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Politik: Deutschland

Wie weiter mit der Bundeswehr


Die Frage; wie es nach dem Skandal der Bundeswehr im Falle der Totenschändung weiter geht, stellt sich sicherlich momentan für viele Menschen in Deutschland. Fest steht; dasS gegen mindestens 20 Soldaten, darunter ehemalige und noch aktive Soldaten ermittelt wird. Und die Gerüchteküche brodelt. Es wird gemunkelt, dass Besucher, darunter Politiker und Offiziere zu einem Gräberfeld gefahren worden sind und dort ebenfalls Fotos gemacht wurden.

Jenseits solcher Gerüchte bleiben aber die berechtigten Fragen wie: „Sind die Soldaten schlecht ausgebildet?“ oder „Verroht man zwangsläufig bei Einsätzen in Krisengebieten?“. Über die Motive der betroffenen Soldaten meint der Wehrbeauftragte des Bundestages Reinhold Robbe „ Es gibt unterschiedliche Erklärungsmuster, dass eine sind so genannte gruppendynamische Prozesse. Ein Soldat hat in einem Interview darauf hingewiesen er wollte nicht als ein Weichei gelten. Andere haben Schwierigkeiten gehabt, mit all den Anforderungen, mit den Belastungen die in den Einsatzgebieten insbesondere in Afghanistan vorhanden sind.“

Resultat des Skandals ist das nun darüber nachgedacht wird, ob die Auslandseinsätze die Bundeswehr nicht überfordern. Die Tatsache, dass Verteidigungsminister Franz Josef Jung einen eventuellen Rückzug vom Balkan mit eben dieser Überforderung in Verbindung gebracht hat, soll die Kanzlerin verärgert haben.

Kritisieren muss man auch die fehlende Strategie bei den Auslandseinsätzen. Klaus Reinhard Ex-Befehlshaber der NATO im Kosovo vermisste schon dort eine klare Linie der Europäer. „ Ich sehe auch keine für mich erkennbare Strategie in Afghanistan denn es genügt ja nicht Soldaten in das Land zu schicken um für Ruhe und Ordnung zu sorgen…der Erfolg eines solchen Einsatzes wird ja nur dadurch erzielt das man eine stabile Regierung und vor allen Dingen stabile Verhältnisse für die Bevölkerung im ökonomischen Bereich schafft.“

Zeitgleich mit den Vorfällen in Afghanistan wird in Deutschland um das Mandat der deutschen Marine im Libanon gestritten. Hätte allen klar sein müssen, dass das freie Operieren innerhalb der 6 Meilenzone vor der libanesischen Küste nicht unbedingt zu Mandat gehört? Die Bundesregierung meint dazu, ja es hätte klar sein müssen, Mandat erschlichen sagt die FDP. Die grundlegende Frage bleibt, aber ist das Parlament vollständig und wahrheitsgemäß informiert worden?

Für mich stellt sich nach all diesen Vorfällen die Frage nach Sinn und Unsinn der Einsätze in der jetzigen Form. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Soldaten für die Einsätze besser geschult werden, um Vorfälle wie jetzt in Afghanistan zu vermeiden. Des Weiteren sollte darüber nachgedacht werden, ob sich Deutschland an jedem Brennpunkt der Weltpolitik mit Militäreinsätzen beteiligen sollte. Ich bin nicht gegen diese Einsätze jedoch sollte besser und ausführlicher über die Risiken aufgeklärt werden

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Schlüsselwörter: Bundeswehr | Totenschändung | Armee | Wehrpflicht | Afghanistan
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