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Lokales: Lokale Nachrichten

Hooligans aus Osnabrück prügeln sich in Wilhelmshaven mit der Polizei

Hooligans aus Osnabrück haben gepöbelt, zugeschlagen und zugetreten, ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt: Beim Regionalligaspiel des SV Wilhelmshaven gegen die U 23 von Hannover 96 kam es zu schweren Ausschreitungen schwarz gekleideter Gewalttäter, die schon im Jadestadion Randale machten und die Fans der Roten provozierten. Immer wieder mussten Polizei und Sicherheitsdienst dazwischen gehen. Als die Hooligans auch noch einen Getränkestand plündern wollten, wurden sie aus dem Stadion geworfen und zu Fuß von Beamten der örtlichen Polizei, der Wasserschutz- und der Bundespolizei zum Bahnhof begleitet.

Ruhe kehrte aber immer noch nicht ein. Im am Bahnhof gelegenen Einkaufszentrum „Nordseepassage“ drohte eine weitere Eskalation, die Hooligans wurden auf den Bahnsteig abgedrängt, dort gingen die Hooligans auf die Polizei mit Fäusten und Fußtritten los, zwei Rädelsführer wurden festgenommen. Danach beruhigte sich die Lage vorübergehend. Die Hooligans wurden in ein Zugabteil gesteckt, der Zug fuhr in Richtung Osnabrück ab. Als auch die Fans aus Hannover Wilhelmshaven verlassen hatten, wurden die beiden Rädelsführer auf freien Fuß gesetzt.

Bei der Zugfahrt und nach der Ankunft in Osnabrück kam es zu weiteren Schlägereien mit der Polizei.

Solche Meldungen aus unteren Ligen sind keine Seltenheit mehr. Hooligans weichen immer häufiger auf solche Spiele aus, weil sie von den Sicherheitsmaßnahmen bei Erst- und Zweitligaspielen abgeschreckt werden. Außerdem ist es Hooligans offenbar gleichgültig, wo sie sich prügeln. In Regensburg haben vor einer Woche auch 450 Polizeibeamte Sachbeschädigungen und Schlägereien nicht verhindern können. Ausgegangen werden muss von geplanten Ausschreitungen.

Auseinandersetzungen bei Spitzenspielen werden aus den Stadien verlagert. Hooligans verabreden sich per Handy oder Mail, vereinbaren Treffpunkte und legen die Taktik gegen Polizeimaßnahmen fest. Die Kosten für solche Einsätze steigen, längst ist ein Streit darüber entbrannt, wer dafür aufkommen muss. Die Vereine? Der Steuerzahler? Festgenommene Gewalttäter?

Mit Fanprojekten soll die Gewaltbereitschaft gesenkt werden. Die wirken aber nur unzulänglich. Welcher Hooligan besucht schon das Fan-Haus in Dresden, um dort mit Anhängern dieses Traditionsvereins zu plaudern und sich friedlich die Zeit zu vertreiben? Die einen sitzen am Computer und planen die nächste Gewaltaktion, die anderen machen sich sportliche Sorgen um die Zukunft des Vereins.

Wenn sich dann auch noch Hooligans willkürlich Spiele aussuchen, um loszuschlagen, werden Gegenmaßnahmen immer schwerer. Die Frage aber bleibt: Wie kommen Schwarzgekleidete und dazu auch noch nach Polizeiangaben Betrunkene ins Wilhelmshavener Jadestadion?

Auf eine ähnliche Frage hat schon die Polizei in Hannover keine Antwort gewusst, als bei der Aufstiegsbegegnung von Hannover 96 und Tennis Borussia Berlin Hooligans aus Braunschweig auf das Stadion zumarschierten. Wieder nach Hause geschickt wurden sie erst nach den ersten Schlägereien. Stimmt etwas mit den Konzepten gegen solche Ausschreitungen nicht?

Heinz-Peter Tjaden

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Schlüsselwörter: Hooligans | Wilhelmshaven | Osnabrück | SV Wilhelmshaven | Hannover 96 | Jadestadion | Dresden | Regensburg
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