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Politik: Politische Meinung

Mobbing oder der Archipel Gulag* 2001

Oder wie eine Demokratie im Sinne der Täter und Mobber funktioniert.

Mobbing ist heute immer wieder eine Folge der Politik in diesem Lande, mit der man Macht verteilt, schützt und Ansätze von Demokratie und Menschenrechte systematisch zerstört oder verhindert. Kein anderer Fall wie die Ereignisse seit 2001 im Finanzamt V in Frankfurt und die dortigen Steuerfahnder zeigt dies so eindeutig, dass es schon erschreckend ist.

Gerade der aktuelle Fall Zumwinkel und eine unfähige Staatsanwältin haben gezeigt, was Strippenzieher und Netzwerker aus Politik und Wirtschaft anrichten können und bewusst auch wollen. Bis heute hat sich der Fachmann für Ökonomie und unser Bundespräsident seltsamer Weise zu den Vorgängen in Frankfurt und Bochum nicht geäußert, warum wohl? Zu Bochum und den Fall Zumwinkel werden in den nächsten Wochen hoffentlich noch viele Details und Hintergründe bekannt.

Zu dem Fall der Existenzvernichtung „der Steuerfahnder Rudolf Schmenger, Heiko und Tina Feser, von Sven Försterling, Marco Wehner, Frank Wehrheim, Dieter Reimann, Eckard Pisch, Wolfgang Schad und den anderen“* hätte sich Herr Köhler schon längst äußern können und im Geiste unseres Grundgesetzes selbstverständlich einmischen müssen. Den Mobbing ist bekanntlich für sich alleine schon ein Straftatbestand und wenn er auch noch von Vorgesetzten angewendet wird, dann muss gehandelt werden, gerade wenn die Hintermänner selber Staatsdiener sind. Doch aus den Schaltzentralen in Frankfurt und Berlin hört man nichts, warum wohl?

Und nach dem ein Herr Koch und seine CDU in Hessen den Kahlschlag in der Aufklärung von Steuervergehen durch die kalte Küche eingeführt haben, stellt sich die einfache Frage in einer Demokratie, was machen eigentlich die anderen Parteien in diesem Sumpfloch? Gemeint ist FDP, SPD, die Grünen – insbesondere wenn die sich gerade vorbereiten, mit der CDU und Herrn Koch ins Koalitionsbett nach den Wahlen 2009 zu schlüpfen – und dieLINKE, wo sind die Abgeordneten die diesen Fall auf die Tagesordnung bringen? Wo ist eine FDP eigentlich, die im Geiste von Theodor Heuss, Walter Scheel und Gerhard Baum den liberalen Gedanken und die Würde des Einzelnen verteidigt?

Für die Mitarbeiter und Steuerfahnder vom Finanzamt V haben die letzten 7 Jahre gezeigt, wer nicht mit den Wölfen heult, dem wird einfach in seine Existenz und allzuoft auch seine Gesundheit für immer zerstört, gerade wenn man sich mit den Kunden und Mitarbeitern der Commerzbank und Deutschen Bank beschäftigen muss. Und dann will diese Bank, gemeint ist die Commerzbank aus dem Rettungspaket auch noch Geld für ihre Unfähigkeit in der Finanzkrise. Geld, das aus dem Steuersäckel kommt, in das sie wohl Jahre oder Jahrzehnte lang systematisch versucht haben, keine Gelder einzubezahlen oder eben nicht den notwendigen Betrag. Moral ist in diesem Land schon längst zu einem Fremdwort geworden. Das haben die Steuerfahnder aus Frankfurt über Jahre durchleben müssen, wenn ihnen zu Anfang der Mobbingattacken klar gesagt wurde, "(l)ass gut sein, sonst machen die dich fertig"*. Eine Sprache die in den Kreisen der Mafia üblich ist, aber heute schon zu unserem Staatswesen passt, wie die Tatsache, dass die Opfer bei Nichterfüllung dann ganz gezielt herausgegriffen werden und als Exempel für die anderen Unwilligen dann richtig fertig gemacht werden, zu recht spricht ein Opfer vom Archipel Gulag, in dem man ihn dann versetzt hat. Eine Praxis die im Umgang mit unwilligen Beamten üblich ist.**

Die Abfolge ist einfach und beginnt mit einem „Wischi-Waschi-Vorwurf“ nach dem anderen, nur mit den üblichen Steigerungen der zuvor erfolgten Bespitzelung am Arbeitsplatz. „Hier sei ein Formular nicht richtig ausgefüllt, dort eine Telefonnummer unleserlich geschrieben, an einem Tag habe er sich zwischen 7.30 und 8.25 Uhr unerlaubt vom Arbeitsplatz entfernt oder habe mit einem Kollegen auf dem Flur über ein Verfahren geredet“ usw. und so fort. Schikanen, wie wir sie aus fast allen Mobbingfällen aus den Büros kennen.

Die nächste Stufe ist dann immer ein Arbeitsplatz im Keller ohne Aufgaben oder in einem Bereich, der keine Bedeutung hat. In Frankfurt war das der Archipel Gulag, und allen Beschäftigen war dann klar, wer es nicht „gut sein“ lässt, der landet dort in der Servicestelle. „Die Servicestelle Recht ist eine Geisterstation. >>Wir kamen da an<<, erzählt einer von denen, die nicht mit Namen im stern stehen möchten, >>da waren keine Computer, keine Akten, kein Chef. Es gab nichts zu tun. Wir haben aus dem Fenster geguckt und Urlaubsfotos sortiert.<< Für die erfolgsverwöhnten Steuerfahnder ist das ein Schock.“

Und alle haben es im Umfeld gewusst und weggeschaut, was dort die Herren Schneider-Ludorff (Behördenleiter), Ministerpräsident Koch (CDU), Norbert Schmitt (SPD), Koch-Freund Hunnius, Psychiater Dr. med. Thomas Holzmann und andere veranstaltet haben. Mobbing-Opfer kennen das, wenn Petitionen über Monate nicht beantwortet werden, Arbeitsrichter ihre Meldepflicht nicht wahrnehmen und vor den Herren des Gesundheitswesen sollte man sich eh in Acht nehmen, der Dr. Holzmann ist da nur eine „Lichtgestalt“ von vielen.

Aber es zeigt auch, dass bei uns in Deutschland die Instrumente der Petitionsausschüsse nicht funktionieren, Staatsanwälte für die Bekämpfung von Mobbing fast durchgängig fehlen, der Bereich „Medizin mehr Feind als Helfer ist“ und Abgeordnete wohl auch genau wissen, wie weit sie gehen dürfen und es dann „gut sein lassen“ müssen. Das System der Täter funktioniert im Falle von Mobbing bei uns besser, als sich das viele in einer Diktatur gewünscht haben oder vorstellen konnten.

Deutschland in diesen so wichtigen Jahren ist mehr ein Land auf somalischem Niveau als dem eines Barak Obamas, traurig aber wahr, daran sollte man bei den Wahlen 2009 immer denken.

* http://www.stern....0.html?p=3

** http://www.online...ticle/1043

PS. Dank an http://gelebte-de...index.htmlfür den Hinweis auf den Artikel.

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Schlüsselwörter: Archipel Gulag | Finanzamt V Frankfurt | Steuerfahnder | Existenzvernichtung | Rudolf Schmenger | Heiko und Tina Feser | von Sven Försterling | Marco Wehner | Frank Wehrheim | Dieter Reimann | Eckard Pisch | Wolfgang Schad | Theodor Heuss | Walter Scheel | Gerhard Baum | Commerzbank | Deutschen Bank | Koch | Schneider-Ludorff | Dr. med. Thomas Holzmann
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Kommentare

Helga Orlean
am 23.12.2008 01:33:06 (77.183.64.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Geändert von OZ24 am 17.12.2015 16:57:31.
  • Auf Wunsch entfernt Gelöscht von OZ24 am 17.12.2015 16:57:53.
am 24.12.2008 12:12:59 (217.83.117.xxx) Link Kommentar melden
@ liebe Helga,
was sagst du bitte zu dem Artikel:
Warum werden nun ........von Zivilcourage?
Helga Orlean
am 24.12.2008 15:06:40 (77.188.212.xxx) Link Kommentar melden
"Zivilcourage" ist, was die positive Erwähnung Lichtinghagens betrifft, dem Mainstream gefolgt, dafür kann er nichts.

Grundsätzlich hat er mit seinem Vorwurf, dass die positiven Vertreter aus Richterreisen, Staatsanwalt- und Anwaltschaften zunehmend repressiv behandelt werden, nach meinen Recherchen und Erfahrungen recht.
Helga Orlean
am 24.12.2008 15:25:50 (77.188.212.xxx) Link Kommentar melden
Ich meinte natürlich aus "Richterkreisen"
am 25.12.2008 17:03:17 (217.83.70.xxx) Link Kommentar melden
@ Helga Orlean, erstmal frohliche Weihnachtsfesttage.
Ja, positive Jusitzvertreter gibt es, doch unser Problem sind die vielen "Nichtskönner in Schwarz" oder die sich in den Dienst dubioser Kreise stellen.
In dem Sinne, wir lassen 2009 auch nicht locker und ich beginne mal gleich mit unserem Präsidenten, ja dem vom Bund und mit Namen Köhler, der müsste eigentlich mal ein Machtwort für die Opfer sprechen. Hat er Angst?
Heike
am 26.12.2008 18:23:26 (77.179.228.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Herr gambler,
positiv für das Mobbing zu erwähnen ist auch Detlev Lengsfeld. Vor allem, weil der http://www.mobbing-gegner.de jetzt eher zu einer Beratungs- und Hilfs-Plattform mutiert als zu einer Meckerecke. Seminarangebote, Tipps zur Kündigung und zur erfolgreichen Bewerbung, mit den richtigen Experten, Anwälten und Beratern soll jedem Mobbing Opfer geholfen werden können.
am 27.12.2008 05:51:21 (217.83.99.xxx) Link Kommentar melden
@ Frau Heike,
bitte mal lesen, http://www.onlinezeitung24.de/article/571.
Der Mobbing-Gegner wird hoffentlich das, was wir seit 3 Jahren versuchen zu erreichen. Die Seminarangebote sind für 2009 das Wichtigste, an der Vielfalt und Menge erkennen dann hoffentlich viele, wie weit Mobbing diese Gesellschaft zerfressen hat.
Gerhard Schulze gründet in Berlin-Brandenburg jetzt bald einen Mobbing-Verein mit Vereinsatzung und Gemeinnützigkeit, dann können wir Spenden sammlen und Prozesse führen. geschu@stardsl.de
Zivilcourage
am 07.01.2009 09:12:23 (91.89.164.xxx) Link Kommentar melden
Für das angeordnete erste Mobbing gegen mich hat mein frührerer Arbeitgeber aus der Schweiz 100.000 Schweizer Franken bezahlt wie sich im Laufe mehrerer Strafverfahren nachweisen ließ. Aber was nutzt das wenn man erst mal raus-gemobbt wurde und kein Geld hat um den mutigen Anwalt bezahlen zu können den man brauchen würde- Das zieht sich über Jahre hinweg und am Ende ist das OPFER nicht nur finanziell Pleite sondern gesundheitlich auch so stark angeschlagen, daß es Jahre dauert bis man sich einigermaßen wieder in die Wirklichkeit zurückgefunden hat. Dann rechnet man nicht damit, daß man dann noch ein zweites mal ein OPFER von Mobbing werden könnte. Mich hat das dermassen schwer getroffen, daß ausgerechnet in einer sozialen Einrichtung so etwas passieren konnte denn der "Zweck" dahinter war geradezu lächerlich es ging um reinen Machterhalt. Seitdem habe ich versucht mal eine einzige egscheite Mobbring Selbsthilfegruppe zu finden die beraten und begleiten könnte, aber auch dort fand ich nur OPFER die immer und immer wieder ihren eigenen "Fall" in den Vordergrund bringen wollten, von notwendigem Gemeinsinn weit entfernt. Erst als dann die Richterin beim Verwaltungsgericht Freiburg eine ehemalige Lehrerein nicht als Mobbing Opfer erkannt sondern als Querulantin beschimpft hat habe ich mich aus diesem ganzen Wahnsinn zurückgezogen. Die Klägerin war so verbissen derauf Recht zu bekommen, daß erst ein ernsthaftes Gespräch von mir sie dazu gebracht hat sich mal um ihre soziale Notlage zu kümmern und die soziale Grundsicherung zu beantragen. Bist Du bei Gericht dann liegt dein Schicksal bei der oft unfähigen Justiz und nicht mehr in Gottes Hand. Die AOK hat seinerzeit schöne Broschüren über Mobbing verteilt mit vielen Tipps die allesamt wirkungslos sind. Doch als es dann darum ging der rechtlichen Verpflichtung der AOK (alle Krankenkassen sind dazu gesetzlich verpflichtet) nach zu kommen die Mobbing Selbsthilfe Gruppe eine Beihilfe zu bewilligen wurde diese verweigert weil die Gruppe kein eingetragener gemeinnütziger Verein war. Das Problem der deutschen Justiz liegt auch bei den Staatsanwalstchaften die bei Mobbing Opfern nicht knallhart reagieren und bei der Strafzumessung auch hohen Schadensersatz fordern könnten.
Heike
am 07.01.2009 11:17:11 (77.179.250.xxx) Link Kommentar melden
@Zivilcourage: Danke für die mutige Resonanz. Gerne würde ich sie im Forum vom Mobbing-Gegner veröffentlichen. Broschüren bringen nicht viel, aber solche Plattformen wie der Mobbing-Gegner sollen nicht nur Plattformen sein, wo die Betroffenen sich ihren Frust von der Seele schreiben können, sondern gleichzeitig auch Hilfsangebote und Beratung bieten. Und damit das so wird, benötigen wir die Unterstützung vieler Betroffener, Unternehmensberater und anderer kompetenter Leute, die Artikel veröffentlichen. Auf Wunsch gegen einen Backlink oder Bewerbung/Unterstützung der eigenen Seite. Das ist ganz wichtiger. Jeder schriftliche Beitrag zählt! Und wer nicht selbst schreiben kann oder möchte, dem helfe ich gern.
Freundl. Grüße
Heike Stopp
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