefängnissen informieren sollte…dann betätigt sich Chmelir als Informant für die Presse. Profil-Aufmacher über die Häftlings-Revolte 1992 in der Strafanstalt Stein verdanken sich seinen Informationen“

Ich bin richtigerweise schuldig 1978 einen Postbeamten angeschossen zu haben, der bedauerlich weise nach 8 Tagen im Krankenhaus verstarb sowie eine weitere Person durch einen Pistolenschuss schwer verletzt zu haben, als auch 1989 die Gattin eines Oberregierungsrates der steirischen Landesregierung genötigt zu haben und mit einer politischen Manifestation zur Polizei geschickt zu haben. Ich erkenne heute meine Schuld an und bereue es aufrichtig. Dafür büße ich schon mit über 30 Jahren ununterbrochen im Gefängnis. Habt ihr nicht genug, und da zudem mit sadistischen Gelüste, http://pressemitteilung.ws/node/142382 Rache- und Verfolgungsängste http://pressemitteilung.ws/node/142326 http://pressemitteilung.ws/node/141755

Daher verstehe ich die weitere Anhaltung meiner Person im Gefängnis als persönlichen Rachefeldzug einiger Staatsjustizbeamten wegen der Gattin des Oberregierungsrates als auch wegen meiner Protestaktionen 1983-1992 gegen schwere Missständen in dem Gefängnisse. „Die Furche“ Nr.44/08 vom 31.10.2008 Seite 6 Ressort: Gesellschaft Keine Arbeit, keine Resozialisierung! Beamten-Rache an einem Revoluzzer?

Eine Chance für Juan Carlos Chmelir? Im März 2008 stellt seine Verfahrenshelferin einen Antrag auf Resozialisierungsmaßnahmen, damit ihm endlich Arbeit zugeteilt wird, damit er endlich an Therapiemaßnahmen teilnehmen darf – erfolgslos. Ohne Entlassungsvorbereitung hat Chmelir keine Chance auf Entlassung, wird sein „Lebenslang“ immer mehr dem Wortsinn gerecht. Die Verfahrenshelferin und der Landesgerichtspräsident von Steyr drängen daraufhin auf eine weitere Vollzugsverhandlung. Am 7.10.2008 findet diese statt. Chmelir kann beweisen, dass er an Resozialisierungsmaßnahmen teilnehmen will, aber nicht darf. Die Anstaltsleitung Garsten legt dar, dass sie Chmelir nichts verweigere, die Wartelisten für Arbeit und Therapien aber sehr lang sein. Silvia Chmelirs Angst, dass „sie ihn abdrehen da drinnen“, bestätigt sich erneut. „Er war ein Revoluzzer – das verzeihen die ihm nie“.

Ich habe mich nicht an den Nazi-Massenmorde Österreichs im Zweiten Weltkrieg beteiligt.Ich habe auch keine Kinder oder Frauen getötet. Ich habe auch keine mehrfachmorde oder aber dutzende Morde begangen, wie beispielsweise die Lainzer Krankenschwestern (47 Morde), die spätesten nach 19 Jahre Haft entlassen wurden. Es werden Quasi alle entlassen, nur ich nicht.

Ja, ich stehe schon seit 30 Jahren auf der Warteliste. Die haben mich bewusst und gezielt auf die lange Warteliste gesetzt, um auch eine spätere Entlassung entgegenzuwirken, und da unter Missbrauch der Amtsgewalt. Denn die Grundsätze des Vollzuges basieren auf Resozialisierung des Verurteilten und nicht auf deren Tod in der Zelle, §§20,56 StVG, und zwar Ausnahmslos geltend für jeden Gefangenen.

Offenbar ist es aber in der österreichischen Rechtsstaat leicht möglich, das sich einzelnen Staatsjustizbeamten über die Gesetze erheben dürfen und so vorgehen können, das sie den Tod eines Gefangenen im Gefängnis gezielt hin manipulieren dürfen und können. Juan Carlos Bresofsky-Chmelir, 25.09.2008, Justizanstalt Garsten/Österreich“

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Schlüsselwörter: Österreich | Juan Carlos Bresofsky-Chmelir | Justiz
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