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Internet: Onlinespiele

Lang Lebe World Of Warcraft - denn diese Sucht entsteht allein aus Frust

Weihnachtsgeschenk Internetgame? Ein Plädoyer für Internetspiele

Foto 4players.de
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Internetspiele können süchtig machen, das ist wahr. Falsch ist jedoch das was von so genannten Experten dazu geäußert wird, die Internetspiele am liebsten völlig verbannen würden. Meist handelt es sich dabei um Psychologen, die betroffenen Eltern, Angehörigen, Freunden und Spielern dabei helfen einen geregelten Alltag wieder neu zu entdecken und das Zusammenleben neu zu erlernen. Diese Psychologen vertreten jedoch genau diese Interessengruppen.

Wie jede wirtschaftliche oder politische Lobby werden sie dafür bezahlt bestimmte Meinungen zu verbreiten, die diese Gruppen für die alleinige Wahrheit halten. Im normalen Leben sind da zum Beispiel die Tabakindustrie oder die Autoindustrie, die Stromkonzerne zu erwähnen, die so zu einem gewaltigen politischen Einfluss gelangen.

Man muss jedoch kein Psychologe sein um das Spielchen zu durchschauen, das da betrieben wird, es genügt ein gesunder Menschenverstand um zu erkennen, was hier zwar erklärt aber auch was verschwiegen wird.

Es ist fatal, wenn genau wie auch ansonsten nur immer das Negative in die Medien hineinforciert wird, denn nur schlechte Nachrichten verkaufen sich gut. Sicher wissen die Therapeuten der Menschen die unter einer Internetspielsucht leiden sehr genau woher das Suchtproblem kam und wie es entstehen konnte, jedoch müssen sie das verschweigen, denn wer sägt schon am eigenen Ast und welcher Hund beißt normalerweise die Hand die ihn füttert. Niemand beziehungsweise keiner.

Betrachten wir diese Süchtigen aber mit gesundem Menschenverstand so müssen wir eigentlich fordern dass uns „Nur die Wahrheit und Nichts als die Wahrheit“ präsentiert werden sollte. Jedoch ist in diesem Falle die Wahrheit eine der bittersten der sich solche Menschen und ihr Umfeld stellen müssten und deshalb wird sie gedeckelt, denn wer gibt schon gerne öffentlich sein Versagen zu?

Um welches Versagen handelt es sich nun also? Es ist ein persönliches Versagen des gesamten Umfeldes des Süchtigen, es ist ein soziales Versagen und auch die Unfähigkeit in einer funktionierenden Familie und mit „echten Freunden“ intakt miteinander zu leben. Es ist ein gestörtes nicht erlerntes Sozialverhalten wie es heute im Allgemeinen in der Gesellschaft der Bundesrepublik allgemein üblich ist.

Es ist auch die dadurch entstandene Unfähigkeit Probleme zu erkennen und gegen zu steuern, es ist die Unfähigkeit nicht gelernt zu haben oder es vernachlässigt zu haben Zeit füreinander zu finden, zu kommunizieren.

Es ist das Fehlen dessen was man ansonsten als Sozialisierung bezeichnet, es ist ein versagen derer, die nicht gelernt haben sich wirklich für Probleme anderer zu interessieren, geschweige denn sie je zu hinterfragen. Es ist der schiere Mangel daran die Bedürfnisse seiner Mitmenschen zu erkennen oder sich für den anderen überhaupt zu interessieren, denn es zählt heute nur man selbst, und das ist auch meist im persönlichen und familiären Umfeld heute so. Diese Unfähigkeit wird natürlich niemand zu geben.

Diese Menschen hätten früher viel eher das aufgesucht was man als Familientherapie bezeichnet. Nur Fehler werden eben gerade in Fällen der Internetsucht weit fort geschoben und dem Medium selbst in die Schuhe geschoben, weil das nun einmal der leichteste Weg ist. Aber gerade die Therapie der Internetsüchtigen ist zum Scheitern verurteilt, wenn nicht das gesamte Umfeld ebenso eine Therapie macht. Das Suchtproblem der Behandelten wird sich früher oder später nämlich in anderer Form wieder seine Bahn brechen, denn das eigentliche Problem ist nicht der Süchtige sondern das, was zur Sucht führte, und davon wollen die anderen Betroffenen natürlich nichts wissen und heben die Hände. Und natürlich stellen sich die Therapeuten in diesem Falle blind.

Wodurch kommt es aber zur Entstehung der Internetsucht (und im Übrigen auch anderer Süchte)? Nun es gibt Süchte, die vererbbar sind, und die durch Gene ausgelöst werden können das ist bewiesen, zu diesen Süchten zählen die Alkoholsucht und im Übrigen auch das Rauchen.

Bei der Spielsucht (und zwar bei jeder dieser Formen) ist das anders. Kinder entwickeln ein Urvertrauen und je besser dieses fundamentiert ist, um so besser auch die familiäre und soziale Bindung ist, um so stärker sind sie dazu in der Lage ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich einen Kreis aus “echten“ Freunden zu bilden.

Ein Umfeld zu schaffen, das in der Lage ist sich um das heranwachsende Kind zu kümmern ist zuerst die Kernfamilie. Ihre Aufgabe ist es den Spagat zwischen Arbeitsalltag und Kind zu bewerkstelligen, ihre Pflicht ist es, abends gemeinsam Zeit für einander zu haben, auch abgeschlafft etwas zu unternehmen und sei es nur ein Spaziergang oder ein gemeinsames Spiel.

Dazu gehört es auch, gemeinsam die Hausaufgaben durch zu gehen, vielleicht doch etwas gemeinsam zu üben, gemeinsam einen Film auszusuchen, ein Buch vor zu lesen. Dazu gehört es zu Elternabenden zu gehen, dazu gehört es die Freunde des Kindes zu kennen, dazu gehört das gemeinsame Essen und dazu gehört es auch keinen Leistungsdruck aus zu üben- genau dieser nämlich bewirkt oft genau das Gegenteil. Er bewirkt die Brandmarkung als Streber. Ein Mensch ist wie er ist, Kinder gehen eigentlich gern zur Schule, es sei denn die Umgebung beginnt diese Freude bereits in der Grundschule durch Druck zu zerstören.

Unbemerkt von den Eltern passiert es dann, dass dieses Kind unweigerlich falsche freunde haben wird, die nämlich die es abschreiben lässt, die die es nicht abschreiben lässt fallen ohnehin weg. Ebenso ist das mit zu hohem Taschengeld, wenn Kinder sich Freunde erwerben, die nur Freunde sind, weil das Kind großzügig ist. Diese Dinge müssen Eltern vor Augen haben!

Viele der Menschen, die internetsüchtig werden haben eine solche Vergangenheit- sie lebten in Familien und einem Umfeld, die sich nicht um einander kümmerten, die nicht in der Lage dazu waren oder es nicht wollten, weil es eben anstrengend ist und den ohnehin schweren Alltag noch mehr belastet. Aber Kinder spüren es sehr genau, wenn sie eigentlich ein Störfaktor sind. Diese Kinder können in einer solchen Umgebung kein gefestigtes Selbstvertrauen aufbauen und landen garantiert bei den Freunden, die wegrennen, sobald ein Problem auch nur am Horizont erscheint.

Diese Kinder verbringen sehr viel Zeit mit sich selbst, sie ziehen sich zurück und natürlich wird jedem anderen die Schuld dafür zu geschoben nur nicht dem direkten sozialen Umfeld selbst, denn dieses Versagen ist immer auch das Versagen all derer, die mit diesem Menschen in irgendeiner Form gelebt haben. Eine Charakterschwäche, fehlende soziale und familiäre Bindungen!In dem Spiel sucht dann das Kind die Bestätigung, die es aus dem eigenen Umfeld nicht erhält.

Natürlich höre ich den Protest- aber wie kann man nur- wir doch nicht, und doch ist das die bittere Wahrheit die von diesen Menschen und den Therapeuten verschwiegen wird.

Woher ich das weiß? Nun ich spiele dieses Spiel selbst und zwar seitdem es erschienen ist. Ja, ich spiele es gemeinsam mit meinem Sohn, der zu dieser Zeit 14 Jahre alt war. Ich kenne auch sehr viele andere inzwischen Jugendliche und Erwachsene, die dieses Spiel spielen und die mit uns befreundet sind. Aber kein einziger dieser jungen Menschen ist der Sucht verfallen!

Das Spiel läuft bei allen erst dann, wenn wirklich sich der letzte Freund ect verabschiedet hat, weit und breit kein anderer sozialer Termin in einem Verein oder bei auswärtigen Unternehmungen mehr ansteht mit der Familie oder Kumpels mehr ansteht. Diese Jugendlichen haben allerdings alle eines gemeinsam: Sie leben in intakten Familien, die einen absoluten sozialen Rückhalt leben egal wie schwer das auch manchmal sein mag und sich um einander kümmern.

Wer also seinem Kind ein Internetspiel schenken mag, der soll es ruhig tun, wenn die oben genannten Faktoren stimmen, und World of Warcraft ist das schönste der verfügbaren Spiele.

Jenen, die bereits in einer Therapie sind und allen, die sie hinter sich haben muss man sagen, dass nur der totale Bruch mit dem früheren sozialen Familien- und Freundesumfeld sie vor einem Rückfall bewahren wird. Es sei denn, alle anderen Personen haben sich ebenfalls einer Therapie unterzogen und erkannt, was der Auslöser beim Süchtigen war, welchen Anteil und welche Schuld sie selbst daran hatten. Ist dies nicht geschehen, braucht die Therapie durch den Süchtigen überhaupt nicht erst begonnen zu werden, denn die alten Probleme die das soziale Umfeld vorher bot sind nachher dieselben wie vorher!

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Internet | Gesellschaft | Vermischtes | Internetsucht | Spielsucht
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Kommentare

Katrin938
am 19.12.2008 21:18:06 (78.61.86.xxx) Link Kommentar melden
Schöner Artikel und kann den Ausführungen nur zustimmen!
Jolly
am 01.05.2009 22:00:50 (84.62.164.xxx) Link Kommentar melden
Ich finde das zum TEIL ziemlich überzogen dargestellt und in manchen Sachen muss ich dir echt widersprechen!

Vorallem widespreche ich dir in dem Punkt, dass man nur abhängig von WoW werden kann, wenn man kein starkes Umfeld hat. Es gbt viele Fälle, die berichten dass sie vorher alles gehabt haben, und durch WoW alles (Freunde, Bziehung usw.) verloren haben!

Mütter kauft euren Kindern nie ein Online Spiel!!!!!!!!!

ZUM TEUFEL MIT DIESEM SPIEL! WO SOLL DAS NUR ENDEN!

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