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Politik: Soziales & Bildung

Der Krieg der Konzernlobbyisten gegen das deutsche Bildungssystem

Jährlich werden uns neue Horrornachrichten darüber geliefert wie schlecht unser Bildungssystem sei und alle Jahre wieder fallen wir darauf hinein und bemitleiden uns selbst, ja schämen uns sogar, und dennoch ist diese Art der Nachrichten schlicht eine grandiose und unverschämte Lüge zum Vorteil der Wirtschaft und Industrie und ihrer verlagerten Mutterkonzerne mit Hauptsitz im Ausland.

Diese Lüge treibt die Bundespolitik zu kopflosem Handeln und Eltern wie auch Schüler fragen sich was man dagegen tun kann. Sie wachen quasi jährlich auf und fühlen sich in den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ versetzt. Wenn man jedoch einmal genauer hinschaut und hinterfragt warum das so ist, so bemerkt man sehr schnell, dass heutige Konzerne ihre Heimat meist nicht mehr in Deutschland haben, denn die Konzernzentralen sitzen überwiegend im Ausland. Und jeder bäckt sich am liebsten seine Arbeitnehmer so, wie im Heimatland üblich, nur die deutsche Wirtschaft tut das nicht, denn Mitarbeiter im Ausland sind oft fügsamer, arbeiten zu schlechteren sozialen Bedingungen und niedrigeren Löhnen, sind leichter kündbar und so weiter. Wäre es nicht schön, sich selbst, also der Wirtschaft und den Aktieninhabern höhere Gewinne dadurch zu verpassen, dass man kurzerhand die Politik zwingt anzuerkennen, wie schlecht die Bedingungen sind und dies mit schlechter Ausbildung zu begründen.

Ein hinterhältiger Schachzug, der natürlich sofort aufschreckt und Unruhe schafft, dabei meint man eigentlich eine zu gute Bildung, denn genau deshalb werden ja in Deutschland höhere Löhne bezahlt. Eingeführt wurde das aber in einem anderen Jahrhundert, nur gefällt den Konzernen einfach dieses System nicht, und was liegt da näher, als das Ganze gegen das deutsche Bildungssystem zu wenden um sich so Vorteile zu verschaffen, denn plötzlich wird damit die Aufrechterhaltung des hohen Lohnniveaus im Sinne der Wirtschaft verändert. Kein Staat möchte ja zulassen, dass für schlecht Gebildetes personal zu hohe Gehälter bezahlt werden müssen. Gemessen wird von der Wirtschaft dabei das am Stammkonzern gültige Bildungsniveau, wie man vorgibt, gemeint sind hingegen Lohnniveau und die soziale Absicherung.

Bisher gelingt es den Lobbyisten auch regelmäßig diese Taktik anzuwenden. Die Wirtschaft benutzt im Gegenteil zuzüglich ein weiteres Druckmittel. Sie behauptet in schöner Regelmäßigkeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht die entsprechend ausgebildeten Arbeitskräfte zu finden und meint wiederum nur die von ihr erwünschten Gehalts- und Sozialkomponenten. Und in schöner Regelmäßigkeit wird es ihr gewährt Arbeitskräfte aus dem Ausland zu den der Konzerne genehmen Konditionen zu verpflichten.

Es wird Zeit, dass die deutsche Politik diesem unwürdigen Spielchen ein Ende setzt, und dies ist viel einfacher zu bewerkstelligen als man annehmen möchte. Die Politik ordnet an, sowohl den MSA als auch die Fragen des deutschen Abiturs in die Sprachen englisch, spanisch, russisch, chinesisch, japanisch und arabisch zu übersetzen. Gleichzeitig mit den deutschen Prüfungen finden in den entsprechenden Jahrgängen weltweit diese Prüfungen auch statt, und dann werden wir ja sehen, wer wo wie abschneidet, und ob das deutsche Bildungssystem wirklich so schlecht oder ob es nur schlechtgeredet ist-und dann gute Nacht liebe Konzerne, denn sollte dieser Test für Deutschland positiv ausfallen gibt es ab dem Zeitpunkt nur noch eines, nämlich den deutschen Arbeitsmarkt wieder in das Licht zu rücken, das ihm zusteht, mit entsprechendem Lohnniveau und entsprechender sozialer Absicherung, denn Deutschland und sein Bildungssystem sowie seine Schüler, Studenten, Auszubildenden und Arbeitnehmer wurden lange genug für wirtschaftliche Konzerninteressen missbraucht!

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Bildung | Deutschland | Lobbyismus
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