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Sonstiges: Kultur & Religion

Abrahams Erben

Geschwisterpaare Juden, Christen, Islam

Die Frage nach Abrahams Erben wurde jüngst vom Spiegel aus aktuellem Anlass neu aufgelegt. Und Helmut Schmidt hat zu dieser Frage aufgrund seiner Interviews zu seinem 90-Jährigen bei Beckmann im Zusammenhang seines Freundes A. E. Saddat, dazu Stellung bezogen. Und das Thema bleibt aktuell. Für alle Seiten.

Gemeinsame Wurzeln von Religion, Kultur und Trennung und die unverarbeitete Kreuzritterstratagie und die Überwindung alter Feindschaften.

Wie lt. Geschichtsforschung nun zwischenzeitlich auf allen Ebenen belegt, so haben der Islam, wie die jüdische und christliche Weltreligion, gemeinsam Wurzeln, die bis zu den Ägyptern zurückreichen. Und wahrscheinlich noch davor, wenn man bedenkt, das die Geschichte der Menschheit als denkendes und schaffendes Wesen, bis vor die Sintflut zurückreicht.

Die Leugnung der jüdischen Religion des angekommenen Messias in der Geburt Jusus Christis als Gottes Sohn und die sich daraus entwickelnde und abgespaltene christliche Weltreligion, die wiederum sich selbstständig manifestierte und als Kirche dann auf die Juden losging als Verräter und Mörder Jesus Christus, wirkt sich bis heute aus. Auch wenn der Hass und die gesellschaftlichen Verwerfungen mit den Juden vom christlichen Abendland aufgrund der Erfahrungen mit den Exzessen des Nazi-Deutschlands und seiner entarteten Ideologie, die jedoch lange Wurzeln in der europäischen Geschichte ausweist, wohl als überwunden gelten darf. Die Islamisierung des vorderen Orients bis hin nach Marokko und über viele Jahrhundert bis in die iberische Halbinsel, dem heutigen Spanien hinein, hat jedoch ebenfalls Auswirkungen gehabt, die bis heute wirken.

So sei auf die erstaunliche liberale Ausbildung der Islamisierung in Spanien verwiesen, wo die Toleranz des Islam und seiner Herrscher, bis zur Eigenständigkeit eines Kalifenstaates als konkurrierender Mittelpunkt zum arabischen Islam, eine Vorrangstellung in Kultur, Künsten, Wirtschaft und Wohlstand, wie der Wissenschaften, entwickelte. Diese wurde erst mit der Rückeroberung durch christliche Heere, die vom Vatikan aus gesteuert wurden, letztendlich beendet. Denn die gleichzeitige Unterstützung der islamischen Berberheere, die zur Unterstützung gegen die christlichen Heere, anrückten, waren von Wüstenstämmen geprägt mit all Ihren Traditionen und Hierarchien von Stammesstrukturen, die den arabischen Raum prägten und jetzt von islamischer Seite der eigenen Hochkultur auf europäischem Raume, mithalfen, diesem eine Ende zu setzen. Der kulturelle Gegenpol eben dieser Zeit für den vorderen Orient mit der Stadt Bagdad, schlug sich eben zu dieser Zeit, bereits mit den Kreuzrittern herum, die glaubten, göttlich berufen, die Geburtsstätte Jesus von den „Ungläubigen“ befreien zu müssen. Die sogenannten Ungläubigen als Gegenentwicklung eben auch gegen die „Ungläubigen“ Ihrer Sichtweise in Form der europäischen Eroberer, getarnt als Christen und einem falschen Gott, förderten die „Scharia“ heraus zur Erhaltung eben auch Ihrer heiligsten Stätten, die sich eben auf gleichem Boden, in der gleichen Stadt und den gleichen Mauern, manifestierte. Und das bis heute. Hierunter litten wie immer, in erster Linie die Juden. Die sich hieraus ergebende Quasivölkerwanderung eines zerstörten Kulturgebietes mit seiner Blüte Spaniens, wurde nun auf ganz Europa verteilt. Das wiederum hatte Auswirkungen für Europa, die nun die Kultur und das Wissen, das eben islamisch multikurlutrell geprägt war, in Europa zur Auslösung der Renaissance führte und Europa nach vorne brachte.

Der arabisch geprägte Stammesislam jedoch verfiel in die Stagnation und Wertegesellschaft, von der er sich bis heute nicht erholt hat. Europa hat heute wieder das gleiche Problem wie vor Jahrhunderten. Es gilt also, die Globalisierung, die sich eben auch in der Vermengung der Kulturen und Religionen wieder findet, eine neue Chance wie in Spanien zu geben, die von Toleranz, Austausch, Achtung und gegenseitiger Befruchtung geprägt waren. Hat Europa hier Mut, an eben dieser Lehre, da ja nun gerade ca. 350 bis 400 Jahre her ist und durch die Aufklärung eine offene Sichtweise erlaubt, Beispiel zu nehmen und eine Art Wiederholgung zuzulassen, so kann eben von dieser neueuropäisch geprägten Islambewegung, eine Reform des Islams stattfinden und Wunden schließen, die bis heute Ihre Wirkung zeigen und den Spannungen immer mehr erhöhen.

Das liegt eben auch daran, dass die Juden, die Jahrhunderte als Minderheit mit dem arabisch geprägten Islam und seiner Menschen sehr wohl in Eintracht lebten, durch das organisierte Judentum des sogenannten „Zionismus“, die zur Gründung eines vermeintlichen Fremdkörpers Israel auf arabisch-islamischem Boden führte, als Vorposten der alten Kreuzritterstrategie verstanden wird und wieder, wie zu Zeiten von Saladin, besiegt werden muss.

Der heutige Schutz Amerikas und Europas dem Staate Israel gegenüber, wird eben als Vorposten dieser politischen Gebiete mit Ihrem Bestreben nach Weltmacht und Reichtum westlicher Lebensart zur Ausnutzung der Reichtümer arabischer Rohstoffe etc. gleichgesetzt, da eben der Staat Israel aus Verwerfungen innerhalb Europas entstanden ist. Dieses wird meist so verstanden, dass Europa die Juden eben auch nicht haben will und die christlichen Länder jetzt die Juden benutzen, Ihren Kreuzritterfeldzug mit dereb Hilfe zu wiederholen und sie als Vorposten zu missbrauchen.

Deshalb wird auch eine Gründung Palästinas als eigenständiger Staat auf zu engem Raume, keinen Frieden bringen, da das Grundproblem sich damit nur verschärft. Eine Befriedung des Raumes kann es also nur mit dem Eingeständnis Europas geben, das die amerikanische Macht und das von den Juden gesteuerten amerikanischen Kapitals, hier nicht mehr das Sagen hat. Und Europa seine Fehler eingesteht und dem Kreuzrittergedanken, abschwört. Erkennbar für den Islam und die arabische Welt. Das kann jedoch nur geschehen, werden die Erfahrungen Europas, die zur Vereinigung Europas führen sollen, als Beispiel für den Raum herangezogen werden kann. Und das ist möglich. D.h., es muß eine europäisch-arabische Lösung gefunden werden, die die religiösen Spannungen lösen hilft, die die Traditionen und Reformen aus eigenen Stücken, begleitend durch eine interdisziplinär denkende arabische Führungsschicht, befördern hilft, sowie eine wirtschaftliche Entwicklung für die Nachbargebiete erfahren lässt, die aus Abhängigkeiten und Armut herausführt.

Und hier kann die Lösung nur heißen: es muß eine Föderation zwischen Israel und Palästina entwickelt werden, die auch Jerusalem als internatinionales Kulturerbe für die Welt anerkennt. Und diese Anerkennung von beiden Seiten akzeptabel macht. Infolge kann es also nur eine Wirtschaftsunion einer Föderation aus Israel und Palästina geben, die in dieser Wirtschaftsunion Ägypten, Jordanien und den Libanon, als ersten Schritt zusammenführt. Nach einer erfolgreichen Entwicklung dieses Raumen können dann der Iran und Syrien hinzustoßen. Die weiteren positiven Entwicklungen dürften dann auch für den „Letzen der Mohikaner“ erkennbar werden.

Diese Schritte sind langfristiger Natur. Es führt jedoch keine Weg an dieser Entwicklung vorbei, will Europa nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, sollte es zum erneuten Kreuzzugskrieg zwischen dem islamischen und dem europäischem Raume kommen. Denn Europa wird Israel verteidigen müssen. Da führt kein Weg daran vorbei. Und was ist besser als Krieg wenn man um die Dinge wissen kann? Natürlich die Kräfte in friedliche Systeme zu stecken, die mehr Ergebnis bringen, als jeder Krieg. Und das zum gegenseitigen Nutzen. Hierzu gibt es keine Alternative. Denn diese heißt nur Tod und Zerstörung mit ungewissem Ausgang.

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Schlüsselwörter: Abraham | Juden | Christen | Islam
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Kommentare

Rainer Karow
am 26.07.2009 09:45:04 (91.65.38.xxx) Link Kommentar melden
Lieber Chaim,
eigentlich wollte ich ja nicht. Aber diese unqualifizierten Totschlagsargumente mir zu unterstellen, sind nun geradezu aberwitzig. Das verbietet mir meine Herkunft. Und das hat mit Deutscher Sicht etc. überhaupt nichts zu tun, sondern gebietet die europäische Geschichte, wo die Juden ja nun seit Jahrhunderten geliebt und getötet wurden, je nach gerade vorliegendem Interesse. Sie gelten als Kulturverbreiter und Lehrer nach Auflösung und Flucht aus dem Sultanat in Spanien (zwangsweise durch katholische Truppen) , wurden vom "goldenen Handwerk" dann ausgegrenzt und haben sich zwangsläufig spezialisiert auf den Feldern, die man ihnen beließ. Meist beim schnöden Mammon. Und das bis heute sehr erfolgreich. Und es ist unbestritten, das das Kapital der judischen Gruppen in den USA nun einmal eine beherrschende Rolle stellen. Das hat mit antisemitischen Streotypen überhaupt nichts am Hut. Dieses Kapital spielt in jedem Falle eine andere Rolle als das italienische Mafiosikapital. Auch ist das keine Aussage über die Qualität von Menschen, sondern von Wirtschaftsinteressen und Gruppen. Das alte Bild des jüdischen Kapitals, so es überhaupt einmal Bedeutung hatte, ist heute ohnehin ohne Bedeutung, da das Kapital sich zwischenzeitlich Weltweit verbindet und alle Herren Ländermenschen aufweist. Sei es indische Stahlmagnaten und Autobauer, russisches Öl- und Gaskapital oder sonst was und wer. Ja selbst das chinesische Staatskapital misch da mit. Es ist also völlig neben der Sache sich immer weider mit überkommenen Dingen aufzuhalten, nur weil eine gewissenlose Klicke einmal die Deutsche Nation besudelt hat, was im Geistesansatz im übrigen auch ein europäisches Problem darstellte. Man darf diese Dinge nicht vergessen, da Sie sich tief in das Bewußtsein der Menschheit eingebrandt hat als Grenzüberschreitung. Nach 1945 ist mir nur Pol-Pot als Vergleich bekannt. Stalin war ja zu der genannten Zeit., hat jedoch keine industriell geplante Menschenvernichtung durchgeführt. Wenn die Ergebnisse auch vergleichbar waren. Und ob sich der iranische Bartträger nun als Nachfolger von "Mein Kampf", das er wohl als Vorbild nimmt, etablieren will, ist noch nicht genau auszumachen. Auch wenn da gewisse Parallelen zu erkennen sind.
Und ich bin kein selbsternannter Endlöser, so ein Schwachsinn, sondern diese Vorstellungen basieren auf Überlegungen der israelischen Geschichte, von den Überlegungen von Sharon der leider zu früh abgetreten ist, einer ägyptischen Islamforscherin und der europäischen Geschichte und der Lehren daraus. Der reine Nationalstaat hat seine strenge Bedeutung verloren, weil es auch immer Ausgrenzung und Abschottung vor...., bedeutet. Und nichts ist schlimmer als die Überhöhung. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden...., da war doch was?

Auch wäre es schön, jede disziplinübergreifende Denke, die nicht in das vorgekaute Weltbild paßt, nicht mit den überkommenen Klischees einer rechten Denke zuschmieren zu wollen. Das schlägt immer auch auf den Schreiber als Kurzsichtigkeit selbst zurück. Immer nach dem Motto: "denken das ist eine Zier doch besser geht es ohne ihr?"
Empfehlung: also nicht denken, nachdenken.
Ich selbst bin europäer deutscher Herkunft und habe am Europapaß mitgewirkt und bleibe auch in der Europabewegung. Eben genau deshalb habe ich mich jetzt der deutschen Problematik angenommen, die gelöst werden muß, bevor es in der Zukunft Gruppen machen, die die Geschichte nicht mehr so kennen, wie wir Betroffenen. (keine Gnade der späten Geburt, sondern als Nachgeburt) Und da wäre es doch hilfreich, könnten derartige Klassifizierungen von "schwarz und weiß" unterbleiben. Denn dazwischen liegen tausende von Tönen. Schreibe bitte gerne LB, die ohne Schmäh sich mit der Sache auseinandersetzen, auch Gegenpositionen sind gerne gesehen, aber laß bitte diese ständigen überkommenen Plattitüden aus der Mottenkiste der links orientierten politischen Korrektnis, die ohnehin keine Gültigkeit hat, da es sie gar nicht gibt sondern nur Mittel der Zensur ist. Und um es deutlicher zu machen. Diese ganzen Schwachmaten, die immer noch und heute mehr denn je, die deutsche Schuld bis ins siebente Glied aus Zweckdienlichkeit den Deutschen ins Gehirn "pinkeln", nutzen sehr wohl über Schule und Medien die Erfahrungen der "psychologischen Kriegsführung und der Desinformation" Nicht umsonst hat der große Kenner Grosser wie auch Scholl Latour sich dahingehend geäußert, wer in der BRD sich informieren will, sollte keine deutschen Nachrichten sehen. Wo das wohl herkommen mag?
Also, lieber Freund, ein wenig mehr Abstand zu den Dingen und ein wenig mehr Tolleranz, sollte man diese Ansichten nicht teilen. Und vor allen Dingen keine Beleidigungen oder Stilblüten ideologischer Verbrämung die weder der Sache hier, noch der Qualität der onlinezeitung24.de, entsprechen.
Was nun die vermeintlich ständigen Wiederholungen der Grundthesen angeht, so kommt alles zwangsläufig immer wieder auf das Kernproblem zurück, denn Alles hängt mit Allem zusammen. Und nur das ständige Aufzeigen von Wechselwirkungen läßt den Horizont erweitern. Und vielleicht eine andere Sichtweise zu, die dringend geboten erscheint. Denn die ganze und wachsende Unzufriedenheit in der BRD, die langsam sich zum Flächenbrand auswächst wo der Zeitpunkt der explosionsartigen Entflammung noch nicht fest steht, liegt auch an dem Chaos der BRD, deren nicht Reformierbarkeit, deren Politverwaltungsdiktaturstrukturen mit dem Anspruch Nachfolger des Nazireiches zu sein, was sich längst in faschistoiden Zusammenhängen widerspiegelt etc., etc.
Ich möchte unsere Freiheit des Denkens, des Handelns und einer Demokratie zurück, die sich so benennen kann. Und diese ganzen Reprädemokraten mit Ihrer Scheindemokratie sind der Untergang von....
Das wird auf Dauer nicht gut gehen können. Wir benötigen endlich ein aufgeklärtes Selbstbewußstein und Bekenntnis zu uns selbst und entsprechende Systeme die das zulassen, damit wir für die Zukunft mit und in Europa, bestehen können, ohne das die Geschichte sich wiederholt.
Sorry, aber es ist doch zeimlich schwierig, einen Pauschalvorwurf nur mit zwei Worten zu beantworten.Ich hoffe, es hat ein wenig geholfen. Und LB zur Sache, werden gerne übernommen.

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