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Politik: Recht & Co.

Jugendämter und Familiengerichte: EU-Kommission schaut ganz genau hin

Kanzlerin und Ministerin geben sich ahnungslos

Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich nach einem Traum vom Jugendamt aufgewacht? Deutsche Sorgerechtsfälle erregen im Ausland immer mehr Aufmerksamkeit, Jaques Barrot versichert als Vizepräsident, dass die EU-Kommission „besonders heikle Fälle mit außerordentlicher Genauigkeit verfolgt“. Schon fällt das Scheinwerferlicht auf Bamberg. Dort soll ein Gutachter einer Mutter eine Krankheit bescheinigt haben, die es gar nicht gibt. Dennoch bekommt sie ihre Tochter nicht wieder.

Das erinnert an Mönchengladbach. Dort hat ein Elternpaar im Sommer 2008 vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf einen Erfolg gegen Jugendamt und Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt erzielt. Bescheinigt werden Verfahrensfehler, kritisiert wird, dass sich Gerichtsentscheidungen an einem veralteten Gutachten orientiert haben.

Und die Tochter Jessica des Elternpaares, die seit über vier Jahren im Schloss Dilborn lebt? Ist immer noch dort. Auf die Entscheidung des Oberlandesgerichtes Düsseldorf hat das Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt nämlich nach dem Motto „Der gleiche Fall - die gleiche Richterin“ reagiert. Man kennt sich: Ein Familienrichter den Gutachter der Mönchengladbacher Familie so gut, dass man sich auch bei Veranstaltungen an der Hochschule Niederrhein trifft.

Kindeswohl müsse vor Elternrecht rangieren, sagen sie mit anderen und gehen so weit, dass die Eltern ihrer Tochter Weihnachten 2008 Geschenke nicht einmal mehr persönlich im Heim überreichen dürfen. Und die Bundeskanzlerin? Die weiß nach ihren Angaben fast von nichts. Und die Bundesfamilienministerin? Die weiß ebenso viel.

Derweil werden Jessica aus Mönchengladbach immer weiter Probleme bescheinigt. Wäre das Elternhaus dafür verantwortlich, wäre das Geschrei groß, das Mädchen lebt aber in einem Heim, das alles an sich gezogen hat. Deshalb: herrscht Schweigen. Schon viel zu lange.

Und was macht der Gutachter? Der schwärzt den Verfasser dieser Zeilen als Redakteur an, wo er nur kann. Angeblich sogar bei der Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach. Täte das ein Elternpaar, würde man dafür sicherlich sogar eine Krankheit finden, die es möglicherweise auch noch gibt…

Heinz-Peter Tjaden

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Schlüsselwörter: Jugendamt | Familiengericht | EU-Kommission | Bamberg | Mönchengladbach | Hochschule Niederrhein
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Kommentare

am 01.01.2009 12:01:13 (91.65.39.xxx) Link Kommentar melden
Mich wundert hier in Deutschland gar nichts mehr. Die reklamierte Rechtsnachfolge der BRD-Finanz-GmbH/BRD-GmbH, als Rechtsnachfolger des "dritten Reiches" erscheint zunehmend als Rechtsnachfolge Nazinalsozialistischer Verwaltungspolitik und Denkweise sich zu etablieren in Forme eines neuen Obrigkeitsstaates. Begründung findet man halt auch in dem Anspruch der "repräsentativen Demokratie" die im Wortstamm schon das ganze Dilemma der BRD umschreibt. Und lt. EU-Menschrechtsgerichtshof, was ja Aktenkundig ist, ist die BRD kein Rechtsstaat. Wen wudnerts also? Erstaunlich ist nur, daß es noch keinen Aufschrei der Bevölkerung gegeben hat und der Staatsstreich der BRD, nicht beendet wird. Wie lange wird das wohl noch gut gehen?
Alf
am 01.01.2009 17:21:54 (78.48.222.xxx) Link Kommentar melden
Herr Tjaden,

Unrechtsbewusstsein gibt es in der NRW Justiz nicht!

Reicht man aus berechtigten Gründen eine Petition ein, dann setzt der Landtag NRW alles daran den Beschwerdeführer verurteilt zu sehen damit er schweigt!

Mit richterlicher Unabhängigkeit wirden betrügerische Handlungen als normal angesehen!

Willkommen im Jahr 2009 !

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