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Politik: Politische Meinung

„Deutsche Republik Münchhausen“, ein gescheitertes Experiment Kapitel 2

Diskriminierung- Gesetzlich verordnete Ignoranz in Deutschland (1960=2008)

Foto www.pixelio.de
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Die Politik und die Wirtschaft in Deutschland haben es geschafft per Gesetz die größte Gesellschaftslüge die es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs gegeben hat zu ermöglichen und dabei gleichzeitig der Diskriminierung in der Bundesrepublik Tür und Tor weiter zu öffnen, als es in jedem anderen Staat der Welt so offensichtlich für die Weltgemeinschaft möglich wäre.

Diskriminierung soll und darf es eigentlich nicht geben und so hat man dafür einfach einen neuen Namen erfunden und glaubt, damit habe man die Diskriminierung abgeschafft. Dem ist aber nicht so, wenn man das Kind nur umtauft und es nun gleichzeitig die damit verbundenen Vorkommnisse mit eintitelt, es geht um den Begriff Mobbing, der das Wort Diskriminierung einfach ersetzt hat und doch genau dasselbe ist.

Der Wirtschaft wurde es so sehr einfach gemacht, denn natürlich wird in einem Vorstellungsgespräch niemand gemobbt, und Diskriminierung findet heute viel hinterhältiger statt, als das offensichtliche Mobbing in Vorstellungsgesprächen früherer Tage. Die Fragen werden einfach verschlüsselter formuliert und sind so schwer für die Kandidaten zu durchschauen. Dennoch liefern allein die Antworten genau das, was auch früher erfragt wurde, nur eben hinterhältig versteckt.

Auch die Gründe für eine Ablehnung werden heute sehr subtil formuliert, eine ganze Rechtselite ist dafür zuständig im Sinne der Arbeitgeber Fragenkataloge zu entwerfen, denen Man diskriminierend zu sein in erster Linie absprechen würde, es sei denn ein anderer Fachjurist prüfte sie. Für die Kandidaten ist aber nichts Verwerfliches zu erkennen.

Ein Beispiel dafür findet sich zum Beispiel im Auswahlverfahren der Berliner Feuerwehr. Dort werden die Kandidaten in Fragebögen zu aller erst auf ihre so genannte „Intelligenz“ geprüft. Der erkundete „Intelligenzquotient“ ist aber einzig und allein dazu gedacht von vornherein auszuschließen, dass ein Kandidat zu schnell Karriere machen und eventuell die Vorgesetzten vom warmen Stuhl stoßen könnte. Kandidaten bei denen eine solche „Intelligenz“ nachgewiesen wird werden umgehend an der Teilnahme an weiteren Eignungstests zur Fitnessprüfung und Eignung als Feuerwehrmann ausgeschlossen. Sie sind aus dem Auswahlverfahren raus, ehe dieses überhaupt wirklich begonnen hat, es zählt nur ob der Kandidat für Altgediente zur Gefahr werden könnte.

Diskriminierung findet heute so subtil statt, dass sie kaum wahrnehmbar ist. Beweisbar wird sie jedoch immer, wenn Statistiken beweisen, dass Frauen immer noch viel schlechter bezahlt werden als Männer. Frauen sind es auch, die eher kündbar sind, schon durch Verklausulierungen in Arbeitsverträgen, wenn sie Kinder haben oder etwa schwanger werden. Die Lockerung und Aufweichung des Kündigungsschutzes hat massiv dazu beigetragen, Diskriminierung zu verschärfen, gemeinsam erarbeitet von Politik und Wirtschaft.

Diskriminierung wird auch überdeutlich sichtbar wenn es um Frühverrentungen und Altersteilzeit geht, die im Gegenteil eher zu- als abgenommen haben und die nichts anderes sind als Altersdiskriminierung.

Diskriminierung erkennt man auch sehr gut daran, wie die Lebensleistungen von Menschen in Ost und West sich im Rentenniveau nieder schlagen. Die Ostrenten fallen gewollt deutlich niedriger aus als die Westrenten, nur darf dies nicht als Diskriminierung bezeichnet werden. Die deutsche Politik wünscht es eben unterschiedliche Rentenhöhen als sozial gerecht den Westrentnern gegenüber schön zu reden. Deren Lebensarbeitszeit und die erbrachte Wirtschaftsleistung vor dem Mauerfall werden somit als „mehr wert“ für die einstige Bundesrepublik betrachtet. Die Arbeitszeit und Wirtschaftsleistung der Generation der Ostrentner hingegen wird so einem ganzen Volk gegenüber als minderwertig dargestellt.

All diese Tatsachen begründen natürlich massiv, dass bis heute die Menschen im ehemaligen Westen der Republik und die der aus dem ehemaligen Osten nicht zusammenwachsen konnten. Oft wird deshalb auch heute abwertend über „Ossis“ und „Wessis“ palavert, und je länger so diskriminierende Tatsachen wie unterschiedliche Renten existieren, wird dieses verhalten noch zu nehmen, speziell in der derzeitigen Krise.

Die Diskriminierung endet aber nicht bei den Rentnern sondern beginnt von der Wirtschaft gefordert und gern von der Politik umgesetzt bereits viel früher, nämlich bei unterschiedlichen Löhnen. Die Arbeit in den ehemaligen Westbundesländern der Republik wird höher bezahlt als im Osten. Man hat ganze Bereiche wie die Länder im Osten abgewertet um so der Wirtschaft die Filetgrundstücke für teils lächerliche1Euro in den Rachen geschoben. Herunterrechnen konnte man sie leicht, was unwirtschaftlich war bestimmte ja die übermächtige Wirtschaft, deren Lobbys selbst in den politischen Arbeitsgruppen die gesetzlichen Grundlagen erarbeiten dürften und dies auch in allen anderen bereichen tun- die Politik ist seit Gründung der Bundesrepublik der Wackelkopfdackel der Bosse, der nur abnickt.

Die Wirtschaft konnte von diesen Geschenken fantastisch leben und machte ungeheure Gewinne, die man anschließend in das Ausland verbrachte, gefördert mit unendlichen Zuschüssen die man die Politik an sich selbst vergeben lassen hatte.

So wurde einer arbeitenden Bevölkerung die Wertlosigkeit der früheren Tätigkeit begründet und für Jahrzehnte die so genannte „Unwirtschaftlichkeit“ festgeschrieben. Daraus resultierten lächerliche bis gar keine Steuerbeträge, die die Wirtschaft in die eigene Tasche stecken konnte. Man brauchte also stets nur neue Begründungen, warum der ehemalige Osten und seine Arbeitnehmer lange nicht so produktiv wären wie dies im Westen der Fall sei. Die inzwischen hausgemachte Politik und Politiker, die bereits zu großen Teilen in den Unternehmen als Berater tätig waren oder zumindest ihre Posten nach der Politik schon in der Tasche hatten nickten und nicken weiter bereitwillig jede anderswo unmögliche Entscheidung zugunsten der Wirtschaft durch. Ein halbes Land wird so weiter diskriminiert.

Man könnte nun noch etwas zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und deren Kämpfen berichten, das beste Beispiel wäre hier über die Schwierigkeiten solcher betreffs der Adoption oder der Erlangung des Sorgerechtes für Kinder nach einer gescheiterten-„normalen“ Ehe zu berichten.

Auch die Diskriminierung der Schulen von Kindern ärmerer Familien oder solcher mit dem Hintergrund der Migration wären hier zu erwähnen. Zuzüglich zu Erwähnen ist auch die massive Benachteiligung Behinderter auf dem Arbeitsmarkt, diese werden von Arbeitgebern sehr oft höhnisch und telefonisch über die Ablehnung aus eben diesem Grund informiert, noch bevor die feinstbegründete anders formulierte schriftliche Absage des Unternehmers sie erreicht.

In Deutschland hat sich nichts geändert- im Gegenteil –die gewollte Diskriminierung hat massiv durch die Beteiligung wirtschaftlicher Interessenvertreter an den runden Tischen in den Arbeitsgruppen der Politik zu genommen! Wirtschaftlich-politische Juristen formulieren dann für die Entscheidungen und Gesetzesentwürfe der Bundesregierung nur noch den fertigen Text. So, wie die Lobby der Wirtschaft ihn vorformuliert hat und damit bestimmte Interessengruppen der Diskriminierten und die Wähler beruhigt werden.

Das „Wie“ ist dann nur noch möglichst schwammig von denen die benötigen umzusetzen. In diesem Rahmen wurde Diskriminierung verboten und ihr dennoch zu einer nie da gewesenen Blüte auf höchstem Niveau verholfen.

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Schlüsselwörter: Politik | Wirtschaft | Gesellschaft | Diskriminierung
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