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Medien: Sonstiges

Der „ECHTE“ Bürgerjournalist

Es ist in Mode gekommen, sich als Bürgerjournalisten zu bezeichnen und es gibt inzwischen ungezählte Menschen, die das tun. Diese Menschen suchen meist bereits in anderen großen Tageszeitungen oder ihren Regionalblättern nach Nachrichten, die ihnen besonders wichtig erscheinen und verbreiten somit die News anderer weiter, sie unterstützen somit die bereits existierende Presse und verhelfen ihr zu kostenloser Werbung. Die Presse mosert zwar und äußert verhalten Kritik aber natürlich nicht zu offensichtlich, denn das so weiterverbreitete Material dient ihr ja letztendlich.

Das aber hat mit echter journalistischer Arbeit rein gar nichts zu tun. Was dort geschieht ist die reine Verlinkung der Arbeit anderer, denn der der den Link setzt hat sein Werk ja schließlich nicht selbst geschaffen, es unterliegt nicht seinem Copyright. Das ist mehr oder weniger eine Art Zeit totzuschlagen, ohne selbst sich Gedanken zu machen, wie es ja auch in der Politik üblich ist. Die Bürger meckern zwar, aber niemand will sich selbst die Hände schmutzig machen und etwas von seiner Freizeit zu opfern, um selbst etwas zu ändern indem man ein paar Stunden aufbringt, in eine Partei eintritt und so aktiv wird. Nur so sind Zustände zu ändern und nicht durch Meckern. Und zur Wahl geht man schon gleich gar nicht, weil meist findet dieses Event ja an einem Sonntag statt. Es gibt ja genügend andere.

So kommt es dazu, das vielleicht noch die Hälfte aller Bürger entscheidet, und wenn davon dann 40% eine Partei wählen, die koaliert, so ist es nicht mehr die Mehrheit die da regiert sondern die Politik wird allenfalls noch für ein Drittel der Gesamtbevölkerung gemacht. Es ist also davon auszugehen, dass genau dieses Drittel zur Wahl geht, weil es ganz bestimmte Interessen vertreten wissen will und der Rest der nicht zur Wahlurne geht genau eine Regierung bekommt, die sie regiert, deren Interessen mit denen der Bürger aber auch gar nicht mehr übereinstimmen.

Was bedeutet dieses nun für den Bürgerjournalismus?

Wenn wir uns als Bürgerjournalisten verstehen und es ehrlich meinen, wenn wir also andere Nachrichten, die auch wichtig sind nirgendwo entdecken, dann schreiben wir sie selbst. Von anderen Medien einfach nur Verlinktes ist ja genau das, was diesen Medien „Kapital“ bringt und ihre Auflagen sichert. Diese Nachrichten sind also „politisch korrekt und erwünscht, weil sie entweder dem Herausgeber gefallen oder dem etwas einbringen, dem dieses Medium gehört. Dort werden dann als politische Meinung auch jene vertreten, die politisch erwünscht sind, denn solche Macher und Besitzer sind immer irgendwie mit einer Partei besonders verquickt.

Echte Bürgerjournalisten arbeiten dem entgegen. Sie müssen sich nicht einem Zwang unterwerfen, der normale Journalisten vielleicht den Arbeitsplatz kostet, wenn er es nicht tut. Echte Bürgerjournalisten betrachten auch die Dinge und Ereignisse, die in anderen Medien einfach nicht zu finden sind und betrachten Dinge unter einem anderen offeneren Gesichtspunkt, eben weil sie nicht an Normalmedien und deren Zwänge gebunden sind.

Echte Bürgerjournalisten denken selbstständig und unbeeinflusst vom nächsten Gehaltscheck. Natürlich ist es schön, wenn sie so einen am Monatsende erhalten, es wird ihnen aber nicht vorgeschrieben, was derzeit politisch korrekt ist. Jede Mitteilung wird einer genauen Prüfung unterworfen, denn es gilt, bestimmte Propaganda für rechtsextreme Gruppen zum Beispiel verbietet sich von selbst. Auch in einem bürgerjournalistischen Medium gibt es also Kontrolle, nur betrifft diese eher den Punkt, ob das geschriebene nicht ein anderen Copyright verletzt, ob es mit dem Grundgesetz vereinbar ist und ob es sich somit dem Pressekodex unterwirft. Ist dies geschehen, steht absolut einer Veröffentlichung also nichts im Wege, erst dann wird veröffentlicht. Der Bürgerjournalist arbeitet so mit doppeltem Netz, auch wenn er bezahlt wird.

In der Onlinezeitung24 wird unsere Arbeit bezahlt, momentan gering, aber dieses Medium ist es Wert.

Wer sich also als Bürgerjournalisten bezeichnet, dessen Arbeit gehört honoriert wie hier.

Wer sich als Bürgerjournalist bezeichnet, der kopiert nicht, er schreibt selbst, er denkt selbst.

Werden sie ein „Echter Bürgerjournalist“ berichten Sie das was Sie sonst nicht finden. Kommentieren Sie mit eigenen Worten das Geschehen und äußern Sie ihre Meinung in eigenen Worten -sprich seien Sie ihr eigenes Original!

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Schlüsselwörter: Medien | Bürgerjournalismus | Internet | Politik | Presse | Wirtschaft | Kultur | Wahlen
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Kommentare

Axel Heyne
am 19.12.2009 16:11:54 (217.88.134.xxx) Link Kommentar melden
ja, dieser Artikel findet meine volle Unterstützung. Bürgerjournalisten sind wirklich unabhängig, vielleicht sind sie die einzig wirkliche Zukunft einer unabhängigen Medienarbeit. Das wäre alerdings sehr schade. Ich habe aber Hoffnung das es genügend Journalisten gibt, die ihren Beruf ernst nehmen und sich nicht kaufen lassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zeitschrift "Hintergrund". siehe auch www.hintergrund.de

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