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Politik: Politische Meinung

Eine clevere Lösung gegen die Datenklaukultur „Made in Germany“.

Oder der Täterschutz im Albtraumland.

Insider wussten schon immer, etwas stimmt nicht in den Verwaltungen und Unternehmen in Deutschland aber insbesondere in Berlin und Brandenburg. Der neuste Fall im nationalen Datenklauskandal zeigt dies einmal mehr.

So sind zigtausende kompletter Datensätze von Kreditkarteninhabern der LBB, Landesbank Berlin an die Frankfurter Rundschau(1) geschickt worden. „Die anonym per Post zugespielten Daten seien auf Mikrofiches aufgezeichnet gewesen, durchsichtigen Folien, die jeweils tausende Daten speichern können, berichtete die >R< weiter.“

So weit die bisher veröffentlichen Fakten und dabei wird er auch vorerst bleiben, denn offensichtlich hat die Frau, der Mann oder eben mehrere genau gewusst, was sie machen und wie es zu ihrem Schutz aufbauen mussten und müssen. Um solchen Datenmissbrauch aufzudecken, gibt es in einer Demokratie mehrere Instanzen, die es auch bei uns gibt, die aber offensichtlich nicht funktionieren und dies auch mehr und mehr von den Bürgern erkannt wird. So hätte man das ganze Paket an Informationen zum wohl gängigen und üblichen Datenhandel Made in Germany an die Landesdatenschutzbeauftragten weiterleiten können. Doch wer Hr. Dr. Dix(2) und seine Arbeitsweise kennt weiß, dass das Selbstmord wäre oder zu mindest auf keinen Fall ohne Folgen für die „Datenschutzfreunde – so will ich sie mal hier nennen –„ geblieben wäre. Nicht besser sieht es im Land Brandenburg aus.(3)

Dann hätten sich die Datenschutzfreunde an die Staatsanwaltschaften wenden können, sowohl in Old Berlin City aber auch im neuen Bundesland Brandenburg oder in einem anderen aus dem Club der 16. Aber auch hier wäre schnell klar gewesen, nicht die Demokraten, die informieren, die Öffentlichkeit wach rütteln, sondern die Täter hätten sich sicher fühlen dürfen und jeglichen Schutz genossen, denn man nur auf diesem Globus sich vorstellen kann.

Denn was dort alles so passiert, vom Verlust wichtiger Akten in vielen, vielen Ermittlungsverfahren bis hin zu Briefen, die einfach 12 Stunden(4) zu spät kommen, ist die Palette so schrill und bunt, das es auf keine Kuhhaut passt. Eines steht aber immer schon von Anfang an fest, bei diesen staatsanwaltschaftlichen Fehlleistungen profitieren immer die Täter, niemals die Opfer, ist doch komisch, oder?

Gut, dass die Freunde des Datenschutz diesen und einen anderen Weg nicht gegangen sind, sie haben sich Hardcoremobbing und Schnüffelorgien aus dem Heer der alten Rotkohlfarmer von Erich M. mit erspart, wenn sie zum Beispiel als Alternative über die Gewerkschaft gegangen wären. Der Telekomabhörskandal zeigt nur, wo wir uns im Jahre 2008 befinden, fragt man sich etwa nach dem Zustand der Arbeitnehmervertretungen.

Eine weitere Alternative wären die drei Petitionsausschüsse gewesen, nur mein Gott, was hätten sie da an Unfähigkeit, Verharmlosungen und Kakophonie in schriftlicher Form auf den Tisch bekommen. Der aus Berlin im Abgeordnetenhaus wäre wohl der härteste gewesen, man hätte den Datenschutzfreunden mitgeteilt, das nur deshalb alles so schlimm ist, weil sie den Datenklaumisthaufen LBB aufgedeckt haben, denn sonst hätten ja alle in ihrem Dornröschenschlaf der Unwissenden verharren dürfen.

Und die Krönung der Mitteilung aus dem Bundestagspetitionsausschuss wäre gewesen, dass man dort nicht selber Petitionen bearbeite, dazu haben ja nun unsere Abgeordneten keine Zeit, die vielen Nebenjobs, das muss man verstehen, das ist für Demokratie keine Zeit. Eigentlich dürfen Beamte und unsere Abgeordneten sind das, ja nur Nebenjobs annehmen, wenn das nicht ihren regulären Dienst behindert. Doch was ist bei uns schon regulär, nimmt man nur den Datenschutz und seine Gesetz dazu, das ist dann so was wie der berühmte Schweizer Käse, bei dem man sich fragen darf, überwiegt der Käse oder die Löcher?

Nein, bei uns wird im Bundestag für die Bearbeitung der Petitionen extra ein Bundestagspetitionsausschussdienst beauftragt, wer immer das ist und woher die Damen und Herren auch kommen, für unsere Datenschutzfreunde hätte das geheißen, warten und warten, so im Schnitt oft bei fachlich relevanten Anliegen 1 bis 2 Jahre und zwischendrin dann den Versuch die Petition mit einer Antwort abzubügeln, die es in sich gehabt hätte. Bei Petitionen sollte man sich generell immer einen Paten aus dem Heer der so gestressten Nebenjobber und Parlamentarier suchen. Es gibt welche, ehrlich, die noch nicht den Traum von Demokratie aufgeben haben, so wie etwa unsere Datenschutzfreunde. Diese Paten sind aber eine kleine Minderheit.

Ja, was hätten unsere Datenfreunde noch tun können, Berliner Zeitungen, na ja, lassen wir das Thema mal lieber. Nein, unsere Datenschutzfreunde haben clever und den Missständen in unserem Lande entsprechend clever reagiert, wobei ihnen in Zukunft noch die Hoffnung auf die EU bleibt, wenn sie mal wieder über einen dieser Datenklaumisthäufen Made in Germany stolpern, denn eines wissen wir ja nun, davon gibt es ganze Äcker voll, wahr aber erschreckend, und das in einem Land, in dem es die Stasi und die Gestapo gab, da hätte man mehr an Datenschutz erwartet. Sie etwa nicht?

Quelle:

1) http://www.berlin...-HUC86.php

2) http://de.wikiped...xander_Dix

3) http://www.lda.br...=start_lda

4) http://www.suedde...erden.html

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Schlüsselwörter: LBB | Staatsanwaltschaften | Petitionsausschuss | Berlin | Brandenburg | Schweizer Käse | Club der 16 | Datenschutzbeauftragte | Datenklau | Datensicherheit
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