Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Politik: Politische Meinung

Die Schuhwurftaktik- wann müssen Journalisten nackt in Pressekonferenzen?

Journalisten haben ein Problem. Ihr Artikel erzeugt nur Wirkung und weltweite Aufmerksamkeit, wenn sie sich dafür in Gefahr begeben und daraus etwas so einmaliges schreiben oder einen Skandal aufdecken, dass es quasi eine Garantie für eine große regionale oder weltweite Verbreitung gibt, denn davon leben Journalisten.

Oft rücken sie auch nur dadurch in das Rampenlicht, wenn sie inhaftiert, ihre Büros durchsucht oder sie bei der Erfüllung ihrer Aufgabe getötet werden. Dann plötzlich werden ihre Berichte posthum so wichtig, dass sie doch noch erscheinen und erst dann werden sie oft erst geehrt und ihre Arbeit wird gewürdigt.

Journalisten leben heute mit vielen Einschränkungen, so dass eine freie Darstellung kaum noch möglich ist, denn es spielen immer auch politische und wirtschaftliche Interessen dabei eine Rolle. Schritt für Schritt werden ihre Rechte beschnitten so wie man es auch weiter über das neue BKA-Gesetz derzeit versucht, das doch nun tatsächlich endgültig die totale Überwachung und das Abhören von Journalisten ermöglichen würde. Das heißt, man hat ja schon einiges erreicht, denn wenn Gefahr im Verzug ist dürfen ja Computer ohne Wissen durchsucht werde.

Unsere Regierung macht ihren Job einen Überwachungsstaat erster Güte zu errichten gründlich. Das erinnert schon an die dunkelsten Zeiten der Geschichte Deutschlands, denn im Dritten Reich wurden Kinder auf ihre eigenen Eltern angesetzt. Gleichzeitig erinnert es auch an die Methoden der Stasi in der ehemaligen DDR, die man ja angeblich bitter bekämpft, was sich am Umgang mit „Die Linke“ bestens belegen lässt.

Diese Bundesregierung jedoch ist wesentlich gefährlicher, verlogener und subtiler in ihrem Vorgehen, sie belügt die Bürger dieses Landes indem sie sie in dem Glauben belässt, sie lebten in einem demokratischen Rechtsstaat. Davon jedoch sind wir heute weiter entfernt, als wir es je waren.

Ein kleiner unbekannter Journalist hat nun gezeigt, wie man seinen Artikel weltweit schnell verbreitet und dabei so im Licht der Welt steht, dass man gleichzeitig dadurch einen gewissen Schutz gegen Verfolgung und Inhaftierung genießt. Mit dem Schuhwurf hat er das was alle anderen ebenfalls geschrieben hätten unterstrichen und in fette Buchstaben gesetzt.

Andere haben nun diesen „Beitrag“ für ihn weltweit veröffentlicht und er hat erreicht, dass der Welt dieser Mann noch mal vor Augen geführt wird und sich erneut die Welt daran erinnert, wie dieser Präsident durch seine Art des Regierens die Welt unsicherer gemacht hat. Bestimmten Dingen nämlich wie der Terrorgefahr gegen alle westlichen Staaten oder Staaten die in diese Richtung tendieren hat Bush diese Staaten erst ausgeliefert. Nur das nochmalige Erinnern daran zählt, und nur das hat dieser Journalist getan, auch wenn die Art und Weise ungewöhnlich war, er hat seinen „Artikel“ geschrieben und unterstrichen, bzw. andere damit beauftragt, die es taten.

Er hielt sich dabei auch an den Pressekodex. Welche zweite Meinung hätte er wohl berücksichtigen und beleuchten sollen, wenn die Welt sich in diesem Punkte so einig ist? Er hat ihn auch in seiner Handlung beachtet, denn Bush fühlte sich zu keiner Zeit bedroht, im Gegenteil es scheint ihn amüsiert zu haben.

Es mag eine sehr eigenwillige Art der Berichterstattung gewesen sein, denn es wurden ja andere beeinflusst für ihn zu schreiben und doch ist es gelungen, auch wenn er es zu Beginn so nicht gesehen haben mag, auch wenn es andere geschrieben haben. Er hat seinen Bericht selbst verfasst.

Es bleibt nun eigentlich nur eine interessante Frage:

Zu welchen weiteren Einschränkungen für Journalisten wird das führen?

Zu einem Schuhverbot in Pressekonferenzen?

Und was kommt dann, wenn es demnächst ein anderes Bekleidungsstück ist, mit dem geworfen wird?

Werden wir irgendwann Pressekonferenzen erleben, in denen Journalisten ihre Fragen nackt stellen?

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Journalismus | Medien | Presse | Politik | Sport | Wirtschaft | Demokratie
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.04 Sekunden
38,454,670 eindeutige Besuche