Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Umverteilung von Arm zu Reich

Erstveröffentlichung: www.readers-editon.de Autor:Stephan Reber

Es geht ums nötige Kleingeld und um soziale Gerech
Es geht ums nötige Kleingeld und um soziale Gerech
Sobald über die Steuerreformpläne berichtet wird, geht es auch um die mögliche Abschaffung von Steuervergünstigungen oder Sonderabschreibungen. Insbesondere Sonderabschreibungen für Immobilien werden gerne genutzt, um legal seine Steuerzahlungen als Besserverdiener zu drücken, manchmal bis auf null Prozent. Der durchschnittsverdienende Familienvater, der ebenfalls für die Altersvorsorge spart, hat davon nichts.

Denn eine Durchschnittsverdienerfamilie mit zwei Kindern zahlt kaum Steuern. Somit lohnt sich für sie auch nicht, Sonderabschreibungen für lukrative Schiffscontainerfonds oder denkmalgeschützte Immobilien zu nutzen. Besserverdienende oder Dinkies (double income, no kids) profitieren bei einem Spitzensteuersatz von z.B. 40 Prozent bei einer Wohnung im Wert von 200.000 Euro durch eine Steuererleichterung von sage und schreibe achtzig tausend Euro im Abschreibungszeitraum, die er ohne diese legale Sonderabschreibung wie andere auch ihre Steuern an das Finanzamt überweisen müsste. Davon darf der normale Familienvater nur träumen.

Warum führt man nicht einfach eine absolute, direkte von der Steuerschuld abzuziehende Abschreibungsmöglichkeit ein. Diese könnte so aussehen, dass jeder, der sich eine solche denkmalgeschützte Wohnung im Wert von 200.000 Euro kauft, nicht prozentual - je nach dem persönlichen Steuersatz - den entsprechenden Betrag spart, sondern absolut ein bestimmte Summe. Zum Beispiel könnte der Gesetzgeber pauschal pro 1000 Euro Immobilienwert hundert Euro direkt von der Steuerschuld abziehen, bis zu einem Maximalbetrag von beispielsweise 25.000 oder 30.000 Euro, der über mehrere Jahre verteilt werden darf bzw. muss.

Somit hätte sogar ein Arbeiter, der sich z.B. über die Jahre 30.000 bis 40.000 Euro angespart hat, die Möglichkeit, sich vielleicht noch von jemand aus der Verwandtschaft unterstützt eine kleinere Wohnung im Wert von 100.000 Euro zu finanzieren, sie zu vermieten und dabei trotz seines niedrigen Steuersatzes genauso wie sein Zahnarzt Steuern zu sparen, hier z.B. zehntausend Euro. Damit wäre wieder ein Stück größere soziale Gerechtigkeit hergestellt.

Erstveröffentlichung bei "Readers Edition" Autor Stephan Reber Grundlage für Zweitveröffentlichung Creative Commons-Lizenz

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.04 Sekunden
38,645,178 eindeutige Besuche