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Sonstiges: Kultur & Religion

Homosexualität: Skandalöse Äußerungen des Papstes

Er ist 81, war nie verheiratet, hat keine Kinder: Er ist Papst und macht die katholische Kirche zur verfassungswidrigen Organisation. Denn laut Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist die Würde des Menschen nicht nur unantastbar, jeder Mensch hat auch das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Dieses Recht will dieser Junggeselle Homosexuellen immer noch nehmen.

„Schwule sind schockiert“ titeln die Zeitungen zum Jahresrückblick des Oberhauptes der katholischen Kirche vor der Kurie. Schockiert sind aber nicht nur Homosexuelle, die der 81-Jährige als „Gefahr für die Menschheit“ diffamiert haben soll. Dieser Mann ist übrigens schon auf dieser Welt gewesen, als Hitler Homosexuelle verfolgte. Nichts daraus gelernt?

Gefordert haben soll der Papst eine „Ökologie des Menschen“. Vorher hat er sich dem Vernehmen nach mit dem Umweltschutz beschäftigt und den notwendigen Schutz der Regenwälder gefordert. Ebenso wichtig soll für ihn der Schutz vor Homosexualität sein. Da hält man den Atem an, muss seinen Gedanken freien Lauf verbieten.

Aus der Geschichte wissen wir: Wer Angriffe auf die eine Minderheit zulässt, bekommt sie auch schnell für andere. Wenn diese Spirale sich erst dreht, kann niemand mehr sie aufhalten. Aber irgendwie haben wir hoffentlich auch Glück: Der Einfluss der katholischen Kirche ist in Europa dermaßen gesunken, dass von dieser Organisation in der Vergangenheit begangene Verbrechen heute nicht mehr möglich zu sein scheinen. Doch der Eindruck kann leider auch täuschen. Gerade in Krisenzeiten beginnt die Suche nach Sündenböcken und wenn es dem Papst gelingt, die Homosexuellen zu Sündenböcken zu machen, kommen Steine ins Rollen, mit denen nicht nur gleichgeschlechtlich Liebende gesteinigt werden können.

Er ist 81, war nie verheiratet, hat keine Kinder und leitet eine Kirche, die ihre Daseinsberechtigung aus der Behauptung bezieht, Paulus und Petrus seien in Rom gewesen. Das ist unter Historikern höchst umstritten. Deshalb kommt es dem Papst auf weitere umstrittene Äußerungen nicht an?

Heinz-Peter Tjaden

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Schlüsselwörter: Papst | Benedikt XVI | Homosexualität | Umweltschutz | Grundgesetz
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Kommentare

am 25.12.2008 12:30:11 (91.89.200.xxx) Link Kommentar melden
DISKRIMINIERUNG von gleichgeschlechtlich liebenden und lebenden Menschen ist doch der Ausdruck von Dummheit. Es gibt Millionen von Frauen die Frauen mögen und Millionen von Männern die Männer mögen, egal ob da nun das Versteckspiel Bisexualität vorkommt oder ob es gleich schwul heißt, in die freie Entfaltung der Persönlichkeit des Einzelnen hat niemand ein zu greifen. Das vom Grundgesetz her garantierte Recht auf Selbstbestimmung wird von der katholischen Kirche "betoniert" Das sind meine persönlichen Erfahrungen im Leben das ich als früherer Sexualberater für diverse Verlage auf viele schwule Priester und Padres gestossen bin. Udo J. Erlenhard der Herausgeber der ersten schwulen Zeitschrift Du & Ich ist doch ein gutes Beispiel dafür wie man die Existenz eines Schwulen vernichten kann. In den Niederlanden (vorsichthalber aber angemeldet mit Domizil in Benin) gibt es extra deswegen eine Kirche für bisexuelle und schwule Männer und Frauen. Toleranz gegenüber anders fühlenden und lebenden Menschen ist eben in Deutschland noch nicht angekommen. Was die braunen Nazis an Gewalt gegen Schwule predigen und ausleben ist in manchen Fällen das verdrängen der eigenen Sexualität. Leider, leider gibt es viel zu viele zickige und extrem tuntenhafte Trienen die das Bild des homosexuellen Menschen verzerrt darstellen und so die Volksmeinung verwässern.
Wenn der katholischen Kirche irgendwio gerade mal die Argumente ausgehen dann wird eben das Zerrbild verwendet das schwule Männer udn Frauen sich all zu gerne Minderjährige als Opfer aussuchen
am 25.12.2008 18:10:01 (217.83.70.xxx) Link Kommentar melden
Schon erschütternd, mit was sich so ein Papst im jahre 2008 beschäftigt, ich dachte, das Thema sei nun durch. Doch offenbar müssen gleichgeschlechtlich Veranlagte immer noch mit Haß, Rache und Schikane rechnen, und das bei uns und den Homosexuellenhetztjagden im Dritten Reich und oft auch danach.
Mal sehen, was der papst macht, wenn schwarzgelb in Berlin regiert und Guido den Papst besucht. Zu mindest hat Herr Westerwelle sich offen zu seiner Sexualität bekannt und auch sich als Außenminister schon mal beworben.
Leider kann man einem Papst nicht kündigen und Hartz IV drohem dem auch nie, dann würde der andere Themen ansprechen.
Der Mann ist als und dabei sollten wie es belassen.
HellerHeinrich
am 26.12.2008 15:43:23 (92.50.113.xxx) Link Kommentar melden
Was soll er denn auch anderes Sagen der Herr Ratzinger, als das was er immer sagt. Macht man sich einmal die Mühe und schaut über den deutschen Suppentellerrand, wird man leicht feststellen können das es in weiten Teilen der Welt mit der Toleranz gegenüber Homosexualität nicht weit her ist. Die katholische Kirche kann es nicht einfach nicht leisten hier auf die Schnelle einen Gesinnungswandel herbei zuführen, weil das vermutlich zu größeren Konflikten innerhalb der Kirche führen würde.
Das Grundgesetz mit dem Recht auf Selbstbestimmung, hat auch lange Zeit nach den §175 enthalten, also lange nach dem 3. Reich.
Die deutsche Gesellschaft ist bei weitem nicht so tolerant wie viele das Glauben mögen.
Pater Rolf Hermann Lingen
am 30.12.2008 19:36:25 (77.178.175.xxx) Link Kommentar melden
1. Ratzinger ist nicht Papst ("Sedisvakantismus"!).
2. Ratzinger lässt zwar manchmal ein paar "konservative" Bemerkungen fallen, die aber über das Wesen dieser - nach ihrem eigenem Urteil - "größten transnationalen Schwulenorganisation" nicht hinwegtäuschen können.
3. Deutschland hat nur ein "Grundgesetz".
4. Göttliches Recht steht über menschlichem (z.B. staatlichem) Recht.
5. Dass die Kirche "ihre Daseinsberechtigung aus der Behauptung bezieht, Paulus und Petrus seien in Rom gewesen", ist eine Lüge.
Und, und, und...

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